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Der israelitische Lehrer · 1866-11-01 · 44 (1.11.1866) · p. Seite 181

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
44 (1.11.1866)
Date
1866-11-01
Page
Seite 181 (sequence 3)
Language
German
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181 uni nuinb id) gerade aus g-jagt — so claubc ich doch eher an den' Indifferentismus als ScrvilismuS meiner Collegen. Dre Stellung der jüdischen Lehre: im L:nd'Hannover ist nickt! jo schlimm, vielleiMt besser als in allen andern deutschen Vaterandern. Hat er a!S Inländer oder-Ausländer Cie desimtive Anstellung ena rat, so kann die Gemeinde Inseitig ihm acht . kündi-zm. während ihm die Kündigung stets frei steht; thut er * je,ne Pflicht, läßt er sich kein AmtSvcrsehen zu Schulden komkann er resp. Nachweisen, daß bei e.nem Versehen ihm die Ansicht dazu fern gelegen: so steht er aaa, dem betr nenden Landrabbinlr gegenüber unabhängig da! Nur die faulen und schleusten Lebrer Hab« die Abhängigkeit von diesen zu fürchten! — Will endlich der Ausländer sich hier bleibend niederlrssen, so steht auch dem nichts Wesentlich S enjg'gen. weil die Nruralisa'ion bei Gegenseitistmt nicht sehr' erschwert wird. — , Wenn nun auch bei Verhandlungen des ganzen Lebrersrandes ' ede-: für denselben der Lau radoiner' die Mittelsperson zwischen! dreien und der Regierung, resp. die erste Icstan; ist. — der BareaukratiSmus beherrscht hier im Hannoverla'-te noch alle Verhältnisse —, wo ist denn da nun Ursa de zum Servi.ismus'k "n-er den jünger» Colleaen, die dem Herr ln. Meyer wohl V 'Ieverdankenmag s eilick dir Manie P a>? zreiie». aas D nkdarle t zu opfern; den ankern Lehre n ist nur Jndin-erentis- .s verzuiperic- D och kann man nur ag n, aß sie ihren i: :nd wie. e ne milchende Jfiu betrachten: nur ein ihm er, nie -geben wollen, wäre.S euch zum Wobie der einnHi-zterbleibenden! Ick will nun,;.i:i auch noch eine: Punkt 'n berühren, pokmisiren, ob r :._t in ein' Hannover' cke Caffe ins :n zu rufen; ob es b,jer wäre, Ihrer Ccmallem, oder Hannoverschen a'ler::, oder beide' gleichzeitig anrugehören; will mich nur aus zw . P.:..lt-:' Ior.S' Schreibens beziehe», ...- einer Antcho.a mtürkea Sie sagen in einer Notiz, daß .: in Leb te ver. aßen, laß die Han over'sche Cast: keinen Invaliden unt-' 'tüyl, „da diele iür Wi tw n und Waise i, nicht i, - für die kiyistunfä r?en Lehrer "in Aufsicht gekommen ist." D irre-e Sie nun j br. Die in Sa n: t iestecstelUen Statute:. 'aen in jz. 3. zweit,ns: „die durch unoerschuldete Un- ' . elesälle untau lim oder invalid geavoreenen Lehrer zu unter! st.ven." — Ick g.aube nickl, not. taun ia> mir es d nken, daß Ir: Bere u Lehrer »ulerst'ly.n wird,.die durch eig ne Schuld il,re L elleu veroren. re zw. durch 'selbstverschuldet! zum Lehrfachs r.::augti-u geworden! — Der zweite Punkt bctririt Ihre Mov. :a gegen die Haunove 'iche Cane. wei. di.sei e i'r alle Gew. -iudean estellre —- Schächte'. G,mecndedie> er sorgen will, ö agegcn ist viel zu cinnrn. Iucrft vcrgei'-n Sie mLt. daß : meisten Lebrer an Haimoverjch.m jene beiden Aemter mir -rwab.en mimen, und w un sie, bei festem Cba aste: sich auch r n dem eigentlichen G meindedicnste freihalten können, (ich da e z. B. währ nd meiner .'