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Der israelitische Lehrer · 1866-05-17 · 20 (17.5.1866) · p. Seite 86

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
20 (17.5.1866)
Date
1866-05-17
Page
Seite 86 (sequence 4)
Language
German
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86 metobe £*r» ihre« geistigm Führer und Leiter ßs^vheil «erden keß, rühmend anzuerkennen. Möge der Jubelgreis ia ««gestörte» Wirken und Schaffen ihr noch lauge erhalle» bleibe». Wiesbaden. 12. Mai. In derStändevrrsammlmig führte Gras WaQder-dvrss zur Begründung eine- Antrag-an, efei im allgemeinen Jnterrffe gelegen, wenn man den Londwirihen »nd GMSbesttzern, die fich ans da- Mästen ihre- Vieheverlegen,!«rch P ämiruvg mehr Eifer kaz» beibrächte, damit der Handel vwt Piastvieh nickt zu sehr indie Hände der »Inden" falle. Hierapt antwortete rbm der Abg. Sieberl: »Ich will hoffen, daß der^Herr Graf Walderdorff unter der Bezeichnung »Jute" nicht die Anhänger demosaischen Glaubengemeint hat. Es <-ibt andere Dränger und Peiniger, die todte Hand und da- Famikienfideicommiß, tie schlimmer als die Juden hausen, und leider kann man aumanchem Ehristen einen Juden in dem ron dem Hrn. Grafen gebrauchten Sinne formen und noch viel dabei ütrig behalten/' Eine Antwort erfolgte von dem Herrn Grafen hierauf nicht. Audem Herzogthum Nassau, 2. Mai. Auch in der diesjährigen Session haben wir vergebens un'ere Blicke auf Lamdtaasmitglieder und dergleichen gewendet. Es herrscht ein tiefe- Schwelgen. Von der projektirten Reorganisation de- Schul- und Eultu-wesenhat man wahrscheinlich abgesehen, und zwar keßhalb, weil kein» Einigkeit in Israel bcstebt. Die meisten Gemeinden zeigten fick nicht' willfährig, andere wollten den qoo erhalten, wissen so zog der Einebin, der Andere her. Die Regierung nahm jedenfalls hiervon Notiz und dachte: Du bist rin hartnäckiges- Volk, ordne deine Angelegenheit selber. So stehen wir «och heute auf dem alten Fleck und Niemand glaubt: .Später wird es schöner." Was das Emscr Semirar betrifft, '0 bemerkt die Nass, Lantesreitung in Nr. 100 Folgendes: Der Eintrag der Majorität de- Ausschusses *6 4 des Tit. 3: .Die Beschlußfassung über die P«»- 4 dieses Titels angefordcrten .00 fl. anSzusetzen und die berzogl. Regierung zu ersuchen, der Ständever'ammlüng noch während der diesjährigen Seffion Mittheilung über düs Ergebsiiß der angeordneten Untersuchung Bebufs Beschlußfassung über eine Verwilligung zur Ausbildung irael. Lehrer zugeben;u. lassen," wurde ebenfalls pcnebmigt. Die Minorität trug am^Berwilligung der angeforderten 500 fl. an. Bayern, am ersten Tag ED"nn. Mein heut ger Bericht wird Ihnen Zergniß geben, dcß wrr im Bayerland nickt nur unser putrS Eovlignent anBeveinswitgliedern gestellt, sonder» auch eine hübsche Anzahl an AckawaS abgesetzt, an Spenden auch nicht zurückgeblieben find und daß alles dieses noch im Znneh, men begriffe« ist Au beklagen ist nur, daß gerade die Colle- .reu in den großen G««eindkn, mit Ausnahme LindnerS in Würzburg, Frirl, 'Nürnberg rc. re. am allerwenigsten guten Willen zeigen für ihre StandeSzencffen Etwazu , thun. Weder find sie, mit einziger Ausnahme — dem Verein als Mit« t'i^er beiget eten, noch mögen sie sich der .Mühe" de- Absätzeder Achawa, roch weniger ater einer Cellekte unterziehen. I» diese» Stücke haben' ouck andere daibrige nickt tbun wolle«, und doch ist gerade dieser Weg de- Collektiren, in allen Gemeinden, an einem bestimmten Tag de- Jahre-, etwa a« r.Dun, so wie bei freudigen Gelegenheiten doS beste und leichteste Mittel, «nfeim Verein