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Der israelitische Lehrer · 1867-06-07 · 23 (7.6.1867) · p. Seite 91

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
23 (7.6.1867)
Date
1867-06-07
Page
Seite 91 (sequence 3)
Language
German
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91 Stellen und Namenregister werden übergangen. Ziel ist gründliche Fähigkeit im Uebersetzen der beiden ersten Bücher mit Ausschluß der beiden letzten SidroS und zwar mit dem zurückgeiegten zwölften Jahre. Im 3. Der Tod der Söhne Arons und Kennzeichen der reinen Thiere in rra», ein Th eil von Dwnp der Festabschnitt in tich, die Schemittoh und Jobelbestimmungcn in tro, die Warnungen in inipm. Im 4. Die historischen Begebenheiten bei den Gräbern der Lüsternheit, den Kundschaftern un<> Korach. Im 5. Das 5. Buch ganz mit Ausnahme der poetischen Stücke. Die Elementarkiaffe hat zur Zeit bei Mädchen Schreiben. 5. Hebräisch Lesen oder Oren. Dieser Unterricht beginnt in der zweiten Halste des ersten Jahrgangs, wenn erst mehrsilbige Wörter gelesen werden, allenfalls bei der 27. Lection in Hästcrsi-Fibel. Als rein mechanische Uebung wird bietet Unterricht nur von,Hilfsschulen, ertheilt, auch dann noch, wenn schon die Fibel der Tefilloh gewichen ist. Die Elementarklaffe hat dresen Unterricht täglich. Lesen und Nachmalen der Qualdratschrift wechselt mit einander ab. Indessen :n der Mittel- und Oberklasse be'orgt der Lehrer selbst den Unterricht zwei Mal wöchentlich. D's hebräisch Lesens kundige Knaben erster Klasse präpariren rder repetiren Pentateuch. Mädchen dieser Klasse sind je-, doch selten davon zu dispenstren. Ter ol enerwäante Spruchs und Gebetsunterricht für die Elementarklaffe fällt in diese Stunden, weil die dadurch verursachte Störung in den Lesestunden am ersten geduldet werden kann. In der Leiestunde werden memorirte Vocabeln abgefcrtigt. Für die Leieübungeu werden diejenigen Gebetsstücke zusanemengruppirt, die zu einer vorgeschriebenen Andachtsstunde zusammen gehören. t>. Jüdische Geschichte nna Jüdisch Lesen. Eine Stunde jüdische Geschichte wöchentlich für 1. und 2. gemeinschaftlich. Der Stoff ist durch Hechts Lesebuch schon abge,renzt. Wünsch, nswerth, ja Bedürsniß märe es, daß einiges Material im Leiebuche in jüdisch-deutschen Druck- und Schreibelettern vorgetragen würde. Die Kenntniß dieser Schriftzüge ist fast ansgistarben, obgleich sich dieser Mangel sehr jühlbar macht. Wenig jüdische Kinder versühen ein Techineb- Buch, noch weniger einen jüdischen Brief zu lesen. Jüdische Dienstmädchen sehen beim Metzger den Koscherzettel, können ihn aber nicht lesen. Wenn auch im Schreiben Uine Kalligraphen ausgebildet werden können, so muß im Lesen Geläufigkeit erzielt werden. Doch erfordert das ebenso gut seine Uebung, wie das Latcinischlesen und in gut eingerichteten Lesebüchern find die lateinischen Leseübungen wohl berücksichtigt. Warum sollte dies nicht unbeschadet des Systems auch in einem Lesebuche für jüdische Schulen geschehen können? Bei dem riesenmäßigen Material muffen alle Portheile der Methode oukgebeutet werden. Eine bescndre Stunde für jüdisch-deutsche Schrift ist nicht auszubringen. Wird auch hin und wieder eine kurze Zeit darauf verwendet, so bleibt das immer nur eine eingeflikle Behandlung. Ganz anders aber, wenn solche Unterrichtsstoffe darin dargestellt wären, die im Unterricht verarbeitet werden