Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 41 (12.10.1865)
- Date
- 1865-10-12
- Page
- Seite 173 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4896751-5428734-5431539--1188-4897725- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 173 nicht abwcisen, sie wiederholen ihre Bitte. B., fahre damit fort! Schüler. Und sie sprachen: Der Gott der Ebräer bat sich zu uns verfügt! Dürften wir doch ziehen drei Tagereisen weit «n die Wüste und opfern dem Ewigen, unserm Gotte, damit er uns nicht treffe mit der Pest oder mit dem Schwerte, i sichres: Wenn ihr die Fassung der ersten Anrede mit der der zweiten vergleicht, sinket ihr da keine Verschieocnheit? Scküler: In der ersten Anrede forderte Moscheh und Ahron dir Entlassung im Namen des „Ewigen" und in der zweiten im pkamen des „Gottes der Ebräer." Lehrer: Daß sic damit eine besondere Absicht hatten, seht ihr wohl ein. Wer von euch kann sie mir sagen? . . . Nun', weiß es Keiner? ... So will ich's euch erklären. In der ersten Anrede fordern Moscheh und Ähron die Entlassung imNamen des „Ewigen," als des einen, ewigen Gottes, des Herrn des Himmels und der Erde. Einen solchen Gott kennt aber der Heide. Ph. nicht; er weiß nur von Nationäl-Göttern, die jedes Volk babe, und die nach dem damaligen Wahne von ihren Verehrern Opfer verlangen, ja die sogais mit schweren Strafen droben, wenn diese Opfer veriveigcrt /werden. . Moscheh und Ahron gehen nun in die Lcrstellungswcise Ph's. ein und .... Schüler: Ich kann es fortsctzen: Ilud wiederholen ibr Verlangen im Atomen des „Gottes der lEhräer," der von kiesen Opfer begehre, damit er sie nicht treffe mit der Pest oder mit dom Schwerte. Lehrer: Warum sollten sie aber oiese in der Wüste und nicht in Acgnptcn selbst darbringen? Schüler: Weil die Israeliten solche Tlsicrc. opferten, welche wn den Aegvptcrn göttlich vcrebrt wurden. Löbr;r: Wir wolle» jetzt die Antwort PH. auf diese Bitte börcu, E., fahre im Uebcrsctzen for! Schüler: V. -l. Da sprach zu ihnen der König von Mizrajim: Warum, Moscheh und Ahron . . . . Lcbrcr: Die Grundbedeutung vor jrr ist „frei iosmacben." Schi lcr. Wollt ibr das Volk lo Werken? siebt an eure Lai'tarbeitcn!!> Zmackcn von seinen Und Pb. sprach: Siche, de cv Volk des Landes n lassen von ihren Stroh, um Iiegel zu streichen, wie gestern und vorgestern. Sie sollen gehen und ... I Lehrer: vsp heißt: zusammenlescn, stoppeln. Schüler: und sich Stroh zusammcnlesen. V. 8. Und. Lehrer: pn heißt: messen, zchlen; bat die Form? - Antwort : eines Dingwortes. V. 8. Und die Zahl Siegel, die sic machten gestern und vorgestern, sollt ihr ihnen auslegen, vc mindert nichts davon; (Wovon? Von der Iabl Siegel) denn schreien sie, sprechend: Wir wollen Gotte. V. 9. Schwer sei die Arbeit ai j daran zu thun haben und nicht . . . . Lehrer: .npF heißt „schauen". Schüler: Und nicht schauen ajus Worte des-Truges. Lehrer: Wessen Worte sollen trügerisch und eitel sein? Schüler: Die Worte Mosche'e die Entlassung des Volkes begehrten. Lehrer: Diese wollte ihm PH schlagen, und das geeignetste Mittel duzu war ihm eineSteigerung der Lastarbciten. Wir wollen nun weiter hören, welche Folgen diese Maßregel hatte. setzen! Schüler: Vl l0. Da gingen Volkes und seine Vögte «P. Erster? scher, Letztere Israeliten, welche für Arbeiten, und Arbeiter verantwortlich waren) und sprachen zu dem 'Volke also: So spricht PH.: ich gebe euch kein Stic h! B. 11. Ihr selbst gehet, hole euch Stroh da, wo ihr eS findet. Doch nichts wird abgczoocn von eurem Dienste. V. f2. Da zerstreute sich da; Volk im ganzen Lande Mizrajim, um Stoppeln zu sammeln zu Stroh. V. 13. Und die Treiber drängten und sprachen: Vollendet euer Werk-, .die Gebühr de> Tages an seinem Tage, so wie als noch Stroh da war, V. 14. Da wurden gcscklagm die Vögte der Kinder Israel, welche die Treiber PH'S. über sie gesetzt batten, mit den Worten: Warum habt ibr i ickl vollendet euren Satz trage sind sic. darum' gehen, opfern unserm s den Leuten, daß sie nach PH'S. Meinung und Ahron'», welche ganz aus dem Sinne E. fahre fort zu überhinaus die Treiber des waren ägyptische Aufauf ihre Bitte ein, . welches arbeiten v die Urbedeutung iil jetzt zchlrcich und ibr wollt sie feici/ti Lastarbciten! Leb er: PH. gebt also gar nicht .r verdäch igt vielmehr ihr ganzes Anitr tcn, indem er diesem welch Absicht unterlegt? Schlier: Dem zahlreichen Volk, könnte, die Lust zur Arbeit zu nehmen Leh:er: Uno ick glaube, da y von „züg llos, ungesctzlichfcin" hat, acisch ..noch anzudcuten, daß Mosc)ch und Ahron daS Volk an einen zügellosen, ungesetzlicher Instand gewöhnen wollen. — Um nun jeden Wunsch i ach einem anderen Zustande noch im Volke zu ersticken, unternimmt PH. die grausamsten Maßregeln, die »nL D. r bcrsetzen soll. j Schüler: V. 0. Und PH. gebot an demselben Tage den Tceilern über das Volk und seinen Vögten also: V. Ihr sollt dem Volke "ferner nicht mehr geben?- « Woraus beziehen sich ein Attribut zu.capri) so d beziehen sich diese Wort§? sind demna h ein Umstand «re der Kinder Israel und arnm tbust Du also Deinen Siegel, wie gestern und vorgestcrr ,^27!2? Antwort: Sie sind gestern, so auch heute? Lcbrer: Aus welches Satzgli Schüler: Aus cr.Pr und der Ieit. P. Ik». Da kamen die Vö schrieen zu Pb. und sprachen: 2 Knechten? V. IG. Stroh wird Deines Knechten nicht gegeben, und Iicgel, sagen sic uns, verfertigt, und siebe s^Dcine Knecht» werden geschlagen und.. Lehrer: Wenn Du recht/aufmerksam übersetzt hast, so mußt Du schon bemerkt haben, da/ß die beiden 'Worte ic;/ nxom, die allerdings verschieden erkläre und übersetzt werden, einen Gegensatz bilden sollen zu: „sicve, Deine Knechte werden^ geschlagen". In diesem Falle ist/ cs auch einerlei, ob wir, das I