auf tie Beine zu helfen Wir zählen an die 300 Schulgemeinden und rmüßte den Lehrern an den« 'elben ein gar Le-'chtesein, -u 10 p. durchschnittlich zusammen r« tragen, »nd dagebe ein Sümmchen, mittelst welchem Große» geleistet werde» könnte. Mögen sie sich an de» rührigen Wirte» unserer christlichen Eollegrn ein Beispiel nehmen, die für ihr Waisenstift *) Meaufbieten »nd sich nicht zu vornehm dünke«, die Besitzenden um Gaben anzugche». „Der nobelste Maun, sagt in der Bayerischen Sckwlzettung Psnsrr, eines der hervorragendsten. Glieder de» Bayerische» Lehrerftande», .bat sich nicht »i» schämen, für diese- Waisenstist um eine Gab« Jemanden anzngrhen." Damögen fich die Herren gesagt sein lassen, welche eunter ihrer Würde halten für ihre Eolleaeu einen solchen Schritt zu thun, aber für jeden Jeruschalmt mit zweifelhaften Zeugnissen oder sonst einen frechen Polen rva1? non laufen! Möge man doch aufhvrrn, sich mit allerlei müßigen Au-» stückten zu helfen, sondern essen sagen: Wir könnten wohl lür die Sache dir» oder dathun und dajeder nach feiner Weise» aber — wir wollen nickt. Daist de- Pudel» Kern. Docheinen Grunv, een man dagegen oft hört, müssen to t doch etwa» näher besehen. Der Ver in kann sich mit iolchen Beiträgen nicht hatten, sagt man. Möglich!(? Red.) aber eben deshalb müssen Wirt aS mit allem Eifer thun, wa» ihn allein halten kann, und da» ist die Inanspruchnahme de- Dohlthäi ukettSfinnS unserer Glaubensgenossen, d e fich aus'» Glänzendste bewäbrrn würde, wenn der Lehrerfland nur seinen e-nsten W'llen einsetzen wollte, denn er ist eS, der mtt seinem Wirke« mitten im Volke steht »nd fich ihm dienstbar machen kann! *]r6nn enro. London, 23. April. Zwei engliscken Juden siebt angeblich eine große Ehre bevor. Baron Lionel Rothschild soll in den Pa'rSstand erhoben werden und in der E>ty gebt man mit dem Plane um, kem jetzigen allgemein beliebten israelitischen Lordwahor Phillips ein Ehrengeschenk zu votirrn. ') ES sei wir vergönnt hier zu sogen, bah ick mich an demselben leider rillt bethellig», weil das ganze Verfahren auf «ich den Eindruck gemacht hat, daß man uns nicht datri haben will. Zum Eilück bietet unser birlitS inS Lebrn getret-ner Verein hinreichenden Ersatz. Zur Vermeidung von Verlusten ersuchen wir freunblichst,' alle Einzahlungen bei »n« durch sog. Postanweisungen und nicht in Papiergeld zn ber:erkstelligen, dtffen kurS jetzt so schwankend ist. W.r würden so'che Popierxeldscutungkn nur zum Tageskurse notiren und Sgivveilöste den Eirscndcrn in die nächste Rechnung bringen müssen. — Odert heim den 8. Mai 1866. Der Geschäftsführer stlinsenstein. Inserat. Eine renommirtr isrnel. Weinhandlung sucht einen gut qualificirlen cautlontsähigen Reisenden, dem sich später glänzende Aussichten eröffne». Franco.Offerten erbittet man sich, nachdem die verehrliche Redaktion dem Bewerber den Namen der Weinhandlung mitgetheilt. Der Eintritt kann sofort erfolgen, sobald der Eoncurrent convenebcl ist. Verein ifr. Elemerrtarlehrer für Wrstphalen un- Rheinprovinf. Die auf de« 23. und 24. d. M. erlaffeue Einladung zur Conferenz i» Essen find wir gen-thigt, biS auf Weitere» zurnekzuvehmen. Bielefeld, S. Mai 186«. Der Vorstand. tAuch die allge». deutsche Lehrerversammlung zu Hil« deShei« wird nicht stattfinden.) BeianNrortlicher Redakteur: I. Ültngrnfiei» tu Odrrvheim in Rheinhessen; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buchhandel: in üommisston bei Oskar Seiner in Leipzig. Dampf-Kchnellpreffendruck von I. Go.tt«lrbrn i» Mainz.

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