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Der israelitische Lehrer · 1865-06-22 · 25 (22.6.1865) · p. Seite 99

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
25 (22.6.1865)
Date
1865-06-22
Page
Seite 99 (sequence 3)
Language
German
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99 roerein." rheinischen Pensionsberechtigung von 350 fl. bis 450 fl. weniger Lebensfrage sei, so wurde doch anerkannt, daß er für die Lehrerwittwen, die nur aus 60 fl Wittwengehast Anspruch haben, zu -hohem Segen gereiche, und daß man sich der Allgemeinheit nicht abschließen dürfe. Die Mehrzahl der Anwesenden Unterzeichnete sowohl für den Verein, als — soweit dies noch nicht geschehen war — für dessen Organ. Die Scheidestunde war herangenaht und wir zur Abreise schon bereit; da wurde uns durch wackere College« noch eine sehr angenehme Ueberraschung zu Theil. Lehrer Walz von Kaiserslautern überbrachte uns Folgendes um 3',i Uhr von Lippstadt abgegangenes, um 6' * Uhr an ihn gelangtes Telegramm: „Dem pfälzischen Lehrerverein sendet „herzlichen Wrufj und beste Wünsche für das „Gedeihen seiner Bestrebungen „Der Rheinisch-Westphäliiche Lehre: Mit Enthusiasmus wurde der Gruß der Collegen entgegengenommen und — da das Telegraphenbureau schon geschloffen war — der Präsident der Conferenz beauftragt, denselben zu erwiedern, der es des andern Morgens mm Neustadt aus in folgenden Worten that: „freudig überrascht erwidern wir Euern „Brudergruß und fühlen uns geeint mit „Euch in gleichem Sinn nnd Streben.*) Werden die fernen Freunde den Gegengruß noch rechtzeitig empfangen haben? Das kleine Ereigniß gab dem angenehm und nützlich verlebten Tage einen würdigen Abschluß unv Iwenige Minuten daraus führte uns der Dampf zurück zw unlern Schulen und Familien.! Möchten wir uns gesunv und froh Wiedersehen unv uns mit allen Collegen stets einig fühlen i in gesegneter Wirksamkeit für unsere heilige Religion und j unser geliebtes Vaterland I j Der Vorsitzende: Der Schriftführer: Ignaz Lehmann. ölt ern. Correfponden;. Wem ivreanfcn wer die Meniumi: der gegenseitigen Bestrebungen, der gegeizscaigen Zusammenkünfte, die gegen,eit«ge Achtung iür u» eigennütziges Wirten im Interesse der Schule? I Wem anders als dem „Iir. Lehrer" .— unseren beicheidenen Or gane..? J :Nachbemerkung der Redaktion.) Wir üreiltzen een Nachsatz ab. Wir unten uns genugsam belohne für unser bescheidenes Wirken, wenn die Anerkennung .desselben die Fertsübrung und Er«iterunz unserer Be 'trcdungen ermöglicht und ballen es nicht für würdig, in unserem Blatte selbst unser Leb auszupvsannen. Allein, wir erlauben un8 noch etwaS anzufügen. was, wenn möglich, uns noch mebr am Herzen liegt, als unsere.Zeitschrift: Wodurch halten die Lehrer Westvhahlens die genau« Adresse des Lehrers in liaiserslautern? Wodurch anders als durch die .Achawa"? Möge das Bewußtsein von d/r Erhabenheit unserer Aufgabe, den deutsch-israelitischen Lcbrerftand zu vereinigen, zu verbinden. und durch diese Verbindung zu einem festgegliederten Lehrernandebei steter Würdigung der Einzel,ntereffeh denselben innerlich und äußerlich zu beben und zu fördern, immer mehr gewürdigt werden: Die Rchawa, Liebe Brüderlichkeit, soll'unser Bindemittel sein! *1. Odernheim, 18. Juni. Zur 15. allgemeinen deutf (feen Lehrer Versammlung rn Leipzig waren 2500 Lehrer aus der Nähe und Ferne angemeldet. In der Vorversammlung, am Pfingstmontag Abends wu.rde dieselbe