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Der israelitische Lehrer · 1867-10-24 · 43 (24.10.1867) · p. Seite 175

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
43 (24.10.1867)
Date
1867-10-24
Page
Seite 175 (sequence 3)
Language
German
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175 die Schwierigkeiten mit dem Aeußerlicheu zu überwinden. Da- Niederschreiben einer zusammenhängenden biblischen oder Profanerzählung gilt als Fortsetzung der Hebungen in der Elementarklaffe. Sie werden vom Lehrer vorgetraqen, vom Schüler mit Angabe der Schreibweise und der Zeichensetzung, mündlich wieder erzählt und niedergeschrieben. Dazwischen steht das Niederschretben der beim Leseunterricht aufgefaßten Lesestücke, wenigstens der Hauptgedanken. Die Arbeit eines Jeden wird durchgesehen, vor der ganzen Claffe besprochen^ Die so mündlich verbesserte Arbeit bleibt, nachdem der Schüler über die Fehler zur Einsicht gelangt, in den Händen des Lehrers und das Kind arbeitet von Neuem, bis der Aufsatz fehlerfrei abgegeben wird. Die Schrift muß möglichst aut sein. III. Ober . Claffe. Hier wird nach Originalität gestrebt. S.e wird am sichersten i» der beschreibenden Erzählung, erreicht, indem der Schreibende Gegenstände der Natur, des Lebens, Ereignisse, Erlebnisse, nicht objectio, sondern in Beziehung zn sich ielbst auffaßt. Nicht die Aüfzählung der wesentlichen Merkmale ist das Hauptaugenmerk, sondem die Darlegung aL der Umstände, unter welchen der Gegenstand uns erscheint, der Verhältnisse desselben zu uns. Man wird viel leichter in originellen Gedanken über „uniern Spitz," den Pudel meines Nachbars, den Rosenstock in Gr,oßmutters Garten, über den SchmiedemeisterRuprecht in unserer Straße?c. als über den Hund, den Rosenstock, den Schmied im Allgemeinen schreiben können, da der Schüler hierbei in die Wirklichkeit ihm wohlbekannter Dinge und Kreise versetzt wird. Bohne's Lesebuch I. Theil. bearbeitete Lesestück« von Friedrich Otto(Mnhlhausm) bieten Aehnliches. Diese Aussatzgattung wird aus der ganzen Stufe beibehalten Dazwischen stehen Abhandlungen, Briese und Geschäftsaufsätze, Comptoirarbeiten. Jed- Gattung wird an einem guten Muster klar gemacht und anbei sind, diejenigen Haltpunkte aufzustellen, die für jedes dahin einschlägige Thema zur Anwendung kommen. (Schluß folgt.) Büchyrschau. Die Schrift oes Lebens. Inbegriff des gefammten , Judenthums in Lehre, Gottesverehrung und Sittengesetz. Schrsitqemäß, volkStbümlich und zur Kenntnißnahme für Jiraeliten Uns Nichtisraeliten dargestellt in drei Theilen von vr. Leopold Stein, Frankfurt a. M. 1867.*) Von dieser Sch,ist liegt eie erste und zweite Lieferung (September und Oktober) vor. Das Ganze wird in ungssäbr, 24 Lieferungen zu 1', Bogen ausgeg-ben Der Preis jeder Lieferung beträgt l> Kreuzer — 21/» Sgr. Die vorliegenden zwei eriten Helte sind im Selbstverläge des Verfassers erschienen.' Wir bemerken, daß die lödl. Redaction dS. Bl. zur Uebermittelung der bei ihr eingehenden Bestellungen erbptig ist. Es ist unsere Pflicht, schon jetzt auf diese b'deutsame Ersch inung der neuesten jüdischen Literatur aufmerksam zu machen. Der Name des Verfassers bürgt schon für die Tüchtigkeit des Werkes. Das Interesse an demselb:n dürste indeß noc5 erhöht weisen durch die freie, *) Lngezeigt von Dr. Rothschild. unabhängige Lebensstellung teS Verfassers, welche ihm gestattet, frei und unumwunde, sich über den Lehrinhalt, wie die äußere Gestaltung des J adenthumS auszusprechen. Wir empf-hlen daher das Buch nicht blos den Lehrern, sondern rath'" diesen auch, sich fiic die Verbreitung desselben in jüdischen und nichtjüdischen Kreisen zu interessiren, zumal oie Anschaffung bequem n eimacht ist und die Verbreitung auch noch einen materiellen!Gewinn abwirft.