muffen I Für die Physik ist im Häster die lateinische Schrift gewählt; für die jüdische Geschichte sollte es jüdisch-deutsche Druck- und Schreibschrift sein. Der Lehrer trägt die Geschichte zuerst vor, d. h. wen, sein Gesundheitszustand das öfi ere und anhaltende Spreche, i erlaubt, sonst läßt er sie gleic, lesen, fragt-und läßt die Hauptpunkte wieder erzählen dann lesen die Schüler. Dieser Unterricht ist zug'eich e ne Lesestunde und wird dabei verweilt, bis Vas Pensum grt gelesen wird. Beim Les« wird die Mittelklasie mehr b rücknchtigt. Nur die Halste einesl jeden Jahres wird jüdishe Geschichte genommen, dze andere Hälfte Physik oder C» turgeschichte. 7) Jüdisch Schreiben, Die Elementarklafle schreibt die Buchstaben von. einer dazu fufgehängten Tabelle auf hie der Buchstaben. Die Mittbl- 3ö: ter rinv Sätzchen von der lernt Lesen. Die Oberklaffe , liest die Vorschriften und Uebung, deutsche Lesestückel in Stunde monatlich, häusliche Tafel und lernt die-Namen klaffe schreibt Buchstaben, Wandtafel ab in's Buch un schrei t nach Vorlegeblätter^ schreibt, als orthographische jüdischer Schuft ab. Eine Aufgaben wöchentlich. 8. Schulandacht. Mit/jedem Morgen wird bald vom Lehrer, bald vom Schüler «in kurzes Gebet verrichtet, [bet täglich zu lernende Bibelspruch angcsggt. Nachmittags im Wintersemester Minchoh mb Marli — Sommerseujester Minchah gebetet. Ein Knawe betet vor. i e-u t.s ch. 1. Lesen und Realien. Das Lesen ist als Mittel zur Fortbildung eine de» wichtigsten Fertigkeiten, welche sich ein Mensch erwerben kann. Die Schule muß daher den! entschiedensten Werth auf diesen Unterricktsgegenstand/legen! und ernstlich dafür sorgen, daß jedes Kmd gut d. ß. ge-! läufig, lautrichtig, wohllautend, mit sinngemäßer Belonung lesen kann und sich den /Inhalt des Lesebuches geistig angeeignet hat. Dieies Z»l darf aber nicht bis. in die spätern Stufen verschoben, muß vielmehr schon in der Elemeutarklaffe ins Auge gefaßt njerben. Es findet keine Trennung zwischen mechanischem, loc In der Elemen zweiten Schuljahres ist Anfang Hästers Fibel ischem und Lesen mit Gefühl statt, ark lasse. Bis zur'Häme des außer den Wantfibeln f rr den ium Leselernen in Gebrauch. Bei 2 Stunden unmittelbar n Unterricht wöchentlich muß die Fähigkeit erlangt sein, non der kleinen Bibel als Lesebuch Gebrauch machen zu können. _ Auffassung des Inh, lts und mündliche Darstellung wird schon auf der Fibelstme angefirebt. Eine geeignete Gelegenheit zu zweckmäßigen Anstauungen wird wahr;enommen. Bei dergleichen Beranlaffung wird die ganze Klaffe in den Unterricht ve, flochten; sonst schreibt der zweite und dritte Jahrgang solche Sätze und Lescstückchen Wörter, nieder, die in andern Stünden so vorbereitet wurden, doiß sie zum Niederschreiben eis sind. Von der Behandlung der kleinen Bibel als Lehrbuch und wie die ganze Klaffe dilbei betheiligt wird, ist bereits oben, gesprochen. Zwei Stunden wöchentlich sind dasir anzu beraumen. Hier werde noch bemerkt, daß recht oft a dieser Stufe der diblishe Stoff zu orthographischen m siytlstischen Zwecken verwendet wird, bald als Abjchreibe , bald als Dictirübung, bald als Schreiben ecks dem Sedächtniß, namentlich der Ker »stellen, nachdem dieselben eabgerundet gefaßt und rücksichtlich ihrerLrthographie pcäpanrt wurden. Neben diesem Fibel- und Bibellesen besteht en Vor-

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