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Der israelitische Lehrer · 1867-02-14 · 7 (14.2.1867) · p. Seite 26

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
7 (14.2.1867)
Date
1867-02-14
Page
Seite 26 (sequence 2)
Language
German
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26 vock Ludwig Rudolph, Oberlehrer au der städtischen höheren Töchrerscbule zu Berlin. I. Ablbeilung : Lehr- und Uebungsbuch, 3. vermehrte Auslage, 1b Zgr. II. Abtheilung: Lesebuch, 10 Sgr. Berlin. Nicolaiscbe'Buchhandlung (A. Enrrt u. L. -Lindner) 1366. Der Verfasser dieser Schriften bietet in der ersten Abtbeikung zuerst ausführliche Leseübungen; die zu diesen Leseübungen verwendeten Worte sind jedoch übersetzt (in Jacotot'- scber Manier^. das deutsche Wort unmittelbar unter dem ,vran:ksischsnt 'svdann im zweiten Abschnitt eine Grammatik und im dritten Abfchyitt Uebungsansgaben. In der Vorrede sagt der Herr .Verfasser^über seinen Lehrgang: dasi es nicht meine'Meinung ist, diesen ganzen Abschnitt hinter einander dnrchzuarbeiten, versiebt sick von selbst; die einzelnen Abschnitte sind überhaupt mehr neben al^nach einander zu benutzen. „Der Lehrer läßt die französischen Sätze eines Paragraphen des .dritten Abschnitts über eine bestimmte Regel leien und übersetzen und macht dabei auf die neue Iorin und Wendungen aufmerksam. Dann wird die entsprechende Stelle des, zweiten Abschnitts aufgeschlagen, wo die :>!ezel in nebeneinander gestellten Beispielen anschaulich gema bt ist und aus denselben entwickelt werden kann . Also 1) Anschauung; 2) ,yirmmg derselben bis z»m klaren Bewrsitfein; 3) Anwendung und Ginübung." Die Lesestücke im zweiten Tbeil sind gut gewählt und der ganze Lehrgang ist sehr der Beachtung, werth. Real t-Encyclopädie des Erziehnngs- und Uuterrichtswesens nach katholischen Principien, von Rolfus und Psister. Mainz, Druck und Verlag von Florian Kupferberg. 1366. Das von unS öftersgenannte Werk ist nun vollendet. Obwdbl dasselbe streng nach. katholischen Principien abgefasit isi^ können wir doch nicht umhin, wiederholt zu constarireu, dasi es sich von intoleranten oder gar fanatischen Avisierungen im. Ganzen frei zu halten wusite und auch die Gegiser seiner Anschauungen (so;. B. Diesterweg, im Anhangs) schonend behandelte. Wochenbericht. Harburg,- den 27. Jan. Weither Herr College! Die 'Rr. » Ihres „Lehrers" crnagl eine Korrespondenz „Von der hannover'schen Gränze," auf welche ich schon vor 3 Tagen eine! Erwiderung Ihnen gesandt', wenn jener Artikel nicht mit Öen: Worten. „Schluß iolzt" geendet haben würde. In der Meinung., daß jener Korrespondent uns noch einige Weisheit auitisckest würde*), mußtenjswir mitunserer Antwort zurückhalten; da ater Rr. 4., hie uns gestern zugekomnien, weder Fortsetzung noch Schluß.enthält, wollen wir doch jenen Artikel nickt veralte^ lassen, vielmehr Dem Herrn Einsender folgende Werte.zur Erwägung vorstellen. — Wer sollte wohl zuvörderst auS der 'ganzen Frffung deS Artikels schließen, daß ihn ein „Unparteiischer* geschrieben habe? Ich nicht! Ein Unparteiischer erlaubt sich feine Gehässigkeiten gegen seine Collegen! .Oder ist der Einsender kein College, dann gegen seinen Rebenmenschen! — Ist es vielleicht nicht gehässig, von der Lehrter Versammlung so zu urthsilen, wie es der V rfasser aethan? Woher hat tdenn so genaue Aenntuiß,von der Lehrwr Versammlung? Weiß er so genau, tag wir, die wir die Versammlung berufen, einen besseren Erfolg erwartet haben, daß auf diesen jenes alte Sprich-!