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Der israelitische Lehrer · 1867-02-14 · 7 (14.2.1867) · p. Seite 27

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
7 (14.2.1867)
Date
1867-02-14
Page
Seite 27 (sequence 3)
Language
German
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27 — wir gewöhnliche Menschenkinder wie zu -Unfaßbare« empor. Dies Werk allein sichert dem Warnen Munk's Unsterblichkeit. Wir werden unS bemühen, eine ausführliche LebenSscizze dieses Mann-s zu bringen. Friede seiner Asche. — Der „Freiburger Bote* (katholisch, resp. ultramontan) wurde unlängst angeklazt wegen einer Stelle in Nr. 143 vom 22. Dezember in der „Rundschau": der deutsche Kaiserstaat — lan- 'tend: „Nicht das Koncordat, sondern die Juden als zur immerwährenden Peinigung und Kreuzigung Christi am Christenvolk bereite Geld- und Wuchermenschen find ein Hauptunzlück de» , Kaiserstaates." Die Anklage beantragte eine Strafe von sechs i Wochen Gestinzniß und eine Geldstrafe von 25 fl.; das Blatt wurde jedoch sreigesprochen. Die „Freiburger Zeitung" (liberal) sagt hierüber: Bei der dritten Anklage*) ist es uns völlig unbegreiflich, wie man das Gewebe von allerzewöhnlichfter Advokatenkunst jnicht hat zerreißen wollen. Also die beschuldigte Stelle lautet: Nicht daS Konkordat, sondern die Juden, als zur immerwährenden Peinigung und Kreuzigung Christi am Christenvolk bereite Geld- und Wuchermenschen, find ein Hauptunglück des Kaiserstaats." Herr v. Wänker behauptet, hier sei überall "nur von Oesterreich die Rede; was aaer von Oesterreich gelte, das gelte nicht auch an und für sich von Baden. Gottlob und Dank, daß wir diesen ietztern Satz freudig unterschreiben dürfen. Aber dennoch steckt ein groher Schnitzer gegen die Log'k, ja gegen die Grammatik in der Behauptung v. Winkers. Richtig ist, daß der Hauptsatz der angeschuldigten Stelle: Nicht das Konkordat, sondern die Juden find ein Hauptunglück des Kaiserstaates." lediglich aus Oesterreich geht. Denn hoffenilich wird der Bote nicht so thöricht sein, den Günzburgcr, oder Ctllinger oder Oppenhnmer auf irgend einem badischen Neste für da» Unglück Oesterreichs verantwortlich .zu machen. Aber die Beifügung: „Als zur immerwährenden Peinigung und Kreuzigung Christi am Christenvolke bereit: Geld- und Wuchermenschen" geht nickt bloS auf Oesterreich, sondern auf alle Juden in der ' Welt. Cs müßte denn etwa sein, daß der Herr Christus nur für Oesterreich vorhanden sei, oder daß esnur in Oesterreich ein „Christenvvtk" gebe. Bekanntlich aber sind die Christen aus der ganzen Erde verbreitet, unter anderem auch in Baden. FolAlich geht jene einen Relativsatz (welche ... find) vertretende Berfügung auch auf alle Juden, somit auch aus die badischen. Wir beschränken uns für heute auf dieses. Wir haoen darin unsere Ansicht der Ansicht des GerichlsbofeS gegenübergestellt und gefunden, daß die nnsrige dem ihatsächlich:» Verhältnisse besser entspricht.-Cs handelt sich für uns nicht da'um, ob der Freiburger Bote gestraft wird, oder nicht, das >st unganz gleichgültig. Aber nicht gleichgültig ist unS, wenn eine gewisse Presse ungeschcut ihre unfläthige Stimme erhebt und für solche- Gebahren nicht die gebührende Zurechtweisung erfährt. Für ein ander Mal brben wir noch Ctwas gegm H.-rrn v. Wänker in petto, wofür Sie uns wobl die Spalten Ihres Blattes offen halten wollen.