Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 33 (17.8.1865)
- Date
- 1865-08-17
- Page
- Seite 137 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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137 nur nach abergläubischer Anschauung, ihre Veranlassung habe, ist' irrig. Auch ist die Ansicht, daß selbst in der Tbora Anklänge an'die Zahl 13 in dem symbolischen Zahlenwerthe von nrix ihren Grund haben, zurückzuweisen. Wenn man auch den Wahlen und arithmetbischen Maßverhältniss-n demosaischen Tempelbaues symbolischen Werth beizulegen versucht hat. — ob mit Grund, bleibe hier uncrörtert: so ist dies noch weit entfernt von dem zufälligen Zablenwerthe der Buchstaben eines, wenn auch bedeutungsvollen Worts und der darauf gegründeten Symbolik. Uns ist aus beiden erwäbnten Abhandlungen nicht deutlich geworden, daß man sich des Ursprungs dieses ominösen Aberglaubens bewußt ist. Ec ist nämlich auf christlichem Loden entstanden und bewußtlos von den Juden übernommen worden, ohne daß er für diese Grund und Bedeutung hätte. AlS bei dem letzten Abmdmable (Peßackabcnde) Jesus mit seinen 12 Jüngern zusammensaß (Matth. 20, 20), sprach er: „Einer von Euch wird mich verratbm" (!>. 21). Da wurden sie sehr be trübt (V. 22). In der Tbat fand der neutestamentlichen Erräblung zufolge der Verrath wirklich Statt. Daher die Scheu, stch mit 13 Per'onen zusammen zu Tisch zu setzen. Es könnte wiederum Letrübniß und Unheil durch Einen oder kür Einen, wir iür Alle daraus entsteben. - Dr. Rothschild. R e c c n f i o »r. i. Biblisch? Gcschicht' (in ung. Sprache). Zum Gebrauche' der isr. Schulru van Leopold L ö w, Obcrrabbi in Szegedin, übersetzt von Tobias Löro. Verlag von Heckenast in P'stb. i.vf>4. >!. rpN biblische Geschichte (in ung. Sprache) in Verbindung mit dem Unterrichte in der Religionslehre von Nathan Fischer. Mnsterlehrer. Verlag von E. Lövy's Sohn in Pesth. 1863. Besprochen von X ... . *) Der M'Ich, welcher ans dem Zustande moralischer und geist'ger V rnacklässiguug berau -tritt, empsiidct ebenso wie der körperlich Ära le seine Schwäche und dae Bedürsniß stärkender Mole! erit dann, wenn er in den Zustand der Gesundbeit rinlrilt. Die R'-cktigkeir dieses Gleichnisses hat sich am kcä'li,ner ei. den israelitischen Staatsbürgern berausgest Ilt, insaeiondere in jenen Ländern, wo d:e Gerech izkeit und die Einsicht der hohen Regierung die B.wde mittelalterlichen Vorurtheils gelöü und die Geltung der Menschenr.chte hergest-llt hat. Taß auch bei uns diese Zeit n:cht mehr ferne, daß durch Herausgabe zweckmäß'ger Schule.nd Jugend?für die Masse gesorgt werden müsse, taß endlich die feste Gruudlage der sittlichen und geistigen Erhebung Zs.aels ein zweckmäßiger RAigionsnn'errickt sei, bierüoer sinder eine allgemeine U'beceinstimmuiig stalt. 2lber tdcils Man.el einer richtigen Anpassung und Selbst kenntniß, theiis Mangel au einer rädago,zisch, richtigen 'Anschauung baden-entweder vei uns (versteht sich in ungarischer Sprache) bis noch ror Äurzem die's ilorrgebiet ganz brach'liegen lauen, oder cs su c nem bloßen Getäbtnißwerke. wenn nicht zu ein in ganz erio-gloseu Mechanismus herabgewürdigt. *) Herr 'JKtmrl'.v;ytk(rer :)!sie»»,(ver, unser gewöhnlicher X- .'orrespondenr aus Ungarn. — Are. Dem angedeuteten Uebelstand wird in den oben angczeigte»' Schriften auf eine treffliche Weise abgebolfen. Man sieht eS den Büchern an, daß sie in der Schule entstanden, daß sie insbesondere den oberen Klassen unserer Schulen