* -chlutz folgte in Jir.’ 5. Rev. »on von de» t»dten MäuSlei« anwendbar sei? — Hat der Einsender etwa unsre Protokolle gelesen? Dann sollte er wissen, daß wir in Lehrte nur unfern Verein neu constituiren wollten, (und das ist geschehen!) da die Sarstedter Conferenz, wohl durch verkehrte Leitung, uns nicht da» geboten, wa» wir von ihr erwartet hatten! — Aber auch das ist gehässig, al» größte» Hinderniß des Zustandekommen» unser» Verein» den meiste« hannover'schen Lehrern Furcht vorzuwerfen! Furcht? Vor wem denn? — Da» Gehäßigste des Ganzen aber ist der Schluß: Es solle ein Lebrer in dem andern, ein College in dem andern, einen „Verrätber" finden! Wir danken dem Herrn sehr, daß er un» und noch ein paar Collegen na nentlich hiervon ausgeschlossen bat; aber wir erklären ihm hierdurch, daß wir seine Worte, gelinde gesagt, für Humbug halten, und daß wir ein« bessere Meinung von unfern hannover'schen College« haben. — Dabei wollen wir ihm dann doch auch noch mitgetheilt haben, daß der in Lehrte neu constituirte Verein lebt; daß wir n"'"N am Montage vor inpmv unsere Conferenz in Hannover abbalten werdm; daß wir ferner auf eine starke B.thellung unsres Hannover'schen Collegen rechnen, die, nach 8- 4 der Statuten, auch obne vorherige Anmeldung sich betheiligen können. Endlich kann ich ihm auch schon einen Tbeil unsrer Tagesordnung mittbeilen:. Unterzeichneter wird wiederum, und dieses Mal wohl mit dem besten Erfolg, über allgemeinen Anschluß am deutschen Unterstützungsverein referiren, und Sommer wird über Verbesserung der Zuchtmittel in der - Schule einen eingehenden Vortrag halten. Entsprechen wir -o damit nickt schon dem 8- 2 unsrer Statuten? Ich erwarte aber noch m:hr Betheiligung an der Tagesordnung, da nach 88- 1? und 18. den Collegen noch viel Zeit dazu verbleibt. Zum Schlüsse möchte ich dem Hrn., Einsender jene» Artikelden woblgemeniien Rath gönnen. mit s inen, für die Oeffentlichkeit bestimmten Aufsätzen künftig etwas vorsichtiger zu sein. I. S. Fleischhacker. Wir entnehmen diesem Schreiben unsres geehrten Collegen und FreundeS mit Bedauern, daß wir durch die alle: Wahrscheinlichkeit nach pseudonyme Unterschrift deS betreffenden Correspondenten getäuscht wurden und indem wir bereit ünd, auch über den zwecken Theil des Artikels jedwede Gegenerklärung aufzuaehmen, bitten wir um Entschuldigung, wenn, wie es selbstverständlich ist, die Unbekanntschaft mit den Verhältnissen un» täuschte, so daß wirin dem Schreiber einen wohlmeinenden Freund der Lebrer Hannovers und keinen Feind derselben erkannte«. (Die Red.) Paris. Salomon Muuckisttodt! Diese-Trauerkunde, die die neuesten Tageblätter berichten, wird überall, wo jüdische Her;-n Verständniß habe.« für jüdische Wissenschaft und jüdisches Leben, tief ergreifen. Indem wir in Ergebung ira rrcxn l’i sagen, können wir nicht umhin, zugleich im Hinblick auf die vielen Lücken, die in den letzten Jahren unter denjenigen Geisteshelden d s Jadenthums entstanden, denen die jüdische Wissenschaft unsrer Zeit ihr: Erhebung aus den starren Fesseln der letzten Jahrhunderte verdankte, ein tzp 82dl i’renzra beizufügen. Salo^non Munk war geboren zu Iroßglozau, kam jedo L früh schon nach Paris sind war daselbst so brchgeebrt, daß er in den letzten Jahren Mitglied der kaiserlich - französischen Akademie und erst im vergangenen Jahre zum Professor für den Lebrstuhl der orientalischen Wffscnschasten an d:r Universität (Sorbonnel vom Kaiser ernannt wurde. Er war jetzt 6l Jahre alt. Obwohl seit vielen Jahren erblindet, vollendete er kürzlich de»i»or<- nebuchim, jene3 erhabene Geisterwerk unCrs Maimonives, in parificirtem Urterte und mit französischer Uebersetzung — ein Meisterwerk der neueren Wissenschaft, da» besonders in Anbetracht dieser Blindheit eine erhabene Heldenthat des Geiste» genannt zu werden verdient, die jedenfalls unvergleichlich ist. Zu dieser Höhe schauen 1

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