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Der israelitische Lehrer · 1867-12-05 · 49 (5.12.1867) · p. Seite 199

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
49 (5.12.1867)
Date
1867-12-05
Page
Seite 199 (sequence 3)
Language
German
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199 scheiden sein, wenn wir Di' unwiderlegliche Hebung Der isr. Bevölkerung;u einem gewissen Tbeile Der ifrael. Sckule vindiziren. UnD Diese kleine Minderzahl hat Dann ancd Den Borrbeil, Daß idr mit verkälwißmäßig kteinem Opfer geholfen werden mag. Wenn Durch Das neue Schulgesetz wirklich trommunalschulen geschaffen würden, Die mit keiner Konfession der Scküler sich zu befassen härten/ in Denen Der Religionsunterricht ganz und gar der betreffenden Geistlichkeit andeiingestellt wäre, an Denen also in gan; gleicher Weise auck l,ier;u befähigte Israeliten als Lehrer wirken könnten, so wäre für uns iioch ein Ausweg offen. Dein ist aber faktisch nicht '»'o. Aus unfern jetzigen Anstellungen verdrängt oder darin in .Rvlb gebracht, bliebe uns jede Aussicht auf auderweilige Tbäligkqi und Versorgung gänzlich verschloffen- Auf der andern Seile aber sind wir auch weil entfernt, da, wo eine einzelne Evnfei'sivn durch Stiftungen oder Dotationen , durch kirchliche oder Brivatbeiträge Schulgeld eine Schule für ihre minder errichtet bat und erhält, von diesen Beträgen irgend einen Tbeil für isr. s'ebrer oder Schulen in Anspruch »ebinen zu wollen. Unsere gehorsamste Bitte gebt vieluiebr »in' Ihr In», dem Art. eine Alinea mir folgendein Wortlaut ailznreiben: „Ueberall, wo bis jetzt öffentliche sfr- Schulen besieben n»k wo die GeineinDeschule nicht durch srundalionsunD dolationsinäßige Reichnisse oder ausschließlich Durch Schulgeld sondern aus den Evmuiunalcassen erballe» wird, bat letzteres auck in gleicher Weise für die israelitische Sckule zu geschehen. Sollten in einer Gemeinde, wo eine öffentliche isr' Schule besteht, Esniinnncilschulen errickrel werden, so > bat der isr. Vebrer an denselben eine Berweiidung gleich seinen christlichen Evllegen zu finden." Da sich ein solcher Bustank in der Pialz fast »abezn faktisch bereits von selb» beransgebildet bai, mithin aus ei» Bitligkeitsgefübl der Bevölkerung selbst beruht, da ras von uns Getvünschle nur von den bereits angestelllen in. Lebrern, nickt-von beliebig neu zu bildendeii Schulen spricht und da die kleiner» isr. Schulen, etwa hhut sckulpslichiigen iiindern, bei erster Erledigung, bei anderweitiger Beriorgung des i'ebrers aufgelkü werden können, so iff es sicher ein kleines Opfer, das wir hier verlangen, ein Opfer, das durch die Gerechtigkeit gegen um Iabrzelmre und länger Beliebendes sicherlich gerechtfertigt wird, dessen Versagung aber den isr. Lebrernand. barl treffen und ibn in liefen Roibstand versetzen müßte. ' 3« tiefer Ehrfurcht verharren Eines Hoben »lainmer-Ansi'chusses." Bücherschau. Zur Schrift des Lebens "WW von Or. Leopold Stein. Der Verfasser obiger Schrift ersucht die Redaction, um irrthümlicher Beurtheilung vorzubeugen, um folgende Berichtigung. Der Rcensent in Nr. 46 d. Bl. behauptet: Et. verwirft die Speisegesetze im weitesten Umfange. In der „Schriftdes Lebens" S. 62 ist aber dieses ausdrücklich nur von den talmurischen Zpeisegesetzen ausgesprochen, was doch wohl einen großen Unterschied involvirt. Wir