Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 33 (17.8.1865)
- Date
- 1865-08-17
- Page
- Seite 136 (sequence 2)
- Language
- German
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136 ehrer nicht 5Vr. Patriachen, dessen Refrain ist „der Jude wird verbrannt" als besseren Christen anerkennen, als den Templer uns den Klosterbruder? Werden ste nicht den göttlichen Gedun'-u in den drei Ringen als einen ketzerischen verdammen? Wird Herr Platz von uns «'ubtile Unterscheidungen verl-ingen Milchen Christen und Christen, Christentl-um uns Cbrislenthum. Wird er. uns nicht berechtigt halten, nach dm Anschauungen und Lebensgewobnheiten der Ma-. jorität zu nrtheil-u? „An ibren Früchten sollt ihr sie erkennen!' Doch wozu so weit'gehen? Ist nicht die ganze Arbeit eigentlich gegen einen Herrn L»r. Köppke, der, obwohl Protestant, das erhabene Drama Lessing's mit Schlegel ein ..Elementarbuch des höheren (Zynismus nennt!" Doch gehen wir an der Hand des Herrn Platz selbst an unsere Ausgabe, zeigen wir die Grundlosigkeit seiner Behauptung: „Hat Lesung die oben entwickelten Grundsätze Christo und dem Evangelio, oaer hat er sie d'em MosaiseS wäre denn gar zu traurig, wenn 24 Gemeinden nickt Ul solchem Zweck und bei dem überall gesteigerten Aufwand 300 st. mchr aufvringen möchten. Es soll demnächst eine deßfallstge Versammlung stattfindcn. Alles in Allem genommen, cst gegründete Hoffnung, daß-die Sache devernünftigen Fortschritts siezen wird, j Frankfurt, 6. Aug. Wie aus dem Berichte der isr. Frauenkrankencasse pro 1864 ersichtlich ist, war es der Verwaltung auch im abgelaufenen Rechnungsjahre möglich, die'Rechnung mit einem Ueb.rschusse von 4401 fl. abzusLlicßen. Die Verchfleguugstage im .Krankenhause für circa 7 Kranke täglich btt jtncrit sich auf 2183. In ,brcn Wohnungen wurden unterstützt und verpflegt 21 Kranke mit 4I8L Verpflegungstagen. Za Bade- und Landkuren erbietren 8 Kranke Unterstützung. Die Einnahmen tetrugen 14,703 fl. (darunter tt!d>7 fl. Mitgliederbeiträge und 4370 ft. Zinsen des Capitavermögcns); die Ausabm 10,212 fl., worunter 21!»3 fl. zur Unterstützung von Land und Badekuren.ß mus zu danken?' Zuerst der Grundsatz der Toleranz. Herr Platz gibt wohl zn: „es geht ein gewisser Zug der Hnmanilüt durch das mo'aische Gesetz, imd. -so fällt auch ein Strahl der j Toleranz wenigstens auf die Fremdlinge rm Lande. Aber auf Gottesdienst, Gotteslästerung, Sabbatverlctzung steht i der Tod. „Immerhin 'kann zugegeben werden, daß der- ' gleichen zur Selbsterhallung,. zur Erhaltung des Jehovai glaubens nothwendig war; nur rühme man nicht, daß dies ' .Toleranz war." — Und daun Paulus! Als Jude war er in-! tolerastt, als Christusbekenner war er'tolerant. Al'o: | „Haben wir es Lessing'zu hgnkcn, daß durch sein Wirken > religiöse Duldung in Kraft und Pl»t unseres Volkes über- ' geaaugm ist, >'o hat 'er nicht aus dem Nostiismus, wohl aber uii-r dem Evangeliv, aus-dem West» Chr.sto geschöpft-" ) Forti-tzuug folgt.). ' o ch c n b c x i di r. Ki'H.-r-'.'n . i. Angl-?•!.’ ■ i-siw 4K«;b>.at«a -.7 leg-mbsit ist a io ge.a -ert. i : Erlast d.r;. :'•!■; lft-i.i tk S: . e - st. sir.r. .. m s'.m. ,st,.;!'.r stbu.r r.'r.'W.br-e't s.i ee> .esa-.r, '.oa rer -r W»hs c-übst 7-.»- «istnickt crst von ' - kinorttätsar'.i a - Hinte'rniß, der•&-if ... 7f:n. bi ift nut'. st.-':: .U.--.-U, arum;>j:,jei *--j Präi e? d 21"-- lösun; t»r st., e und 2l .säluv-vn. est .-enaa-.