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Der israelitische Lehrer · 1866-11-01 · 44 (1.11.1866) · p. Seite 182

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
44 (1.11.1866)
Date
1866-11-01
Page
Seite 182 (sequence 4)
Language
German
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182 empfangen. Esav sprach darum über Jakob das' vernichtende Wort au«: rx ccvc rfr ’jap'j?’* ap>- ,cer x->p ’zn 'p™ nf ppv hat -p1? T-zi. man ihn denn deshalb Jakob, weil er mich zwei Mai hintergangm hat; die Erstgeburt bat er mir genommen, und nun auch den Segen?" — Hakob führte seinen Namen davon, daß er „hinter Esav bergegangen," als "Zweitgeborener in der Geburt ihm gefolgt war. Eiav mißdeutete feinen Namen, als wenn er ihn davon geführt, daß er betrügerisch ihn hintergangen habe. Es interessirt uns diese Frage nicht blos um des längst verstorbenen Erzvaters willen, sondern sie gebt auch uns, seine leibhaftigen Nachkommen, die in der Gegenwart lebenden Kinder Israel noch an. Denn man sagt: dieses binterliftigeschlaue und heimtückische — We'en, dieser betrügerische-Sir n des -alten Stammvaters Jakob ist aus die Kinder und Enkel Israels übergegangen und bei ihnen geblieben bis auf unsere Zeit! «o hören wir es ja alle Tage noch. Und in der Thal! Wäre Heimtücke, List und Betrug das Grundwesen. Jakob's, unieres Stammvaters, gewesen, wir würden uns nicdr wundern, ' dasselbe auch in Blut und Lcbsn seiner Kinder und Enkel bis aus den heutigen Tag zu erblicken. Tenn körperliche wie geistige Eigenschaften, Eigenthümlichkeiten des Leibes-, und der Seele vererben nch von Vater auf Sohn, von Geschlecht auf Geschlecht. .Wie Krankheiten des Blutes Jahrhunderte lang durch alle Mensch'enalter sich pestartig »ortschleppen und allen Künsten der Äerzte trotzen, so ist es anch mit Krankheiten der Seele'und des Herzens der'. Fall; ne kehren säst w-ine .wieder und trcyen allen Künsten der. Belehrung und Erziehung. Und zw solchen Krankheiten de: Seele und des Herzens geboren die Eigenschaften, welche ' man Jakod angedichte' hat: bist, Scklaukieit, Betrug. Es dürile uns datier nicht wundern,. wenn, wie Jakob, wir ne auch beim Volks Israel sausen. Ärei wir finden sie zum Glück wed.r lei Fakob, nock bei Israel. Wenn sich Israel in semein-Berkehr mit den Bökern schlau gezeigt, nun-— io war diks eine Folge, dts harten Trucks, welchtN sie gegen Israel geübt. Waffen der Gewalt, batte Israel nichr, um' sich;u verlbe-digjen, uin die feindlichen Angriffe von sich abzuwehren. es mußte raber za den Waff.-n des Geistes greifen unv mit 'eitler Klugheit, feinem Verstände, 'einer Ueber- - legung sich tuchhallen und-zu-retten iuchfii. Tie Schlauheit war bei Israel nicht , ein. Zug si-ines biharakters , eine Eigenschaft s.'iiüir Seele, eine Eigentbümlichkeit feines Herzens. sondern dab Eingebung seines Verstandes. Israel.beging damit auckr kem . Unrecht gegen Andere, es wendete " sichdamit keine > unerlaubten und ungerechten Portheile zu. sondern esZvar nur die überlegene Kraft seines Geistes, womit es den Slngrinen seiner Feinde zuvorkam oder ihre! Pläne aui Derntchlung seiner selbst lahm legte. Ja. es wür die überlegene Kjra't seines Geistes, aber-daß wir auch das , nicht vergessen: es war der. Segen seines täglichen, ja fast stündlichen Gebetes zu Gott: zrsy ~r~riy~ -ry czr" rr cpzr~~ z.-fp: llAlle, die auf Boies gegen mich sinnen, — o Gott, störe 3u ihren Plan.und vereitle ihre Gedanken!" Und in glecher Weise..verhält es sich mir der angeblichen Beschuldu ung Jakob's. - Sie beruht auf Jrrthum- und Mißverstäüdniß, oder aus feindselige Absichten unserer religiösen Gegner, die ihre eigene Religion auf Kosten der unserigen zu erbeben iuck ten. Und die Feindseligkeit. blieb nicht bei der Lehre des Judentbums stehen, welche man. wie gesagt, schlecht macht,, um die eigene Religion in glänzenderem Lichts erscheinen zu lassen — so borgte man die Lehre der Lieb« vom Jud, nthum und gab sie für die Lehre der eigenen Neligon aus; man zeigte im Judenthum den Gott des Zorv i und die Religion der Rache, um für nch den Gott und iiie Religio r der Liebe in Anspruch nehmen, zu können — st ndern ma>: suchte grundsätzlich auch die Iw den, die Träaei dieser Re lgion, schlecht zu machen, — und zwar vom Blue aus,-von der Abstammung her, von ihrem Beginn gleich :ixit den Erzvätern' an. .Daher erklären -sich die Beschuldigungen, welche man auf Jakob häufte. Sie den Völkern, als vielmehr von Priestei n dieser Völker aus. Tiere Stifter aller Anschuldigungen und s hatte so viel Gutes von ihnen! es ging leider von ihnen io viel (Schluß folgt. : gingen indeß w eniger von den irrenden Lihrern und waren überhau il stets db Verfolgungen Israels. -L ai s gehen ikönnen, und ach Böses aus! & 2l n eigen. sie Stellt des 5'irctrovo der israelitischen Schule in Vogdnd ist naeant geworden. d'in Hchalr zon dreitausend Fros.rvird dem Direktor dieser!'lnslalr zugesichert. Gründliche KcnnN ist der jranrösischen oder englischen. Sprache ist nnerläßlicli. Meldungen der Kandidaten sind mit den gehörigen nigst ein^tssendcn an das >n eiegeti schien Sccl miiversf fetariat üt* <i l*i •er Alliance israelite iris. rue d En^hien 2i». * ft5tt mein»in ren, Freu Ich werde der und boffe auä ien des jüdi'ch - vorm Scheide,: ntm und iellen ond von dort deutschen: : Ns Lehrer on Europa sage ich allen Bekann oobegtir em berzlickeS Lebewohl. :m rernen Amerika.eingedenk teir. aus iiir die gemeinsamen Jnierei .'ehrerstandes thälig sein zu können 11. ltoiinlioin. zu Hergcre Hausen und Neuwedell. ~ Bei 20. Ajdolf Go. in Berlin Sll. Unter den Anden in >r- ^d-icr.tr. unc tutd. aUc fud-llntlHnjen «i dezieden: r , Kochbuch süp israelitische Frauen von Akbccka Wals, ged. Heincmann. Jiedsl vcllsiäntigrr Speisekarte und Hausapvtlieke, Anweisung zur Fübrung einer religiös jütiiä-cn Hausdaltung. Beerte vcrd. Aust. Preis: ged. I Tblr. Eaultr ged. I1, Tdlr. i:«icnioottlidirt Redacleur : Z. Nl.ngen ftein in Ldernheim in Rheinhesien; Selbstverlag der Kedaction. Für den Buchhandel: in l-onmnfiion bei Lslar deiner m Leipjig. — Tampf-SchnellprestendruS von I. Gott sieben in Mainz.

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