dürfen annehmen, daß der Herr Recensent, wenn er für gewisse Speisegesetze mit Recht den Standpunkt der Humanität und Sanität, die von Religionswegen zu pflegen seien, in Anspruch nimmt, dabei auch nur an die biblischen gedacht hat. — Das allerdings sanitätliche und humane talmudische: tniD'ND {«-von «mao („was die Gesundheit bedroht, fällt schwerer in die Wage, als was die . Satzung verbietet") ist wohl, in unseren jetzigen Verhülll Nissen, mehr gegen als für die talmudische Satzung geltend zu machen. Adolph Diesterweg. Sein Leben und seine Schriften. Unter Mitwirkung der Familie herausgegeben von E. Langendeng. — Erster Theil. Diesterweg am Rhein. — Frankfurt a. .M. Moritz Diesterweg (Herrmanu'sche Buchhandlung.) — Preis fl. 1 — 18 Sgr Von der kundigen Hand eines bewährten Mannes, der selbst Schüler und Zögling des großen Schulmannes war, erhallen wir hier ein, mit inniger Treue und warmer Pietät gezeichnetes, seinen zahlreichen Verehrern gewiß überaus willkommenes Lebrnsgemälde des verewigten Lehrers der Lehrer. Von besonderem Interesse ist der Einblick in die Zeit, als Diesterweg selbst Kind und Schüler war, dann in die Periode seines Wirkens in unserer hiefigen Stadt, welche stolz darauf ist, einst diesen Musterlehrer als Jugendbildner in ihrer „Musterschule" besessen zu haben, sowie in des großen Erziehers eigene Familie, wo er ein Kind mit seinen Kindern war, um sie, nach dem Ideale Pestalozzr's, durch die zwei zuverlässigen Hebel seiner Menschenbildungslehre, sittlich gediegenen Ernst und hingebungsvolle Liebe, zu ächten Menschen heraufzubilden. — DaS rege geistige Leben am Lehrerseminarium zu Mors, DiesterwegS erstem größerem Wirkungskreise, ist mit lebendigen Farben geschildert, und die innige Verehrung und Anhänglichkeit der jungen Männer für den selbst noch jugendlichen Führer, welchen sie, mit so viel Stolz wie Liebe, nie-anders als „unfern Direktor" nennen, wirkt auf dm Leser ungemein erwärmend und wohlthu.nd ein. — Die pädagogischen Schriften Diesterwegs aus jener Zeit werden sämmtlich aufgeführt und gewürdigt, was Das Buch für Lehrer vorzüglich empfrhlenswerth macht. — Die überall hervortretende, ächt humane, wahrhaft und tief religiöse Gesinnung deS Verewigten, läßt denselben als einenAngehörigm aller Confessionen erscheinen, und dürfen wir daher daS vorliegende biographische Werk, dessen Fortsetzung wir mit Verlangen erwarten, auch der jüdischen Lehrerwelt bestens empfehlen. Frankfurt a. M. Leopold Stein Wochenbericht. Alzey, 2ä. Nov. Wir sind in der glücklichen Lage, bereits heut« über die in Nr. 46 d. Bl. besprochene Aufgabe, welche di« Alliauee israilite universelle in Paris sich für die Nachforschung über die Juden Abessyniens gestellt hat, berichten zu können. Die Alliance bestimmt darüber folgenden'an dieseld? gerichteten Brief des mit der bezüglichen Mission betrauten Herrn Joseph Halevy zur Veröffentlichung. Ter Redaction ist durch die Gefälligkeit des Central-Comitös.dcr Alliance eine Copie dieses Briefes zugegangen, jedoch in einem so unleserlichen autographischen Abdruck, daß wir uns oft nur auf's Rathen hingcwiesen sahen und deßhalb, besonders rücksichllich der Namen, uns vor Fehlern nickt sicher glauben. Der Brief lautet: Maki au »h, 7. Oct. Meine Herren! Sie werden bereits im Be»

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