Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 6 (1866)
- Issue
- 2 (11.1.1866)
- Date
- 1866-01-11
- Page
- Seite 7 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4896751-5428724-5431567--1262-4897784- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
7 für jeden Einzelnen in seiner Mitte, daß er nicht mehr wie «Hedem vereinsammt dasteht nnd wie ein Baum in dürrer Wüste ohne Saft und Kraft vertrocknen muß, sondern einem im Wasser gepflanzten Stamme gleicht, dessen Land immer grün, und der . nie abläßt reiche l Frucht zu bringen. (Jerem. 17, 6. 8). Geschrieben zu Frankfurt a. O-, am Channkka- Reumond 5826. b)r. M. Stein. J _: Der zweite Jahrgang der Achawa. Von verschiedenen Seiten sind uns die eingehendsten und günstigsten Besprechungen der 2. Achawa zugegangen. Alle sind einstimmig in dem Urtheil, daß, so vorzüglich auch der erste Jahrgang war, dieser zweite Band doch auch innerlich einen bedeutenden Fortschritt beurkundet, was bei der Mitwirkung so vorzüglicher Kräfte nicht wundern kann. Wir geben aus der Zahl dieser Besprechungen einen Abdruck aus der Prager jüdischen Zeitschrift „Abendland," iveil diese sich als die eingehendste und uupartheiischste dokumentirt, und es uns besonders freut , außer der vorliegenden erhebenden iReccnsion noch eine anders Zuschrift auü jener herrlichen Gemeinde dni -vy empfangen zu haben und zwar vön dem hochgeachteten und edlen Professor ur. Wessely , i dessen begeisternde und ermunternde Worte unö ein Talisman sind gegen den Unmuth, den so manche traurige Unbillj in uns erwecken könnte. Die Reecnsion lautet: ' „Wir haben den ersten Jahrgang dieses Buches in diesem Bl.,(9ir. 5 Ii. Jahrgang) als eine That begrüßt und als literarische Erscheinung besprochen. Die That tritt in diesem zweiten Jahrgang schon als Heldenthat auf: denn sie bat ihre Feinde hcldcnmüthig besiegt und'edelwüthig über sie triumphirt. AlS Feind trat gegen sie auf der Herausgeber eines Jahrbuches, indem er gegen ein Mitglied deS EomiteS, den eigentlichen Schöpfer des herrlichen Werkes eine ganz nnmotivirtc Verdächtigung aussprach, um daraus den ^Schluß zu ziehen, die That könne nun gewiß keine gutc j und das Duck — müsse wenigstens schlechter als das jeiniäc sein. — Als Feind trat ferner auf ein Mann, der auchl einen Verein zu gleichem Zwecke gründen wollte, aber damit sckcitcrtc. Er' schließt so: Was ich gar nicht konnte, können Andere gewiß nur schlecht. Beweis: die Statuten geben keine Sicherheit' für die Vcreinsklasse. Darin hat er allerdings Reckt; wo dic Sicherheit nicht in dem VerwaltungSpersonalc liegt, in^Itatute wird sie niemals liegen. — Als Feinde traten endlich mehrere Rabbinen auf, die den Debüt des Jahrbuches in ihrer Diöcesc zu verhindern, oder doch zu erschweren suchten. Was that das Jahrbuch gegen diese Feinde? Was die Sonne thnt, wenn Eule, Fledermaus und Käuzlein sich gegen ibr Erscheinen beschweren. — Es erschien noch Heller und lieblicher als zuvor. Ja, ein wahrer Sonncnblick für die Lehrer und ihre Freunde ist dieses Jahrbuch. Wem strahlt nicht dieser erftc Rechenschaftsbericht freudig ins Herz hinein! — T)"' ist zuerst die Liste der Spender, nicht groß an Zahl, 56 in diesem, gegen 10) im vorigen Jahre, auch die Summe det Spenden nuc mäßig, aus beiden Jahren fl. 1546. 