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Der israelitische Lehrer · 1867-11-21 · 47 (21.11.1867) · p. Seite 190

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
47 (21.11.1867)
Date
1867-11-21
Page
Seite 190 (sequence 2)
Language
German
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Frauen und Linder seiner Gemeinde in großer Menge, anch die christlichen Notabilltäten, — nur in ostensibler Weise «eitet die protestantische, »och die katholische Geistlichkeit — und viele auswärtige Deputationen?^ Der große Todte ruhe in Frieden I Die große Gemeinde Prag'- erwache nach Vollendung der Trauer um ihn zu neuem wissenschaftlichen und religiösen Leben I Alzey im November. .' . Dt. Rothschild Wochenbericht. "Bielefeld, II. Novbr. Zn Bezug aus die dankenSwerth« Anregung des Korrespondenten „Vom Rhein" in Nr 45 d. Bl., die Einreichung einer Petition an das Haus der Abgeordneten betreffend, freut e« mich, den Jntereffenten die Miltheilung machen zu können, daß die Petition, be-! gleitet von einer ausführlichen Denkschrift, bereitzur Absendung an das HauS der Abgeordneten bereit liegt. Wie : die Leser dieser Zeitschrift sich erinnern werden, haben wir | bereits im Jahre 1862 in demselben Sinne petitiomrt. ES ssi aber die Petition, die sich schon gedruckt in den Händen der Abgeordneten befand, nicht mehr zur Berathung gekommen und unS daher zurückgesandt worden. Bei einer BorstandSconfereuz am 18. November v. Z. stand dör Gegenstand wiederum auf der Tagesordnung unserer Beratungen. Es wurde aber beschlossen, daß man die wiederholte Vorlage der Petition bis zum Zusammentritte der Lämmern i» 1867 verschieben wolle, da die Session in 1866 voraussichtlich eine sehr kurze sein werde und wir da-; der eine abewnolige Rücksendung ohne irgend welchen Erfolg zu gewärtigen hätten, Di« Denkschrift ist in Nr. 5 und 6 des „Isr. Lehrer" von 1862 mitgetheilt worden. Da die Verhältnisse im Wesentlichen dieselben geblieben, so bedurfte eS nur geringer Abänderungen^ um Petition und Denkschrift noch jetzt zur Vorlage geeignet zu machen. Beide Schriftstücke liegen zur Äbsenduag bereit und werden gleich beim Zusammentritte des Hauser demselben durch den be- »ährten Abgeordnete« Harkort übergeben werden. Da unser Verein keine Corporation im Sinne des Gesetzes bildet, — aus welchem Grunde uns schon einmal die im Namen des Vereins eingereichte Petition als nnzuläffig zurückgegeben wurde, — so ist dieselbe von mir und den übrigen Vorstandsmitgliedern als Lehrer (nicht als Vorstand) unterzeichnet. Er bedarf aber, um die Wirksamkeit zu erhöhen, weiterer Schritte, zu welchen aufzufordern ich eben im Begriffe stand, als die wohlgemeinte, wenn auch edoa» — sonderbar gehaltene Anregung in Nr. 45 mir z» Gesichte kam. ES müssen nämlich sämmtliche jüdische Lehrer in Preußen — denn di« Petition ist allgemein gehalten und bezieht sich durchaus nicht allein auf Rheinland und Westphalen — sich an ihren oder wo dieses nicht geeignet erscheint, an einen andern Abgeordneten wenden, ihre Zustimmung zu der Petition auSdrückev und um Befürwortung derselben bitten. *) Dieser Weg ist von uns schon 1862 empfohlen *) Ob aber hier« nicht rin »tderhoUer Abdruck der Denkschrift und Petition auzurothen sein dürft« 1 Red. worden, wurde allgemein gebilligt und vielfach betreten. Geb« Sott, daß unsere diesmaligen Schritte sich des besten Erfolges zu erfreuen haben möchten! Da der Schluß des Artikels „Vom Rhein" sich nicht mehr auf Lehrerangelegenheiten bezieht, sondern nur einen persönlichen Ausfall auf mich enthält, so erlaube ich mir, denselben mit Stillschweigen zu übergehen. S. Blumenau. Emmendingen, 27. Oktober 1867. Geehrter Herr College! Nachstehendes Schreiben ist mir von Sr. König!. Hoheit unserem Großherzog unterem 3. K M. zugekommen, und möchte ich. Ihnen dessen Abschrift nicht vorenthalten. Geheimes Cabinet Sr. Kgl. Hoheit des GroßberzogS von Baden. „CarlSruhc, den 20. September 1867. Hochgeehrter .Herr! Sie haben Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog im Aufträge des Vereins zur Unterstützung hilfsbedürftiger ifr. Lehrer-Wittwen und Waisen in Deutschland ein Buch, betitelt „Achawa" zugesendet und um dessen Annahme gebeten. Der Grvßherzog, Höchstwelcher dem edlen Zwecke deS Vereins volle Anerkennung angedeihen läßt, hat die eingesendete Schrift huldvoll entgegengenommen als ein erfreuliches Zeichen einer für die Hebung des ifr. LehrecstandeS bemühten Thätigkeit und beauftragt mich, Ihnen Höchstseinen verbindlichsten Dank für diele Sendung auszusprechen. Indem ich durch diese Mittheilung dem mir gewordenen Aufträge Nachkomme, bitte ich Sie, die Versicherung meiner vorzüglichen Hochachtung zu genehmigen. Gez. Sternberg." An den isr. Hauptlehrer K Bodenheimer in Emmendingea. AuS Baden In unserem gesegneten Lande erfreuen sich die Lehrer rsop. die jüdischen eines gesunden Schlafe-. Die Außenwelt und die Angelegenheiten ihrer Brüder nsnn pt6 kümmern sie wenig Wenn nicht unsere Koriphäe« SinSheimer, Rothschild in Mannheim, Ortlieb u. a. m. von Zest zu Zeit ihren vegetirenden StandeSzenossen einen elektrischen Funken zuknistern ließen: ich glaube, diese guten Leute wüßten nicht, daß außer ihnen noch AehnlicheS existier. Unser EppsteinB.rein gibt zuweilen noch ein Lebenszeichen von sich und der kleine Beitrag (30 kr.) wird von den meiste« Mitgliedern willig eingesendet. Doch habe ich bis heute über Verwendung der Zinsen noch nicht» vernommen. Letztere werden auch von keiner allzugroßen Bedeutung sein. Meine Bemühungen, weitere Mitglieder für den deutsch isr. Lehrer- Verein, unsere „Achawa," zu gewinnen, wurden leider von keinem Erfolg gekrönt. Man liest, den „Ist. Lehrer" recht gerne, *) auch die „Achawa" lobt den schönen Und edle« Zweck deS Vereins, die Thätigkeit und Bemühungen deS unerwüdlichen Redakteurs rc. Klingenstein — doch kann man sich zur Entrichtung der 2 Thlr. (Beitrag) und deS 1 fl. 45 kr. für daSOrgan nicht entschließen; und diese Familienväter, die sich Tag und Nacht für Frau und Kinder quälen und schinden, wollen die „Häupter ihrer Lieben" mit 3 fl. 30 kr. nicht von Sorgen befreien, wenn der Herr gebeut: „Bis hierher und nicht weiter!" — Nun, die Gemeinde soll auch etwas thun, ist die Parole dieser Kämpfer. Hätte unser Oberrath nicht mit der erforderlichen Energie gehandelt, die ») — Unsere« Wissen« gehen noch nicht ein Duhend Exemplare nach Baden. Aed.

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