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Der israelitische Lehrer · 1867-05-09 · 19 (9.5.1867) · p. Seite 75

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
19 (9.5.1867)
Date
1867-05-09
Page
Seite 75 (sequence 3)
Language
German
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75 Unmittelbar nach der Ankunft der Fürsten zeigten die Beamten wieder ein den Juden wohlwollendes Benehmen. Aber die Feinde der Juden verdoppelten ihre Jntriguen und Anstrengungen, durch alle zu Gebote stehenden Mittel, die freisinnigen Pläne des Fürsten zu vereiteln. Es gelang ihnen, in den Kammrn eine den Juden systematisch feindselige Partei zu organisiren, und ihr Einfluß war stark> genug, um die Gesetzesvorlage zurückzu weisen, welche den Juden die verlorenen Rechte wiedergeben sollte. Am Frohnleichnamstage deS Jahres 1859 brachten sie ein Gesetz ein, nach welchem die Regierung den Israeliten jedes Recht verweigern solle. Auf diesen intoleranten Antrag antwortete die Negierung nach einiger Zeit am 29. > Septbr. 1859, mit folgenden, in der amtlichen Zeitung mitgelhcilten Beschlüsse: „Seine Hoheit wünscht alle Unterthanen Serbien's, ohne Unterschied der Abstammung und Religion, an den "Wohlthaten der Freiheit Tyeil nehmen zu lassen und bej "stehlt, daß alle früheren, mit diesem Dekrete unvereinbaren! ^Gesetze als aufgehoben zu betrachten seien. Die Behörden > ^werden darüber wachen, daß kein Bewohner des serbischen „Landes, von welchem Volke oder von welcher Religion er ' „auch sei, gehindert w.roe, sich nieoerzulaffen, wo es ihm ' „beliebt, und dem Handel oder einer beliebigen Beschäftigung 1 „sich hinzugeben." (Fortsetzung folgt.) Leipzig, im April. Eine deutsch: Mortari-Afsaire. und zwar in Cec friedlichen Hundelbstadt Leipzig, Kürzlich me deten die Leipzizer Blälter zur hohen Erbauung der ,Zrommen im Land, daß ein 14jäbriges Judenmädchen TagS zuvor in der TbomaSkirche getauft worden sei. Ein paar Tage nachhw brachte nun das „Leipziger Tageblatt" na hsteh »de „Bekanntmach mg!“ „Die Welt soll es erfahren, was sich in Leipzig 1867 zugetragen, eine ähnliche Maria'>gesbuchte, wie e» der F>ll in Rom war. Mein Kind, Jda Elbmann. geboren zu Jestnitz im Herzogthum Anhalt, i'ra.liüschem Glauben angeaö.'i>, war au der Erziehung beim Buchbindermeisi r »chmahler, ist am 4. April durch Herrn Dr. Mille g t ru t worden Ich habe bereitschon seit läng rer Zeit protenirt dagegen, keine Erlaubniß eriheilt, eine solche Handlungsweise vor.u weinen, doch Alles ohne Erfolg Ich habe keinen Schutz und Beigand hier g fanden. Hermannn Elbmann " Die schlechte Grammatik wirft w'Thitsache nicht um. Ob Niemand auf die Idee verfallen wird, diese „MortaiazJ.sichte" ebenso wie das Römische Orizg l im aunriomstischen Sinne auSzubeuten? (G'gcnirar'.) München, 27. Apr>l. In einer an sämmrliche Kr-isregierungen und Landw'hr-K eis-Eommaudos ergangenen Entschl eßung vom 25. d. M. bat das l. Staat rminiä rium des Innern im Einverständnisse mit dun k. Staatsmin st'rium der Justiz ausgesprochen, daß der Ernennung is aelitifcher llt.tare, Advokaten rc. rc. zu L indwebr-Auditoren ein gesetzliche- Hinde niß nickt entgegenstehe, nachdem die Beschränkungen, denen die Israeliten zufolge ihres Glaubens bekennt: sisses oezüglich der Berufung zum Landwehr-Aud'. or-,enste, foro'"* bezüglich ihrer Zulass .ng zu öffentlichen Aemtern überhaupt bisber unter mors n waren, tbeils ausdrücklich an'g b,b.n, tve s > it dem in %. 