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Der israelitische Lehrer · 1866-12-06 · 49 (6.12.1866) · p. Seite 200

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
49 (6.12.1866)
Date
1866-12-06
Page
Seite 200 (sequence 2)
Language
German
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200 „Hannoversches Blatt" und den „Israelitischen Lehrer" bekannt zu machen. — 16 .Jeder Antrag, der mindestens 4 Wochen vor der statthabcnden Versammlung dem Vorsitzenden angezeigt wird, ist von diesem auf die Tagesordnung zu setzen. — lieber Anträge jedoch, die erst am Tage der Versammlung angezeigt, resp gestellt werden, kann nur dann sofort debattirt werden, wenn sich der Anwesenden dafür erhebt; im entgegengesetzten Falle haben solche Anträge für die nächste Versammlung den Vorzug vor allen, übrigen.; XIIT. Ertra-Versammlungen jt. 19. Der Vorstand hat das Recht, eine besondere Versammlung zu berufen, wenn notdwendige Gegenstände sofort zu berathen sind; — eventuell hat derselbe vic Zustimmlng zu solchen nothwendigen Gegenständen schriftlich einzusoroern, indem er jeoem Mitglieds 'ein gedrucktes Eremplax über die Sache per KreWband zuiendet, XIV. Organ. S 20. Das Organ des Vereins ist der in Mainz erscheineirüe.„Israelitische Lehrer." Demselben hat der Vorsitzende sofort nach Empfang des Pro tocollS 'vgl. S 11) einen, mehr als rohen Auszug aus den Verhandlungen zu übersenden. — 21. Bei wichtigen Gegenständen sollen die sämmtlnhen Verhandlungen auf Kosten des Vereins gedruckt und jedem Mitglieds ein Exemplar zugestellt werden. XV. Anschluß an den deutsch-israelitischen Lehrerverein 22. Tritt der Verein für israelitische Lehrer des ganzen deutschen Vaterlandes ins Leben, so soll der diesseitige Verein ein Glied desselben sein, und bei besten Versammlungen ourch zwei Deputirte sich vertreten lassen. — Zu diesem Zwecke werden jährlich zwei Deputirte per. absolute Stimmenmehrheit gewählt. — Die Deputirten haben durch den Vorsitzenden eines, Bericht über ih-e Reise den Mitgliedern zugehen zu lassen. — Den Deputirten werden die Reisekosten ersetzt. — ej. 26 Hat jener Verein Kosten zu decken, w haben die Deputirten solche zu liquidircn, und dieselben nach Einreichung der Belege wieder in Empfang zu nehmen. — Es soll mit die'en Kosten nach T 14 verfahren werden. XVI. Austritt aus dem Verein. $. 24. Es steht jeoem Mitglieds frei; zu jeder Zeit aus dem Vereine zu scheiden- Der Austritt muß dem Vorstande schriftlich angezeigt werden. — Der Austretende hat die, bis zur nächsten General - Versammlung dem Vereine entstandenen Kosten mit zu tragen. XVII. Revisioir der Sbatüten. 2st. Alle drei Jahre wll eine Revision der Statuten ft ttsindcn. — In der Zwischenzeit können Abänderungen nur 'dann stattfinden, wenn 2,s ter Mitglieder des Vereins erschienen sind, und eine absolute Majorität für die Abänderung stimmt. XVIII. Schluß § 26. Wenn eine absolute Majorität der Mitglieder sich dafür entscheidet, so sollen diese Statuten durch den Druck vervielfältigt und jedem Mit- . gliede ein Exemplar derselben zugestellt werden. Vorgelesen und ^genehmigt! So geschehen zu Lehrte am 23. Mai 1666. Der Vorsitzende - ” * I. S. Fleischhacker Was de« Lehrern vor Allem Roth thut. tzi! Briefen an einen hochgestellten Freunv. VI. Vertrauen. Vexehrter Herr und Freund; „Zwar! hatte der Krieg seine blutigste Bühne unter uns aufgeschlagen, und cs ist eine alte Klage, daß das allzunahe Geräusch der Waffen die Musen verscheucht. Verscheucht er sie nun aus einem Lande, wo sic nicht recht viele, recht! feurige Freunde haben, wo sic ohnedem nicht die beste Aufj nähme erhielten, so können sie auf eine sehr lange Zeit ver«; scheucht bleiben." j So schrieb einst der vielgeprüfte Lesung, am 4. Januar! lti")'.»*), und was dort von den Musen gilt, kann heute, nach ( einem kurzen aber blutigen Kriege, dessen Resultate für die : freiheitliche Entwicklung uns nur in nebelgrauer Ferne erscheinen, voü der Schule gelten. Wir können kürzer sprechen: wo die rohe Kraft, die heidnische Barbarei des Krieges die KLüriel fallen läßt über die Geschicke der Menschheit —,! da, nun da haben Regierungen und« »Gemeinden, Parlamente! und. jüdische Vorstände kaum Zeit oder t^'eld, sich mit den unbedcutciidcii (!), unzeitgemäßen (!) Schulfragen zu beschäftigen. So ruhte auch unsere Korrespondenz während dieser ernsirii scba icroollen Zeit. - Aber Alles — Alles kommt und ■ geht; Ruhe mindestens äußerliche momentane Ruhe ist wieder eingckehrt. Vielleicht gelingt es mir, Ihre Thciliiahmc wieder einmal den Lehrern und dem Schulwesen zuzuwenden. Ich habe diesmal meinen! Schreiben an Ihnen, hochgcebrtcster Hier, eine weniger durchsichtige Ueberschrift gegeben. Und doch! Es ist ein Wort, daS den heiligsten Inhalt des , Lebens bildet. Wer's besitzt, kennt allein das Glück des Le-; bens; ibm ist die Welt ein Garten Gottes, ein Eden voll! der köstlichsten Früchte! ivem's mangelt. der ist der Unglücklichste, der Beklagcnswcrtheste' Sein Leben ist eine Pein! Mir will nun scheinen, als fingen die Lehrer gerade in! unserer Z«it an, die Hoffnung, das Vertrauen auf eine bessere Zukunft zu verlieren. Die äußeren Verhältnisse schienen sich fist überall bessern zu wollen; aber der Krieg hat -.die Ersparnisse vieler Zähre ausgvzchrt, die Wohlthätigkeit im Ucberinaßöin Anspruch genommen, ganze Gegenden verheert sind die Stcuerkraft des Landes durch ('ontributionen u. dgl. so enorm! belastet, daß, vorläufig mindestens, auf Besiey rung der!Lchrervcrhältnisse nicht zu rechnen ist Da will es " mich bedünken, als sei es den Lehrern nicht zu verargen, wenn [ sie das Vertrauen verlieren, und zagend ausrufen: .ispr« \">c [ wsb 'Ei* Ei; wann wird die Zeit kommen, wo ich in Ruhe und mit i freudigem Mulhx wirken kann in meinem Berufe, ohne daß die Sorgen für Weib und Kind mich allzuschwer j bedrücken? O, es ist so gar schwer, immer und immer wieder nach jahrelangjcm Kampfe mit festem Vertrauen auf die Zukunft schauen! Der hat gut vertrauen aus die Zukunst, dem die Gegenwart ein „bescheiden Theil" gegeben und der in stetiger Folge däs Besierwerden seiner Verhältnisse vor Augen sieht. Aber —! wer Tag für Tag in gleichem Benne arbeitet, ge-!tui ) Aus den Brieten die neueste Literatur detrenenv.

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