**) Aus Kurhessen. So eben baben die Herren B. Haute Rothschild aus Treysa, Spier in Gemünd n Westheim aus Abterode und Müller aus F'ark rshausen eine Ansprache an ihre kurhessischcn Collegen, zum Anschlüsse an den „Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger Lehrer rc. in Deutschland crlaffen. die mit dem demnä r,st erscheinenden zweiten R:- wenschaftsberlcht der Vereins zulammen an die Mitglieder versendet werden soll. (Die Herren Fleischhacker alis Harburg, Sommer -L t'I o<n ,un^ ^ohnhoff aus N 'U'tadt a. Rüd.nberg" haben eine ahnllche Ansprache an ihre Hannooerischen Collegen unterzeichnet, welche demnächst versendet werden wird. (Red. b. Jsc. Lehrer.) ™n,Kc$ noch zwei andere Anklagen gl. Art besprochen, in ingt hierzu der bochwürdlge tzerr in Mainz, von dem wir liw-e ' llesprochen? Ist das nicht schr tolerant und judensreund- ..Wir legen den Juden nicht» in den Weg?" L- Deutsch sefrüehte. Stadt der Welt bat s sowie für alle Bild» schen Berichte jährlich geld aus öffentlichen bäuser sind Paläste; die Sorge für stete e Roman- Zeitung. 1S67. — Nrl 1. : Eine Müsterstadt fcer Sorge für Bildung und Erziehung. Dies ist -die amerikaiische Stadt Boston. Keine andere viel für die Volksbildunc Erziehung und im All,emeinen für die Schulen und Lehrer, ngs- und, Veredlungszwecle gethan. Auf jedes Schulkind dl r Stadt werden nach einem anierikaniim Durchschnitt 2<t 7"oUilrS Sckul- Mitreln hergegeden, ganz ungeachtet der Summen, welche ms Privalbeutetn fließeii. Die Schuldie Lekrgebaile sind sehr anständig; Hebung des Schulwesens st in den weitesten Kreisen verbt-eitet. Jeder Bostoner betrachtet die Schulen für die bester Versicherungsanstalten für den Himmel, wie gegen alles Unglück der Erde. Der Handwerker mit 700 bis 1000 D UlarS Jahreseinnahme ver rendet davoS mindestens 2») bis 300 Dollars ans die niöglichste Schulung seiner Kindl r, auf gute Bücher, Zeitui gen, Vorlesungen u. s. w. K'in wohlhabender Mann starbt, ohne ein verbältnißmäßig. bedeutendes 'Legat für Erz chungsanstalien auSzusetze». Uilerzeicbnnngölisten für Bildungszwecke ergeben immer mehr als. den dringenden Bedarf. Aber noch mehr als dieses wirkt ne Tbeilnahme eines Jeden am Geistes- -forkschrilt, das thätig rmnndernde Beispiel der ZLerthschäzzung der geistigen 01 fiter. Die Folgen und rnabsebbar. 'Boston, daS erst 23-i Jahre alt ist, zählt vielleicht schon mehr bedeutende Män ier, als viele andere uralte Städte der modernen Welt. für die Eine Pfälzer Zei schrift bracht« vor einiger Zeit unter der Aufschrift „PstUzei hervorragende Persönlichkeiten" auch Lebensbeschreibungen her nachfolgenden zwei Jsrc.eliten, die t. Lehmann, Ignaz, zeboren 2. :kt-Erlbach in Mittelsranket:. Erhielkeine ausgezeichnete E iziehunq und war anfäng ich Hauslehrer in verschiedenen Familien, sodann öffentlic-er Lehrer. zu Mußbach, 1841) in Fo'ge der politischen Ei ei gniffe enttaffen, wurde er l>lU) Lehrer der französischen Sprache, sowie der kaufmänniscjen Wissenschaften an der Lateinschule in Neustadt, legte diese Stelle freiwillig n-eder and gründet: daselbst eine Haniels-chnle, welche sich eines bedeutenden Rases erfreut uitn jetzt gegen 100 Zöglinge aus allen Theilen der Erve zä)lt. Unter 'mehreren von ihm verfaßten Schriften pädogozischen und publizistischen Inhalts nennen wir „die deuischen Grundrechte für da l Volk erläutert" welche unter t6 Eoncurrenten den dafür ausgesetzten Preis von 20 vürttembergischen Dukaten erhielt. Musiker. Eliason,. der Vater, aus Dirkheim a. H. Wurde als Vorst nger an die erste Synagoge tu London berufen. Eliason, Eduard, Sohn des Vorigen, geb. zu Franken:hal 1811. Violinvirtuoje und Compoilist, Schüler von Mangold urd Rinck in Darmstadt, Laillot und l Reicha in Paris. In der Folge Munkdirektor c m Drury l Laue Theater in Lon on, wo er die erste deutche Oper; zur Aufführung brachte. Seit 1842 als Sölosteiger des ' Theater-Orchesters in Frankfurt a. Ml

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