Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 1 (1.1.1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4896751-5428714-5431815--1810-4898235- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nücherscho« Deutsche Synagogen- und Schullieder, zu Festen und Gelegenheiten für Solo und Chor mit HOrgel- oder Flügelbegleitung ad lib., componirt von Moritz Deutsch, Cantor und Chordirector der großen Synagoge zu! Breslau. 1867. Schletterffche Buchhandlung daselbst. Der umgewandelte Gottesdienst in den meisten'großen l Synagogen Deutschlands macht Kompositionen der vorliegenden Art zum Bedürfniß. Während für den hebräischen Theil unseres Gottesdienstes 'Material genug vorhanden, lst die Munk für den deutschen Theil erst noch im Entstehen begriffen. Wir hören darum auch in den verschiedensten Synagogen die ' verschiedensten Compositionen und Texte. (Wäre eS nicht vielleicht wünschensiverth, wenn die größeren : und bedeutenderen .Gemeinden Deutschlands, deren Gottesdienst resormirt ist, theilweise eine Einigung hierin erzielten?) 'Wie wir aus dem Vorwort des Herrn Verfassers vorliegender Cbäre ersehen, sind dieselben Pestandtheile des dsfentlichen Gottesdienstes der großen Synagoge in Breslau, und dürften sie sich auch für'andere Synagogen, denen Mittel zur gehörigen Ausführung zu Gebote stehen, eignen. Sie sind für gemischten Chor gesetzte — ' Wenn wir im Allgemeinen mitden Recensionen anderer, Blätter übereinstimmen, daß die Chöre bei guter Ausführung ihre Wirkung nicht verfehlen werden, so können wir doch mancher Ausstellungen uns nicht enthalten, und setzen wir voraus, daß diese als rein objektiv und der guten Sache förderlich angesehen werden. Wir heb^n insbesondere-hervor, daß öfters gegen den musikalischen L>atz geseblt ist, und, zwar dadurch, daß Querstände votkommen und die Uebergänge oft hart sind; auch sollten manche -verbotene Gänge vermieden sein. Als Beleg führen rpir an: In Nro. 1, Takt ff (hart) Takt 18: hier hat der Tenor a und der Sopran b. (Tenor könnte f haben). Takt 21 und 26: sehr hart, Takt 28: hier' erwartet man A^rnoU, während es A dur ist. In Mro. 4 im drittletzten Takt sollte der Tenor statt der halben Nost a die 2 Viertelnoten a.und A haben, und im Takt vorher? müßte die letzte, Note im Tenor as 'statt a sein. ' - In ätro. 5 im siebentletzten Takt müßte der Baß statt der halben Note b die 2 Viertelnoten h und c haben. — Es genüget« hier die einzelnen Anführungen, um den Herrn Verfasser! zur Vorsicht zu mahnen;, dessenungeachtet erkennen wir sein Verdienst, für den deutschen Theil unsres Gottesdienstes Linen Beitrag geliefert zu haben, gern an, und empfehlen wir die vorliegende Sammlung zur Einfühmng in größere Gemeinden. — Alsheim. K. Marx. 1.100 algebraische Aufgaben mit praktischen Lösungen und einer Anweisung, die Quadrat- und Cubikwurzel auözu- S" ' chen. Für Freunde des Rechnens, besonders -für Lehrer, eminaristen u»d Präparanden, bearbeitet von W i l h e l m Schmidt, Lehrer in Pretzsch a/E. Bevorwortet von E. Hentschel, 2. Auflagk. Wittenberg, Verlag von R. H^rrose 1867. lt- 2. Anleitung zur Buchstabenrechnung und Algebra nebst einer großen Anzahl von Beispielen und Uebungsaufgaben für Schüler der ersten Klassen von höheren Bürgerschulen rc. von K. A. Otto, Lehrer in Auerbach, Preis 8 Sgr., bei je 15 Exemplaren nur 6 Sgr. Leipzig, Verlag von Ion. Fr. Wöller. Hiezu das Facitbuch. Preis 4 Sgr. Das erstgenannte, nur 4 Bogen umfassende, von einer Autorität im Schulrechnen mit Recht empfohlene Schriftchen bietet in seinen 100 Aufgaben (Gleichungen mit 1, 2 und mehreren unbekannten Größen) Ausgezeichnetes, und ist, wie vielleicht kein anderes, geeignet, den Schüler auf einfachem, naturgemäßem Wege zum richsigen Denken und dadurch zur Lösung oft nicht unschwieriger Aufgaben anzuleiten. Jeder Aufgabe folgt die Lösung auf die interessanteste Weise, ohne den künstlichen Formelkram, der sonst bei den algebraischen Rechnungen üblich ist. Die Aufgaben und ihre Lösungen sind daher sehr geeignet, den Schüler mit Lust und Liebe in die Algebra einzuführen, und haben außer ihrem materialen Zweck den formalen, daß durch sie das Denkvermögen unbedingt gestärkt und gekräftigt wird. Wir wünschen daher dem Büchlein die weiteste Verbreitung, und möchten es nicht allein in den sogenannten höheren Bürgerschulen, sondern auch in den oberen Klassen ‘ ver Elementarschulen benützt wissen; meine geehrten Kollegen werden es gewiß mit großem Vergnügen benützen, da ein guter Erfolg unausbleiblich sein muß. — Das 2. Büchlein enthält, außer den gewöhnlichen Porbegrifien, das Rechnen mit entgegengesetzten Zahlengrößen, Buchstabenrechnen, Potenziren, Ausziehen der Quadrat- und Cubikwurzel und Gleichungen. In einem engen Rahmen werden hier viele Beispiele mit allgemeinen Erläuterungen, die denselben vorangehen, gegeben. (Die Gleichungen sind alle im Facitbuch erläuternd aufgelöst). Es führt auf praktische Weise schnell zum Ziele, und da die Ausstattung gut, der Preis sebr billig ist, kann es überall leicht und mit Dorlheil in den betreffenden Schulen eingeführt und benützt werden. — Alsheim. K. Marx. - Woch ende 11 d> t* Bom Nb ein, 17. Dezember- In der Sitzung der Unterrichtscommission des preußisrben Abgeordnetenhauses vom 14. d- M. erklärte der Coinmiffar der Negierung G. N. Stiebt, daß das tzehrervotarionsgesetz noch in dieser Session zur Borlage gelangen werde. Ihre erste Anmerkung zu unserm Artikel in Mo. 50. d. Bl., geebtter Herr Redakteur, erweist sich also als etwas Menschliches, als ein Irrtbuin p* •» wje *), da des Unterrichtsgesetzes in iener Sitzung, wie die Zeitungen berichten, keiner Erwähnung geschah; vorgelegt ist aber noch nichts. Unser Wunsch wäre gewesen, lieber einen Irrtbuin begangen zu baben, als de« Jbrigen berichten zu muffen. Gegen >Ihre zweite Bemerkung zn jenem Artikel erlauben wir uns die Kollegen, welche ihren Beitritt zu der von Blumenau und Konsorten eingereichten Petition-den Abgeordneten aussprechen wollen, aufzusordern, in diesen Blättern zu erklären, daß sie es gethan und ßnit welchem ErfolgeZsie es gethan haben- Auf diese Weise würde man die College», welche für ihr Recht einzusteheu bereit sind, kennen lernen und sie von denjenigen unter- *) Wir verweisen auf den Schluß des Berichts. Red.