■& •« '-.ab': ■ {• damit s.Tt: .t-’r. k-t'c, da koch ide-mästl.e D gm-'iili-'-.r ' r Rabbinate Un: r renk ns vom k. M.n!st rin'm an v .:anv:t w.-.'. Wa' 7, u ' ec.; -a;s.n;. "n-g-.- ,r.n .*?r ' is .e,'an»r. st -l! s. was man üoer ne Waü.agstgl on'i-> was 'drum u k - bängt,. erräi u rat, was d r-e n H.rren' sich -u Ssni.n kommen lrexen, -and soll de-ßSast-,- i,re Uudsrmck-.mg in Anssickt stea n. E.sti-ä!-r z. B.. soll' separ'Ii.e ün ntgellliste füllst jährige Austle.. m - sein's Sohncs in die Bapl^'g-'i l-e Le', r.rkildunzSschule /ad» S-'minar,-al- Preis,für stink Stimme ict:u Word n f.-;n. Tie - an:e Är.gaeambeiste-t j tzr nicht rur allerbö. si n Eiit-avirmla rer, wie v r.'aut l, so-. - ern nob iei der K.fl. :sieaie-ung rä Würz rare, .In est ist tw eure Sa e rock nickt v'-rloren. Herr Jj, sck-wae„ >at in wjch n sin Rabbinatseramen mit sckönsiein E folg bestanden, 'ie '.-mei de Kissingen wll sich rn einen Präzipi'4ceikrag. ld Ntch.-n, die größere- Gemeänr-m sind euch .-vr. igr,. ein »Pst.r r>> t ,un und Gnesen, 3l. Juli. Heute iliackmittaz hat sich hier ein schrecklicher Vorfall ereignet. Der 60jährige Oberlehrer an der bwsigen jüdischen Stadtschule, Herr Stenzel, erschoß seinen seit ei:ca 3 Jahren an Tiefsinn leidenden Sobn — einen Bachi\T.t.'7 und nahm sich dann durch Erschießen sclost das Leben. Ec >rar bisher sehr religiös, seit einiger Zeit a?er melancholisch. Verschiedenes. — Die fortschreitenden .Naturwissenschaften baten bereits längst die Begrün'unz und Wahrheit biblischer Mittaeilnng.n und Gesetze erkennen lassen. So auch bae die Viss.nichair dargerhan, daß die Verbote blutsverwandtschaftticher Eh n n-ck'l bloß in Bczuhunaen zur Sittlichkeit ihren Grund rab.'n, sondern auck durch die phvsischcn Folgen solcver Even rb-.e Reckusert.gung erhalten. Kinderlosigkeit. Fehlgeburten, Blödsirn. Wahnsinn u. s. w. bat man längst sehr häufig in den Heirath-.n u/.ter Blule-verwandten begrüntet gesunde,- illeucr- "iu.? bat mm auch dar-n sehr bäusia die Ursachen für die T u i-un-.mhe-.l gest.nden. Dr. -"o:.d-n bat d rüber eine interessante. Sratist.k geliefert. Die a-as Hstraihcn Bluisverwandte-, entstammten Taui-stumme bilden im Vcrbä>tniß -u den in gewöhnlichen Eh n 'erreil-!»c« -2-">—3 > Vroce-.t. D-e Ve.hä!tn sse nehmen zu mit dem G.ade der Bims'v-rwandlschaft. Wenn die.Gefahr, ein ta-bstummes Kind zuergalten in gewöhnlicher Ehe I ist, so wird sie 18bei Heiratb.m zwischen V.'tter.i und .usen, 3? bciObeim u d rsiichte und 7tl g. r bei Reffe und Mudn-e. Die Verbättnißzck-ewachs.n auch in dem Gra.e, in welchem die Religion die u V.utsve-ck'andler -rl.ickterl. Tie Ge -urr eines ta ibstümmen s Ki '."es ist 2'ch-nicht innrr di? unmiitelbare F/lge einer Eee i i.tsrerwundt : E. ern, sondern;ei,t sich oft imtwl.ar, rnu der i'at r cö-t die Mutter aus einer solchen Ehe . ntsiummt urt' Die gesütesten, aber im Blute verwandten Eit-ra haben o'- tau,siumme, aber nickt blutsoervandte E lern se.ten taue« iiu rme Geburten. — In „jütischen Volks lalt" sind vor einiger Zeit Er« k ä-unzm v-on >l.- l:i Torrc und „Schott" über tk em-nöse Zahl Ist enthwien. Im Briefwechsel, Jean Paul'-' mit Emanuel ist bereiks tao.n tie Rete. Emanuel bringt tort tür s.-inenst benso wißb.-iierig.-n, wie auscicktigm Freund Mancherlei heran, um ru ew.nstn, daß tie Zahl 13 vom jütischen stenchtspantte eher eine heilige, a's ominöse zu nennen sei. Die Ansicht Schotr's aber, daß gerate in ter Heiligkeit die Ominösität, wenn auch