Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 28 (13.7.1865)
- Date
- 1865-07-13
- Page
- Seite 115 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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115 Durch cm Zirkular des Herrn Rabbinen GerSselv in Maroura inrormtrt, versammelten sich am Morgen dieses Tagein der Wobnung de? Herrn Jubilars ei» Theil der oberhessischen isr. Celle en — viele wrren vetdindert — an der Spitze Herr Rabbiner Gers'eld, um den Jubilar zu begrüßen und ibn zur svuagogrleu Feier zu geleiten. > D r Zug setzte sich gegen II Uhr, eröffnet von dem Jubikar. dem Herrn Rabbrner und He rn Barsteber Scha.mberg reu da in BewCxUi'g. Oie heiligen Räume des schönen Got- »esbanseS nar-n brilla't beleuchtet und augemesf n deeerirt. D>e schönte Zierde derselben aber ckm eine des Jubilars 'harrende Menschenmenge (auch nichtjüdischer Conseksion) die sstiich . kleidet» dm Freudeut)g ihe.S Lehrers und Freundes mitieiern wellt.n. .'taLdem 12U g:2 r e taiio abge'uugen worden, recitirte! -:i er t er Anwe'en^cii den scheuen Psalm (104), wonach der | Cloral: „Aa, fürwahr :c," vir. 44 des st'üdingrr'sa en Gesanr- \ luus on ö r der igen Echuljuaeud in Begleitung Erwachsener grsau iie rorg.t.ag u wurde. Herr Pros Rabb. Gersfeld, i tli r lies bew gt. biclt'karaur ti; Festre c. Redner führt den Litern in Inbist n Bildern die S chwierigkeit und Verant-- wortl'.chdeit des Lrhrrro rai's ver. hervorbebend, daß der 11 ul. rricht mit der Erziehung Hand in Hand geben müßte, und taß, soll nicht der Erfolg fehlen, keines entbehrt werken dürr:. Redner fult die ' Schwirrt, keit des Lehrerberu'eS den El!, n lurch kie Häusl che Ki dererzmbun: klar zu machen, indem ,r auf intcr’ff ir.tc Wiise der Aufov'crung und Mühe des Paters, ch r Gr.uld u, d Ausdauer der Mutter hierbei Cwäb ung thur, und nun nachweisend, de.ß beim Lehre die Teli'ioirf rung und 'Ausdauer in doppeltem Maße verbanden sein müßten, wofern er Pater- und Deutle: stelle bei feinen Ä le.n n vertr t n welle. „U»' auch abgesehen von jener Selbstrpferung abgesehen eon d n i nen'l chm H mmnissen," fährt Re'nm fort, „kie sich dem >.'eyrw in seiner Schule cntgrgenstrmmen, bat gerate der ijr Leluer als solcher noch einen stw'reu, undankiaren Berus im Lebe»: cr soll ja Alles in Allem sein. Zt er in der Scku.he der bebewlle Lchr.r. und Pater, so soll cr im Leben Stühe unk Zuflucht der Armen, Trost der Kranken. Ratv wer Wltrwen und Waisen, ja Vorbild der gangen Gemeinde im silllrchen Leben nid in cullueller Beziehung sein, und b i dem Allm ist o?t nichts als schnötcr Unda >k und Verkennung sein Lohn." iü'clncr gilt alödann seine Zu'riedenheit über die Anhängiitkeiljund Lie^c ter drei Kein i >den — Hclzbausen, Mardorf, st.'oskorf — für ihren Lehen und die allgemeine Theilname an seruem heutig ,n Feste zu crke nru Dabei vergißt er nicht, auf den edlen, frjedliebcnwn Charatrrr unseres lieben College,! Hab», auf sein bescheidenes Wesen, auf seine gründliche Ke-, lehrsamkeit vesendcrs in rabbinisckem Wissen ausführlich zurückmkomm'n. Herr Gersield eröffnet sodann dem Herrn Ha'rn, j tay er beauftrazk sei, ihm RamenS kurfürstlichen Vorfieheramts zu Marburg ein Cbr-ngejch.nk von 20 T'mleru zu ülcrre chen und ihm zugleich ein Anerkenu lngs- und Belobungsschreib n kreier Be orte ru beüäntigen, sowie die Anerkennung ni d Acht >ng seine c> rin ich.n Vo aes yten ihm auszukrücken. Herr Lehrer L'siard von Amöneburg empsänzt erwähntes Schrei rn zur Vorlesung. Derselbe wünscht jedoch, bevor er sich liescs .ehenvollen AiitmaS" en!lrd:gt, „einige einleitende Won."' varaus,- schicken. Cr bedauert dar n mit Recht, daß wir ' r>e. isr. Lehe-r mit unseren christl'chen College» noch nicht die o>ll.