Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 7 (1867)
- Issue
- 23 (7.6.1867)
- Date
- 1867-06-07
- Page
- Seite 90 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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90 Treue gegen das Juurux denthum. Sabbatfeier. Wn, hon mry nnoer . ' . nV-on ,B'np"7r>3B' ivr-i Israels - in der Menschen ' x-n nn«, U’bj/ Zukunft. Die Bedeutung der Feste.. Benediction für diese. Die Buße und Vergebung..' Dcselbst. Bestimmung des Menschen. P'sö «ai Die Glaubenswahrheiten. Gottes Vorsehung. Gott in der Natur. trznj? ,p>ep i’xnn Psalmen. Pflichten gegen sich selbst, niax 'p^L Sittlichkeit. Jedes Blatt in der Tesilloh bietet fast so viel Material, als ein ganzes Religionsbuch. Ja; selbst die bereits beseitigten Stücke als p,pa rar« :c, können noch^zu zweck mäßiger Belehrung über Tradition rc. verwerthet werden. Wenn der Religionsunterricht das Kind religiös machen soll, io wird das aus der Tesioh am sichersten gelingen. Ja weit eher; denn sie steht in weit höherem Ansehen als ein in unserer Zeit geschriebenes Religio sbuch. Sie wird als ein heiliges Buch angesehen, wahrend das Religionsbuch als etwas Nachgeahmtes aus fremdem Gebiete, sich nie diesen Boden im Judenthum gewinnen wird. Ader auch in pädagogischer Beziehung darf man sich für den Religionsunterricht aus der Tesilloh mehr versprechen, indem begriffene Belehrungen durch den alltäglichen und allsabbath lichen Gebrauch des. Gebetbuches sich von selbst repitiren und dadurch erhalten werden und das ist die Haupt ache; — während dem Religionsbuche selbst von bessern Menschen späterhin keinerlei Beachtung mehr geschenkt wird. Behandlung^ Der Schüler bat eine Tesilloh mit Uebersetzung. DaS zu übersetzende Stück wird zunächst in der Uebersetzung gelesen,, die Austastung der Inhaltes, wo sichS nicht von selbst versteht, die Austastung der Lehren, das V-'rständniß der Begriffe durch geeignete Fragen angestrebt, aus dem einschlägigen Abschnitt im Rel gionsbuch und umgekehrt hingewiesen und auf daS Rituell am geeigneten Orte aufmerksam gemacht. — Dann erst wird übersetzt. Dazu müßten die dazugehörigen Vocabeln in einem Vocabelär wie daS von Hecht memorirt sein. Die zum U.ebersetzen unentbehrlichen grammatischen Haltpunkte werden nicht m einer Grammatik glernt, sondern beim Uebersetzen ausgesunden Den Knaben verhilst der Pentateuchunterricht zu dem Nöthigen' aus der Grammatik, den Mädchen leistet die Uebersetzung. die nöthige Nachhilfe. Wo eS angeht, wird nicht vorübersetzt. Die zweite Abtheilung <die jüngern Kinder) memo rirt gleichfalls Vocabeln , welche nur abgefragt werben. Beim Uedersetzen hört sie zu, litfl, was die Fähigern übersetzen, übersetzt einzelne'Wörter und leichte Stellen. Doch hat sie be» einem Hilfsschüler wöchentlich 2mal Uebcrsetzungsstunde besonders — und zwar während einer Sprach- und Rechenstunde in der Elementarklaffe. Zwei Stunden wöchentlich werden dafür festgestellt. i Ziel ifl Kenntniß der ganzen Tefilloh mit Ausschluß der! Stoßseufzer und Rachegebete, mystischer und auf den OpfercultuS bezüglicher Parthieen Muß das Material noch mehr i beschränkt werden , so bleiben die Stufengesänge und .-uro np noch ausgeschlossen, und die Perokim werden in der Uebersetzung gelehrt. Eine methodische Aufeinanderfolge ist durch das be- -reit« erwähnt- Vocabulär schon aufgestellt. Doch ist diese Forderung äußerst unwesentlich. Die Elementarklaste hat inzwischen hebräisch Lesen, und zwar nehmen die älteren Lesen von Vocabeln und deren Uebersetzung. 4. keutatsuod, Chumesch. Nur Knaben nehmen daran Theil Mädchen werden unterdeffen zum Mitunterricht verwendet. Die, welche nicht in Anspruch genommen sind, lesen hebräisch, jüdisch-deutsch und jüdl che Geschichte. Mit Ablauf des dritten Schuljahres nimmt der Chumeschunterricht seinen Anfang. Es wird nur in äußersten Fällen vorübersetzt. Das Vocabulair von Joel Nathan oder Hecht ist in den Händen der Schüler Die Vocabeln! zu den wenigen Versen muffen fest memorirt sein; ehedem/ wild nicht übersetzt Das Vocabullarium ist so zu vertheilen: die Elementarklaffe lernt.6 Kapitel das 4. Schuljahr . .... 12 „; „ 5. Schuljahr .18 „ mit steter Widerholung des Früheren. Mit Ende des 10. Jahres ist jo ein wesentlicher Schatz von Hebräisch gesammelt. Die Schüler vom 9. bis zum 11. Jahre unterrichtet ein Hilfsschüler zwei Mal wöchentlich unter der Aiffsicht des Lehrers. der während dieser Zeit n der Elementarklaffe Schreib,- Lese- und Aufsatzübungen nimmt, wobei es immer möglich bleibt, vom Chumeschunterncht Notiz zu nehmen und einzugreifen. Außerdem erhalten sie die letzte Viertelstunde von dem Unterricht in der O'ierklasse vom Lehrer selbst. Im Uebrigen sind sie Zuhörer. Doch /eh? die Neulinge ihren Kursus beginnen, nimmt der Lehrer /erst einige Wochen hindurch unter Zuziehung der Oberabkheilung so viel aus der hebräischen Grammatik, als nöthigj ist, um den Schüler die Uebersetzung bei einiger Nachhülfe 'finden zu lassen. Auch der lehrende Hilfsschüler muß ghammatisch unterrichten Vorläufig gehört in diesen grammatischen Krei^ 1) Kenntniß der Personalbuchstaben. 2) der Hauptzriteu.! 3) Poffevrpronom. 4) Dritter und vierter Fall des PersvnalpronomS 5) Bedeutung des Lamed. 6. Einfluß des War». 7) Präpositionetr. Hiermit kann die Uebersetzung rchon zu Stande kommen, wenn die Vocabeln fest gelernt sind, und der Schüler sich außerdem noch durch Hülfe einer Uebersetzung p'äparirt. Tie Conjugationen und die Unterscheidung der actioen und prssioen Formen folgen später. Nie findet ein gesonderter grammatischer Cursus statt. Das Unentbehrlichste wirt beim Chumeschunterricht angelehnt. Die Schule hat daS Kind in das Heiligthum der Thora einzuführen, nicht al er jüdisLe Religionsgelehrten zu bilden Mit den granmatiichen Arbeiten verstreichen die Jahre und der Pen ateuch wird zur Lectü-e behufs sprachlicher Zwecke herabgewürdigt. Durch daS Vocabulär ist die Aufeinanderfolge schon ron selbst bestimmt ES ist die der Sidros. Ar.stößige