Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 7 (1867)
- Issue
- 27 (4.7.1867)
- Date
- 1867-07-04
- Page
- Seite 111 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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111 ) r zu erwerben, denn Liebe erweckt Gegenliebe. Der Zögling find sich dadurch zum Lehrer hingezogen, denn er sieht, daß derselbe seine Leistungen anerkennt und belohnt. Durch solche Handhabung der Belohnungen und Bestrafungen kann Schule und HauS nur gedeihen, die Willenskraft und der Fleiß des Zöglings nur gestärkt werden. Dem Schüler ist alsdann die Pflicht der Schule keine Last mehr, mit Freuden geht er dahin und befleißigt sich, die Liebe und das Zutrauen des Lehrers für sich zu gewinnen. S. Weintraub, Lehrer und Canto r der iSr. Gemeinde zu Dt. Eylau. die bei ähnlichen Anstalten Bei dieser Bewandtniß werthcn Liberalismus der sicht die jüdischen Ansta^ werden, und zwar um so Volksschulen einen Lffentll LyNstnryen isyarakiers MLygei ciw juw. dsürkte es nur von einem anei kennenS- Behörde zeugen, wenn in dieser Hinen den christlichen nicht nach gestellt mehr, als im Hesiischen die jüdischen ichen Charakter haben.- Biblisch - natürgeschichtliche Materialien zu ein Von & I- Aosenmeye Bilder. ein Lesebuche für isr. Schule» *). Oberlehrer an der königl. is :. Muster» schiffe in S. A. Ujhrly: Wochenbericht. Odernheim. Nachdem nun Datum und Ort für unsere Generalversammlung bestimmt find, dürfen wir erwarten, daß allerwgrtS Vorbereitungen zu einem recht zahlreichen. Besuche gemacht werden. Wir -erlauben unS dabet an ein Vorhaben zu erinnern, das im vorigen Jahre angeregt und vorbereitet, durch die Ungunst der Verhältnisse nicht angeführt werden konnte, — an die freie Lehrerversammlung. Wir hoffen, die dort angestrebten Zwecke mit der Generalversammlung wohl verbinden zu können. Wird auch unsere Zeit in den Hauptversammlungen hauptsächlich durch daS VereinSintereffe in Anspruch?genommen sein, so wird sich doch noch Zeit und Paum für reundliche, pädagogische Besprechungen, für anregende und gewüthliche Unterhaltung finden lassen. Schon daS Zusammentreffen mit so vielen strebenden Genoffen ist erhebend und ein Lichtpunkt an dem pst trüben LebenShimmel eine- Volkslehrers. Euchen wir uns in diesen uns geschenkten Tagen gegenseitig zu erheben, zu erfreuen und zu begeistern. Und wenn auch die Reisekosten bei manchem unserer Coüegen schwer inS Gewichl fallen mögen; — der Aufenthalt in Frankfurt kann sür unsere Collegen ganz billig und doch möglichst genußreich gemacht werden. — Wir hoffen daher, daß auch Nichtmitglieder unsere- Vereins erscheinen. Muß doch sicher jeder strebende Lehrer mindestens ein Freund, — wenn auch nicht gerade immer ein Theilnehmender, — unseres auf da» Wohl armer Lehrer und deren Hinterbliebenen gerichteten Strebensein. Sie können uns durch ihren Rath bei unseren wichtige» Verhandlungen unterstützen. Und, wie angedeutel, auch für Sonstiges soll gesorgt werden. — Darum erlauben wir schon jetzt auf diese eben so ernste und wichtige Verhandlungen wie auf das hoffentlich heitere Lehrerfrst aufmerksam zu machen. GudenSberg, 25. Juni. Die „HessischeMorgenzeitung- Nr. 2722 bringt folgende Nachricht, die da» Interesse der jetzigen Regierung auch sür unS jüdische Lehrer deutlich erkennen läßt. Eie lautet: „Berlin, 22. Juni. In oleicher Weise, wie den Zöglingen der jüdischen Vereinsjchule zu Münster und der jüdischen Lehrerbildungsanstalt in Berlin die Begünstigung einer Kwöchentlichen Dienstleistung bet einem Infanterieregiment behufs Ableistung der