*) Die vorliegenden Heft« enthalten die sehr ausführliche Einleitung und einen kleinen Theil des ersten Hauvtstücks. Selbstverständlich ist da'eine Kritik noch verfrüht; wir beschränken unS daher auf eine kurze Skizzirung des Inhalts mit einigen untergestreutai Bemerkungen. Die Eingangs - .pforte trägt in I. die Ueberlchrist: Ein Gott und Eine Menschheit. Wir finden hier St.'S Hauptgedanken niedergelegt, der in fast allen feinen Schriften und Predigten wiederkehrt: An der Spitze des Judenthums steht die Lehre wie von der Einheit Gottes, so auch von der Einheit der Menschheit. Man glaubt vielfach, di« Lehre von der Einheit der Menschheit erst mit dem Proph-tenthum beginnen zu müssen, ja dasChristenthum oindicirt sich diese Lehre und vermeint den Narional-Gott Israels erst zum Univerfalgott der ganzen Welt, zum Allvater der tanzen Menschheit gemacht zu haben, der alle Menschen i-inn Kinder 'Nennt. Das Judenthum kennt keinen Nationalgltt Israels; er ist schon bei MoseS der Schöpfer des Himnels und der Erde und der liebende' Vater aller seiner Mmschenkinder. Di- Lehre von der Einheit des Menichenqe chlechts ist oemnach ein Grundpfeiler des Judentuums, wie die (monotheistisch,) Lehre von der Einheit Gottes. Jene wird gewöhnlich schon aus der Abstu.umun.; des Mensche igeichiechts uon Einem Mewchenpaar j ge:olgert, von ändert n Beweisgründen dafür abgesehen. ' Stein, folgert sie mit Heit ursprünglicher aus der Einheit Gottes. D e Lehre heit der dtenichh it von der Einheit Gottes und der Ein- Welt, wie St. so schön d lldet in umers Vaters Hause, der scheu sind gleich berech 'igle Bruder! Aussicht,»! Wien, Ccu'lvv. rali'v wurde »ach Bee» grundgefeo, belreffeuv dl Eingangsformel des geuommen. Dafür: di> Auvriewicz, Hormuzali, kmtet: ,.Die Freizngigke sagt, keine Stiefkinder Alle Men- (^orti. folgt.) Wo Hen bericht. > München, l>». Oe ober- Tie Münchener Eorresp." irtni'it't unterm l". v.: „Soweit uns dte Besttnimhiigeii des neuen Schnlgeseves belannl sinp, können die in der bifchöfstchen Adresse :r oollstänkigen irrer Erilchrrüirchnng der Schule für tinbegrünvet arrgeieben werlve». .Schlechte 'zum Ausdruck gelangend n Besorgnisse wegen er» Trenirring der.Schule vt n der ivcbc und wegen ou der henligen Sibu ng deo Reichsignng der bseneraivebaste das Sraals- Grundrechle, in der Sreeraldebane die :tzes. sowie An. l—;} vihne Debatte an- Linke, linkes Eeiirrnin; von der Rechten: Dr. Laudesberger, Prokopowrez.. Art. 1 l der Perioii und des Vermögens innerhalb des Sraaiogedieie unterliegt teiger Bestbräiikung. Alten Staatsbürgern, welche tu einer 'Äemeinde wohnen lind dafelst von ihrem Realbeüpe, Errve be »ird Einkoininen Steuern entrichten, *'i Sammlern von oubfcttbenlen wird das/ zehnte Exemplar gratis verwrlligt.

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