.'ijehriaen Wi k'amke t als ängere.lter Gemeinde ebrene ein solches Amt verwaltet!), w 'azuifen sie doch >ür den Cullubdienit atS Bs.vster s.rgeu. Ist v.un da ein christlicher Gemeindediener in den misten Ge e.n rn, der da: Ineasso der Beiträge, Circaliren der Gemeinder avlere, Neinmacheu der Synagoge, Anstecken »nd Auslöscken der Lichter :c. zu.besorgen bat: wird es wohl Jemanden ein- 'a-.en, einen solchen L'-L' an jener Casse zu betbeiligen'k iss .leiben also nur die wenigen Schächter und Gememdediener jüdischer Consession, in ken ganz großen Gemeinden übrig; diese, die stets in e ner glänzenden Minorität bleiben werden, ganz zu übe-gehen, stand der Caffe nickt zu. Wenn die (Lasse gedeihen soll, muß sie Uisterstühuneeii resp. Spenden von den Gemeinden heben; solche erwartet inan wohl meist von den größeren Gemstndcn Werden dtcse aber nickt verlangen, daß rnaa auch für alle ihre Angestellten sorgt? — Sie sehen: ruck dieses wäre kein Vorwurf, wenn di: Gasse überall in'S Leben t.äte! Ich will darüber kern Urtbeil fällen, ooschon ich kun großes Vertrauen mrhr dazu habe. — Ich habe jenes Ausschreiben des Heren Dr. Meyer nach der Lehrter-Berta», mlung dahin beantwortet daß ich d:r Hannoverschen Caffe nur unter solzend:n Bedinmng'n beilrete: In dek vom Landrabvmer vorgeschlagenm Commission zur endgültigen Feststellung der Statuten müssen neben einem Landrabbiner, einem Regierunas-Comminar und 3 Gemeindcmitaliedern, mindestens!>, aus freier Wahl ihrer College» bervorgeganzene Lehrer Platz baden; es Lars d:r jährliche Beitrag der Lebrer b Tba er Cour, nicht übersteigen. — Ichbabe .-s in Lehrte gesagt, und w'ederbole eS beute: (5s kann dem Lehrer nur vo7!hillha''t fein, zwei UnterstjttzunzSvcreinen anzuzehrrcn, er wird dadurch seine: Gm.cinss gegenüber nur um so selbständiger dasteben; aber erst . ein Manzen, dann r-em Ccnzelnen: also erst Jbre», Verein, datan der Hannovcr'schen Cane! — I. ©. Fleischhacker. Aus ".'{assau, im Dkt. Für di': Leier des „ taelitischen Lehrer" dürste w»h'. eine Ltackrickt nickt nuintereisant erscheinen. daß in dem bekannten Rechtsstreit zwischen den Re'.igions, leerer Carn von Heddernheim und de' Cullasgemnnde!,u Lcherursel, worüber ich s. I. reserirt. hohe Landesbe >örd?!zu Gunste - des Crsteren entschieden und d:e ira nche Gemnade zur Auszabluuz des vwcra.smäßigen Gebalts sowie zur Beib'Haltung debetr-ff nben Lehrers für die Folge, s.Ibst für den Fall, d'ß keine ichulpslicktigen Km.demomentan vorhanden, ver? pst- Wiel worden ist — Mit diesem Uri heil ist nun weiteren, derartig l.icht eintr-'tendeu Streitigkeiten vwzebeugt und den 'lemere..und Filialwmeindcn ib: S'a .'purkt klar gemacht worden. ^akob's Erstgeburt uctv Legen. chreoigl von I)r. Rothschilv über «'len. 2',, 2!:—:.4 „nv 27, ff. Meine andächtige G.mwinde! Man hört olt in jüdischen, wis nieytjiidlschen Kreisen Irkob's, unwrs Stammvate.s, Ccharatter verungUmpien, ihn als heimtückisch, ichiast, lrstig und hetrügerl'ey hinstellen; - in nichtjüdischen Kreisen gar oft n.chl ohne hämischen Seitenblick aus oas heutige Israel. Malt lucht dasür^ besonders d e Beociie in Iakob'S Erschleich.tng des ErstgeburtSrechts und oes mntt.rlichen Segens. . Ünterwetfen wil diese Anschauung emer ändächligen Betrachtung — im Interesse der Wahrheit, i:n Interesse uniers Volks und unserer Religion. Jacob k mite, wie die Schritt erzählt, hie Erstgeburt von Esav um ein Gericht Linien, als er müde von der Jagd zurückkehrte und ihn sehr hungerte. I. benutzte die zufällig bedrängte Lage seines Bruders, lagt man, uilv nöthigte ihn dazu. So erwarb I.. i» schlauer, liebloser. Weise d'.e Rechte der Erstgeburt, weiche ihm.der bedrängte Bruder abtrat Und ein zweiter Bewecs, mgt man, sei der , Betrug um den väterlichen Segen. Vater Isaak war blind und alt, fühlte sich dem Tode nahe und wollte Eiav,^seinem erstgeborenen und geliebten Sohne, Besitz und Segen über-! geben, bevor er sterbe. Die; hörte Rebbeka, dw Zrau Jsaak's, und sie veranlaßte ihren jüngeren und geliebteren Sohn Jakob, listiger Weise sich den väterlichen Segen zu . erschleichen. Er betrog seinen blinden Later und gab vor, i daß sein Sohn Ewv vor ihm kniee, um den Segen zu

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