vom 'Vorsitzenden des Ortsausschusses, Direetor Dr. Bornemann, bewillkommnet und sodann eröffret, daß die Hanp!verfammlunzen iiz.4>er Neukirche itattsinden werden. Der Geschäftsführer deS ltitenden Ausschnffes, Herr Dr. Moriz-Schulze, schlug hieraus aus den 26 zur Versammlung angemeldeten-Vorträgen für den ersten Tagror: l) Die Bedeuteng. der allg. d. Lehrerversammlunz — Dr. Wichard Lange in Hamburg; 2) dir Volksschule der Zukunft — Rektor Fröhlich zu Rastenberg in Weimar; 3) Principien der Sbulgesetzgebung für die Jetztzeit. Allgemeines Bedauern sprach sich darüber; auS, daß der unermüdliche Vorkämpfer der freien deutschen Volksschule, Dr. Diesterweg, nicht durch das Alter, nicht durch die Anstrengungen als Abgeordneter der preußischen Kammer, sondern — durch die Krankheit seines Sohnes, den er ins Bad geleiten, mußte, verhindert war. zu erscheinen und seinen Vortrag: „Der Begriff der' deutsch nationalen Volksschule" zu halten. Als erster Präsident wurden alsdann Dr. Tbeodor Hoffmann von Hamburg und alS zweiter Dr. Bornewann aus Leipzig, der Realschuldirektor Kaiser aus Wien aber als dritter erwählt. Die erst; Hauptversammlung eröffnete der Bürgermeister Koch aus Leipzig, indem er die Lehrer im Namen der Stadt Leipzig begrüßte, dem dann der Diakonu? Suppe im 'Namen der Geistlichkeit und Dr. Bornemann im Npmen des Ortsausschusses wiederholte Bcgrüßnngswo te folgen ließen. Wir werden, sobald als möglich, nachträgliche ausführlichere, Berichte folgen läffen; iür beute nur folgende kurze Skizzen' der Verhandlungen. Der erst: Vortrag — die Bedeutung der-, allgemeinen deutschen Lehreroersammlung — ging ohne Bemerkung vorüber. Desto reger, tie'.r uid einschneidender, den ganzen Gegensatz der heutigen Anschauungen der Lehrerwelt mit dem Ueberkommenen berauskebrend, war die nun folgende Debatte über die Sätze, welche Rektor Fröhlici seinem Vortrage „Die Volksschule der Zukunft" zu Grunde legte. Sie lauten: l) Ohne Volksschule ist der Begriff Staat und Kirche unvollkommen. In ihre Hand ist der Menschdei Würde gegeben; 2) die Volksschule umfaßt den Kindergarten dis i»8 6., die Kinderschule bis ins 14. und die Fortbildungsschule bis ins 18. oder 20. Lebensjahr; 3) ein UnterrichtsgeskZ bat die Regeln für; feie Volksschule festzusetzen: 4) Schulgeses und Selbstverwaltung müssen einen Begriff bilden: 5) die Oberleitung der Schule falle dem Staat und der Kirche zu gleichen Tbeilen anbßim; doch habe ersterer nur eine Machteinwirkung auszuüben, heim die Volksschule sei das Product des Staates, nicht der Kirche; 6) die Hebung der Volksschule bänge r on der Hebung der piltung ihrer Lehrer ab; 7) die Volksschule der Zukunft sei jauch durch vollkommenere Lehrmittel zu bitten. | lieber diesen Bortrag sprachen di: Herren Direktor Kaiser' von Wien, Direktor Stern von Frank ürt, Minder aus Hirschberg, Schick aus Grimmr, Tiedemann aus Hamburg, Professor Reelam aus Leipzig. Pfarrer Riecke aus Neuffen und ach 2. VersammlungStage die Herren Schultheiß, ein?9jäb>iger Greis auS Nürnberg, Serbius ans Weimar, Berthelt und Kesepstein auS Dresden, denen allen gegenübe' Herr Fröhlich bemerkte, daß er nicht unbedingt die Sckule vor der Kirche habe tremen wollen. Nachdem noch die Herren Berger auS Mannleim, Radestock auS Meißen, Lüben aus Br« men, Schmidt aus Drrmstadt und Geleke aus Leipzig und ter Referent Herr Fröhlich i

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