5 VS IV. Titels der Verfassungsurk.in'e anerkannten Gruncsatze der Gleichbesähiaung der baver''chen Saarsaugebörigen zu allen Ar en des öffentlichen Dienstes unvereinbar <e>cn u >d das einzige Bewerben könne, nämlich Ziffer 4 deS Capitel gründete Unfähigkeit der und Zeugen-Eiden in DiSciplinarstraf gebiet I amtstefugniß der Landnseh XI:i sie ln $. 14 des Capitel x.[unb $. 1 l. der bayerischen Gerichtsorstnung be- Jsraeliten zur Abnahme von Parteien- Civillachen. — gegenüber de' aus das Landwehr sich besch'änkend.n Richter» e-Auditore als bedeutungslos erscheine. Vorlä XIV. allgemeinen fiffet Programm der deutschen Lehre rvefsaimmlang* st itr, die Voroermm nli l'hreren wird die Wabl Versammlung beim Be. gebracht werden sollen, Zur Tagesordnung meldet worden: A. für Schulqeichzebung der Mit Genehmigung des König!.- Preuß. KuNusni wird die im vorigen Jahre vertagte XVI. allgemej Lehrerverjammlung in ser Psingstmoche dieses Jahres beim gehalten werden. Die Hauplsitzungsinden am Dienstag, Mi. Donnerstag der Psin gstsvoche., den I I , 12., und 19 Juni d. I, inisteriumS ne deutsch« zu Hildes, twrch und!g am Abend deS 19. Jung. In"der lerer, welch» als Vorsitzende dieser Lehrerinn der erü n Hauptsitzung iü Vorschlag eolszoM, diesmal aber durch Wahlzetteu find bis jetzt folgende Vorsräge 'angcsie Ha >p siyung m: 1) Prinzipien der I htzcck (.Fortsetzung der Vechandlungea zu Leipzig 1865). — 2 heodor Hosfmann, Oberlehrer in Ham» bürg. 2) Worauf nnj die Schule der Gegenwart b sond rs gegründct sem?^— Tie >emann,-Schulvorsteher und Mitglied der ' nilbehörde in, Hamburg. 9) Schule und S-. ulvorüed-r in Prenzlau. 4) Soll die Schule der Zukunft dm geb'gten Erwartungen fntiprechen, so muß ein viel größe'S Gewicht, als bisher geschehen >st, auf d-e Ausbildung der Si ne gelegt werden. — B. Schlotterbeck, Schuivorsteher in Wism ir. 5) WaS kann und soll dw Erziehung is tbun. um m Hang zuri Pwtiku'arisM'uS in '.ec auflwachfen''ea deutschen Jugend zu be chw.cktigen und auf sein rechte- Maß zu beschränken? — A. i ä bmidl, Lehrer und Organist am Dom ,u Naumburg. fi) De! VolkSalcrzlaube und die sSchusk. — Dr. Riecke, Ltadipfa'ler in ufsen (Württenchrrgl. 7) Die Adiepbore im llnlernch e. — D. Hör4 Kcfernein in Dresden. 8) Schü erstckiink. — -Jt. Schröter, Professor, Direslor der 1.! Bürg-rscbule zu Mannheim. 9) Des Hauses Werthg des Wei» . des Welt. — Dr. A. 'Meier, Direktor einer Töchtcrschule zu! Lübeck. 1>») Das Ge.:>" lesle en und die erziehliche s«nw:r'u«s : auf danelee. —' Dr. Zimmermann, Schulvorsteöer in Ham-! bürg >1) Charakterbüdun.. — Backhaus, Lehrer an! der Realschule in Lünecurg. 12s Rei»i>zung der keutlchen Svrache von i sir mdwörtern — Ho Ick er. Lehr r in HildeSbenn. u>) Jnwle-! weit ist ein zwel^mäßig r Gelchichtsunterricht in der Volksschule i an dem sittlichen siortichri it der R »zeit betbeiligt? — I. Stery, Wailenbqusin xektor in ^e:s.m. 14) Der naturgeschickl ich' Unterricht in der liolksschi! le. — B.eust, Lehrer an d r böheren Töchterschule in Goslar. 15) Wi: hat sich die Schule der Stenographie wgenüber z> verhallen? — Dr. Knövma lcl in Lmden rc: Hannover. H. i> r Reger.versammlungcn: a) Die Verb'.iiduni des Hauses nick?w Schule. — Em Vertreter deS Er-;iehungsverejns zu HiU>, th.-im. b) Welches sind die Ziele, die sich der F öbel'iche Kmte garten ru steckeck hat? (.Zur Sektion iur Verbindung des Klnreraartens m t dem Aellenibvuse.) — 21. Köbler, Direktor dee Lebrerinneus minarS in Gutba. c) danken, welkes nach der damaligen Gesetzgebung gegen die Zu,! Rolbwend gkeit, Hnlsamk.it und Verfassung einer makoematischlafsung der Israeliten zu Richterämt-rn noch geltend gemacht j naruewisseuschastlichen S.klion inn.rhalb der allgemeinen veut-

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