allgemeinen Wehrpflicht zugestanden »st, ist jetzt auch auf den Antrag de» Oberpräsidenten der Provinz Hessen, H rrn v. Möller, d ieselbe Begünstigung den Zöglingen deisraelitischen Schullehrerseminars rnKassel verliehen worden, insofern nämlich dieselben durch die königliche Prüfungskommission mit einem BefähigungSzeugniß versehen werden. Diese- Seminar ist früher zur Ausbildung jüdischer Elementarlehrer daue-nd begründet worden und wenn e» auch nur den Charakter einer Privatanstalt besitzt, so steht eS doch insoweit unter der Leitung der Staatsregierung, als dieselbe die Abiturieutenprüfung abnimmt und dabei dieselben Anforderungen stellt, t II. S ie Pyramiden. Die Pyramiden si> d viereckige, von einem breise« Grund auS allmählig in eiwr schiefen Richtung spitzig zulaufende Gebäude, die oben in einer Spitze oder in ein kleine» Viereck sich endigen. Wahrscheinlich wurden sie errichtet, um als Be« gräbnißplatz der König: und de» Gotte» Apis zu dienen, da man in den geöffneten ieinernen Sarkophagen Ochse, und Kuh^ deine gefunden hat. Dian nennt sie wohl auch Toldtenpalästel Ganz rn der Nähe de Pyramiden liegen einige Granittrümmer, einige nocb im Bi den vergrabene Maurerreste, wahrscheinlich die letzten Ueberrest! der Ruinen de» berühmten Labyrinths. Bekanntlich bestand da» Labyrinth aus 12 Palästen, von bene» 6 gegen Norden.und i i gegen Süden waren, die aber zusammenhingen. Das ganz e Gebäude hatte 3000 Zimmer, von welchen die Hälfte obeihalb, die Hälfke unterhalb der Erde war. Nur in die Gemächer i der der Erde wurden Fremd« einarführt, sie mußten aber vertr iute Führer baden, denn btie Eingänge waren so vertheilt, daß man sich allein nicht zurecht finden konnte. Ueber seinen Zweck ist man nicht einig. Einige halte» e» für ein gemeinschaftliche» Gebäude der zugleich jregiexnden zwölf Könige Aegypten», andere erblicken darin eiche architektonische symbolische Dari ellung de» Thierkreises und des» Sonnen^ laufes. j j Ich habe eine groß: Anzahl von Pyramiden gesehen, größere und kleinere. Auch dl» Innere besah ich, wobei ich abwechselnd, bald ganz, bald aus dem Leibe kriechen mußt«, bald mehr oder weniger tief gebückt gehend die g-oße Gtgbhalle der Pyramide erreichen konnte. Weil die Erbauer der Pyramiden Unterdrücker der Religion waren, wurden späte' ihre Namen zu nennen verboten und nan hieß diese die „Pyramide de- Philition,- eines Hirten, d;r zu dieser lleit seine Heerde» in Aegypten weidete. Zeugt «» nicht von höchstem Muthe, zur Ausführung einer Laune, di« Tage eine» besiegten Volkes zu opfern« dessen Kostenaufwand für Zwiebeln allein, die von Iden ArbeitS, leuten genossen wurden auf mehrere Millionen Gulden gnzuschlage» sind. Beschwerlich ifi der in der ersten Pyramide aussteigende Gang; doch die Bedui nn, die bei der Fremden Ankunst von stundenweit entlegenen Dörfer» h'rbeilaufen, tragen denselben ohne Gefahr durch die niederen, dunkelen Löcher hinauf oder herab.' Die Pyramide v m Gizeb hat mir am besten gefallen. Als ich an diese Pyramid« kam, bemerkte ich.^daß mein Mitreisender bereitdie Hälfte der größten oder der Pyramide de» Hoep» erglimmt hatte, auf deren Gipfel einst 'Napoleon mit seinen Marschällen ein glälzci-des Mahl gebalten habrnZoll. Die Poramdengruppc vor Gizeh liegt auf einem Felsen, dessen, Fläche sich nördlich etwa 100 Fuß über die Wüste erhebt und' westlich nach derselbe! hinneigt. Au» weiter Fernt gesehen, waren mir diese drei ältesten und vorzüalichsten alle, Pyramiden wie Berge, von Lolken umhüllt erschienen. In der 'Nähe ) Vergl. 2. 157 >ir, 33 LeS vor. Jahrgang».