ein geeignetes Handbuch zu bieten mit Erfolg bestrebt waren. Nach unserer Auffassung bildet die biblische Geschickte einen Borläufer und ein Agregat des Religionsunterrichtes. Sie verschafft den erhabenen Lehren der Religion eine kräftige Stütz« > und befestigt so das Vertrauen in dem Herzen des Kindes. > Durch die hervorragenden Eharactere der heilig n Schrift wird | da- Gefühl der Sittlichkeit und die Liede zur Tugend in dem; Kinde naturgemäß angeregt und befestigt. j Beide Bücher, sowohl das Löw'sche als Fiscker'sche find in; ihrer Art originell, es wurde in ihnen sowohl auf die moralische Nutznießung, als aus den geschichtlichen Inhalt Rücksicht genom-; men, sowohl das Gedäebtniß und der Verstand, als das Herz > und da» Geiühl des Zöglings versorgt. In der Löw'jcken ■ biblischen Geschichte sehen wir Schritt vor Schritt den gediegenen , Schulmann, den practischen Pädagogen, wie wir ihn uns immer : als Ideal gedacht. Das Buch, welches auf die R itzanwendung 1 ganz besonders Rücksicht,nimmt, enspricht dem Standpunkt der österreichischen -t. Hauplschulklasse und ist ebenso für den Religionsunterricht der iir. Gymnasial - und Realschüler be ecknel. Mischer, einer unserer tüchtigsten Lehrer, hat nicht minder , brav gearbeitet, und ganz besonders bei Abfassung seines Buch s : die isr. Jugend stets vor Augen gehabt. Bei einer neuen Auslage wünschen wir, offen gestanden, weniger Druckfehler und präcisere Fragen, wenn anders der geehrte Autor es nicht zweckmäßig finden sollte, dar Abfragesystem ganz aufzugeben. Wir können von beiden Büchern nicht scheiden, ohne ein , ältere-, aber recht zweckmäßig gearbeites Schulbuch dieser Art j sreundlichst zu erwähnen. Wir meinen, die in deutscher und ' ungarischer Sprache abgesaßte biblische Geschichte wen Salamou Kohn, Pesth, Verlag von Hampel. 1804.*) Das Judenthum und seine Geschichte. Erste Abtheilung: Bis zur Zerstörung des zweiten! Tempels, liebst einem Anhänge: Renan und Strauß. Zweite-Abtheilung:! Bon der Zerstörung des zweiten Tempels bis zum Ende des XU. Jahrhunderts. Nebst ejncnt Anhänge: Offenes i Sendschreiben an Herrn Professor Di-. Holtzmann. Bon Dr. Abraham Geiger. II. Auflage. Breslau 1863, Verlag der Schlettcr'schen Buchhandlung <H. Skutsch.) . Ter erste Tbcil enthält 12 Vorlesungen: 1) Tas Wesen der Religion; 2) die Reli.üon i n Allerlhun und die Religion I im Judenthume:!) die Offenbarung: >) 'Rationalität, Sclaverei, i Stellung der Frauen; 3) Cpierdienst und Priesteithum; getheiltes Volksthum; li> Eril und Rückkehr. Tradition; i) Griechenthum, Sadducäer und Pharisäer; 8) Sad^ucäer und Pharisäer, zukünftige Welt, H.Uel;!>ä die Parleieu Entstehung des Ebrrsten- ‘Y:m»; 1<0 die Entwicklung des i-dsistmthums; II) das E.riitentbum a'S (ircklicht Weltmacht. der Bruch deS jüdischen Vvlls:bums; >2) in der Z.-rstreueng.?l-dang. Ein Blick auf die nemffien Bearbffta-rzen t s Lebens J-str. Tie zweite Aötyeilung: Vorwort; 1) Vorl.sung: Einleitung; 2) die Auiltösung des Startes u.td deren Folgen, Gottesdienst, Benn ^älrlle vns.rer Re.cnlion lem::r UI!» vir. 2l des ,Isr. vetrer" 5ir. Hand, in u-.l.ver :,-r wackere Roi'giorstehr.r P1>. Pollak rille ^e-rre>1-ung rer g >s.1' ersten di. liüben "lesckichre verspricht. Wir wollen durch unsre desveid»ne Zeilen der Beirr, ckung des gecdrrcn , i>'crreivo»tcn,en lc nesivc.s vorzegrifsen linden, um io mehr wir ja odnedies nur im dlllrememen aus cme Besrrechunz der vor uns liegeiri den Bäcker uns elnlirhtn. X... t