2AiU kr aber wohlthuend durch das Zusammenwirken der verschiedensten Persönlichkeiten für den edlen Zweck, Juden und Christen, Rabbiner und Laien, der berühmteste Pädagoge unserer Zeit neben dem Dorfschullehrer, der erste Repräsentant der staute tinanos neben der Lehrerwittwe. Dann diel Ehrenmitglied er's 31 an Zahl; wen wandelt nicht sie Lust an, ihnen zugezählt z« werden? Wirkliche Mitglbder, d. h. solche, die sich im Derein eine Zukunft sichern w rllen. sind jetzt 179, meistens den süddeutschen Staaten, mit Ausnahme Württembergs angehörig. Die Förderer deö fl erein» durch Verkauf von „AchawaS haben recht wacker g cholfen, so daß von 2500 Expl. nur 97 aus Lager blieb;n. Die Zusammenstellung weist nach eine Einnahme >on fl. 3924. T1/* kr. und eine Ausgabe von fl..1584. 52 kr.*), mithin Ueberfchuß-Gefammtvermögen fl. 2339. 1572 kr. Das ist in einem Jahre, ein höchst erfreuliches Ergebnis, und noch erfreulicher ist, daß daS Salz zur Conservirung dieses Vermögens (irya po r6o) auch nicht fehlt, es sind chon in diesem ersten Jahre an 5 Personen fl. 235. 22 kr. Pensionen ausgezahlt worden. Ja» wir stimmen von Herzen :in mit dir, lieblicher Sänger der Ackawa, wenn du zur (Anleitung des zweiten Jahrgangs „Gelungen mit Gott" an'timmst. „Heil Achawa!"!schallt's aller Orten, „Wir freuen uns dein, treubrüderlich!" , Die ganze Lehrexbruderschaft, ' Faßt Hoffnung, ,Muth, Vertrauen, Kraft, Daß im „vereinten Bund der Stäbe" Der Einzle sich zum Ein'gen hebe. Wir hoffen und wünschen auch dein Aufruf: „Herbei, ihr re chcn Gabenträger Die Gott beschenkt mit Scgensfluth Herbei, ihr reichen GeistcSpflczer, Die Gott bclch nt mit hch'rcm Gut! Herbei, ihr fri cken Rettungsquellen Dem Strom ci.ck mehrend zu gesellen" wird nicht feuchtloS verfallen. Wenn wir zur l^n pfchlung deS zweiten Jahrgangs der Achawa.Nichts weiter gl sagen hätten, als daß sein Erscheinen eine herrliche That befestigt, Zeinen heiligen Zweck befördert, wir müßten -och unfern Lesern zurufen: Kaufet dieses Buch. — Abir wir haben auch dieses mal gar viel zur Empfehlung des flucheo zu sagen. Die Lyrik ist würdig vertreten durch G 'dichte von L. Stein, Leop. Kompert, Ludw. Aug. Frankl, louiS Lebmann, Dorothea Elsässer, A. <Lewi. In den beiden homiletischen Gaben von L. Stein" „Die Lehrkräfte in der Schule des Lebens" und „die Brücke des Uebcrgangs" erkennt Jeder mit Freuden, Paß die Meisterschaft aus der Kanzel von der Meisterschaft aus dem Katheder nicht verdräng! worden ist. — Ein neues Gebiet betritt daS Jahrbuch iil den Biographien. Eine glückliche *) ®i< Lskndcn iaut.i in bin rnetu.n gonds, kommen also bei dir jahr ichcn a>citbitluu,v nur mit een. Zinsen in B-lrackt (-Statut III. 1, c;) bei vcn Ausladen sind fa|t luoO ft. für Druck,"Papier, Binderlohn, Versentungskmien der I. Ackawa nno nur 13 fl. 30 kr. Honorar an Mitarbeiter, die nicht Mitglieder des Hanpteo- «itö's sind. — Red.