- Eben ürtigkeit, finanzielle Gleichstellung erlangt haben, hell h rooe. daß ja „gleiche Pflichten, gleiche Rechte" bedingen und dass, kie Zetztg-n, werde inimer mehr dem Porurtbe l allen Bode» e. Izichrn. Zugleich ermahnt er alle Amtsbrüder, im Streben nach den: Reckte nah inn cipation ein Herz und eine Seel das bezügliche Schreiben verleben, von so vsclcn Beweisen aufrichtige rlicher und äußerlicher Emanzu sein. t)iach"em er nun :a"tt ter Jublla-. tief bewegt AL'.ung und Licke, zunächst Gott, der ibn den heutigen wi bkigen uu' für >!m heilig n Tag bat erleben lassen und bit nötbigstraft und den reckten L ziehung seines heiligen Berufes nick: entziehen zu wollen; er dankt dem Vertreter kurfürstliche w im de- Woblwollens u:d k^r ' lnerken'ung sowohl jetzt, als ...... i..: r.m.,—-:i—- *e;ren Cell^g n für die warme Ehrentage sowohl a's auch für die Freundlichkeit und Gülte, womit di so im Leb n l auch bei sor.sti cn Kel-gen beiteil: Tbeilnabme an seinem heutigen et Ihn, ihm auch ferner die illen rur genisswhaslen Voll- Bor>tcderamIS für die Beihm begegnen. (Ms Festgelckenk und Herrn Plaut in F'snkfurk „Anfpacker S.rimloos" im Werl meinde sct'obl, für di: b rzlich:-lletb'iligunz am heutigen Freudenfeste. als für das ibm gevidiiet: Gesweuk von 24 Tholcrn. Herr Hahn könnt: wobl mit Red t oie Wor:e Samuels aus sich bnicb.'n: 'Ul '2 5>x 1!N'M2 und wir glauben ibm getrost vcr^iens s.'ium Ke»l iude antwor» ten zu dürfen: Ug' se-i ij.i- Dw synagogale Feier i&oü' mit Rrcitation des PsalmeS srp (I > l) und Äbsinauilg des 'Irllerals: „Heilig, beiliz, Gott der Welt-n!" (2. Büdlugers Gesa >gbuck vir i>l.)i Zu Hause erwa teteu den Xal-itar eine unii.astc Anzahl ron Begtückwänschungs,chreiben und Keschenksn, theils von Schäl rn, theils ron Aadnu. Von seinen Schülern, welch: cb.iisabs Lehrer sin^, heben oon der auwes:iid:n College» M. »rdielt Herr Hahn ein b: v n I I fl;) seiner Ge- ’jjn >• sc. Recltation des PsalmeS wir bmvcr^ Herrn Lebrer St von Viordeck, Schierling in D Dr. Rülf in Schwerin und Wi:tel?berg. Die lehten viel batten aber Glückwünsche und gelangen last'n ■ Die Mahlz it vereinigte Toaste bekamen freie.: Paß. r» von Frankenau und Stern ackura. Dr. Slein in Seesen, piae Schülerin C. Baum von waren zwar nicht anwesend, C..r.n^esch ilke an Herrn Hahn wieder Alle und Heiterkeit und Der verebrten Hausfrau aber sagen wir ,;n .'irmen Aster für die wahrhaft glänzende Bewirthung und ibr freundlib heilneS Wesen ti.rnr.t nochmals unseren b rzlichsien Tank. Rack Schluß d r Mahlzüt und uackbem die sich vcr'änzerns den Avendschatlcn zur H^>mketr mahuteii, tren:te man sich, rui frieden u-d iroh, und m:t den Bewußtsein, einen in jeder Bel ziehung für j wen der B.tbeili ite i wahrhaft schönen Tag verlebt L zu haben. Wir wünschen un 'rem li:ben College» unk Freu-de Hahn von Hmzen, kaß ihn Goit >och lange Zähre mit voller Kraft und in blühender Ges in^beit, im Kreise der Seinen und seiner! Kemstn'e, wirke., u"d arbeitm laste; wir wünschen aus.ichtig. l daß seinem guten Willen niemals der rechte Crfo'g und d,e > wahre Anerkennung ver>agtn werden möge, und daß nie eine > AVolke des Uu uuthes und Kummeis sei::'eu Uchlvrtleu Lebens-! borizont verdunkle.! ' ( _T_I_ Plaut. i Ein Stück Kchrergtschichte. j Aus dem Riei ngebir n schreibt man rn .,Bre'I. Ztg.": l 'R'ulich fübrie uns das Geschäft in d c s.-^eua, t u „Stricker-! Häuser". Liese Häufe-, rl a.r dm Zrbl. ro» Holzbaneru seht bewohnt, die für d u Gulsherru Graf n Sä affg tstch arbeiten — liegen arf der ä'ßersten Spibe einer »ich Böhmrn hin.inlaufenden, ron Zs r, Millm tz und Liummel umn tzten Zunge m»t deuisckcn Svrachnerron unl> bönstsch m Harseit'.ailg. Als wir!