Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Lehrer · 1865-06-22 · 25 (22.6.1865) · p. Seite 100

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
25 (22.6.1865)
Date
1865-06-22
Page
Seite 100 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/4896751-5428734-5431500--1099-4897652
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

100 f selbst nc.bnia!8 gcjprccten, gm,} man za Jmu Vertrag des Präsidenten der Versammlung, Hefsw.ann aus Hamburg, die „Principien der Schulgesctzzcbung in der Jetztzeit," über, der jedoch nicht abgehalten würbe. Man griff aus demselben, aus Vorj<t>laz des Herrn Hon'inann selbst, erneu Satz, den über die BUkung und Anstellung der Lehrer, heraus, und sprach darüber. Äußer den Herren Schreck aus Grimma. Keserstein aus Treste», Thomas aus Leipzig-, Kaiser aus Wien, Lüben aus Bremen, betheiligte sich auch Professor Roßmäßler an denVerhandlungen in seiner scharfen, bestimmten We se: „Die allgemeine Weltanschauung ist die Umkehr von der übernatürlichen Wett anschauung zur natürlichen; die Lehrerbildung muß aus der letzteren geschöpft werden", dos war der Inhalt jein.r Rede. Einige die Bemerkungen der Vorsprecher znsämmensosjende Worte des Ref. Hcnmann beschlossen den zweiten VerhaudlungSlag, über den noch nachzutragcn bleibt, daß König Johann eiucu ihm zugesantten Ergebcnheitsgruß mit herzlichem Danke erwredert batte. Viele Theilnehmer batten am Abend d.s zweit n Tages schon die Siadt wieder verlassen und >o wurden denn die Berbandlungen des drillen schon vor bedeutend gelichteten Bänken begonnen, rie indeß später durch Leipziger wieder dichter besetzt wurden, vä wurden heute noch zwei Vorträge, zunächst einer ron Ticdemann Schulvorsteher ui Hamburg, über den Satz: „Wie muß der Religionsunterricht beschaffen sein, wenn er die Schüler wahrhaft religiös machen soll?" gehalten, und detbeiligte sich an der Berathung darüber außer schon genannten Herren in ganz besonders bemerlenswerther Weise der geistreiche Rabbiner der kiesigen jüdischen Gemeinde, Tr. Goldschmidt, welcher, on LesfingS Ratdan än.'nüpi.nd, nur einemvon allen Vorurtbeilen freien religiösen Unterricht — der von allen Vorttzeilen freien Liebe — das Wort geredet wigen wollte.*) Weniger anregend wirkte der letzte lorirag in der dicßjährlg»» Lebrerversammlung: Was bgt die eeuksche Erzithuugs- und Unterrichtswcise von ta anteier gebrldelcn liegtionen zu lermn? ron Lulich, Schuldirerlor aus Dresden, obgleich auch an den Verhandlungen färu er auß r dem Dr. Schuster von hier noch der altbewährte Schulmann Wunder aus Hirsarberg in Schlesien sich teifcciligte. Es war di: Zeltgekrmnien. wo sich Die Tbeilnebmer an der Versammlung trennen und »ach allen Richtungen des Vaterlandeshin verabschieden sollten. Herr Hoffmann gab als Präsident den Eeiüblen, welche dabei Jedermanns Brust bewegten, Ausdruck, und nachdem er noch einmal dem gastlichen Leipzig den Dank aller anmesencen'Lehrer karge.rackl, bob er die dießjährigc 17». deutsche Lcbrervcrsamwlung mit dem Wunsche, sich zadlreick» ,nr künftigen Jäbre »n HildcStzeim lbieder zuseben, aui. Ter Stattratd der zuletzt genannten Stadl hat durch den Lehrer Baribolomäus seine Einladung machen lauen und vorläufig schon rum Empfange der Versammlung 3»«»Tl'lr. ausgesetzt. Aus Kurbessen, im Juni. Folgendes Eircular ist "den kurbessischen Lehr-rn zugejentet worden: Au den Herrn Lehrer R A. in N. Sie erkalten nachslehenten. Entwurf als Einladung dem Bererne beizutreten und mit dem Ersuchen jür denselben »n Ihrem Kreise vnd bei ihren Gcmeindeniitgliedern nach Krästcn zu wirken. Erllten See bezüglich der Statuten irgend einen Antrag zu stellen babin, so wollen Sie, nach etwaiger Berathung mit den Herren Gcmeindeältesten, Ihre drsrallsigen *) En boffcn diese Reer später ausführlich bringen zu können. Bemerkungen aus dem Rande beifüge» und den Entwurf mir denselben an mich wieder hierberschicken. Eassel, den! Der Landrabbine: j l »w. Adler. j I j Entwurf der Statuten - des ' turhesfischen Vereins zur Unterstützung der israelitische, Lehrer Wittwen und Waisen. 8- 17 Ter Zweck dcS Vereines besteht in der Unterstützung der Wittwen und Waisen israelitischer Lehrer in Kurhessen. 8- 4 Zur Erreichung dieses Zweckes wird zunächst vo» den Lehrern e n Berlin gebildet. Personen, welche diesen! Stande nicht angehören, können dem V.r.ine ebenwohl, jetoch nur als Ehrenmitglieder und Förderer eines guten Zweckes beitreten, ohne deshalb Reckte;u erwarten. 8- Der jährliche Beitrag für einen Lehrer als Mitglied'des Vereines wird auf 2 T Haler »est.csetzt, der eines;! Ebrenmitglictes als Minimum auf l Tbaice. 8- -1. Auch ein für allemal geleistete Beiträgt werden an:; g nommcn und, wen . sie mebr als 2b Thaler betragen, de» ' Vereinsfcnds überwiesen (s. 8-' 10.) 8st I" jedem Kreise wird ein Mitglied als Agent bestellt, welcher die Beiträge zu erheben und an den Eassirer ab zulieserni hat. 8p. Wer dem Vereine beitrcten will, bat sich bei d,m Ägenien! zu melden und durch diese Meldung die Mitgliederschail »r angt.! (Fortsetzung folgt.) Deren» zur Unterstützung hilfebedürftiger israelitischer Lehrer, Lchrer- Wiltwen und -Waisen in Deutschland. Spenden: Gesammelt durch Jjnn Ferdinand David, Vornan! c»r ilr Riligioi sge» einte meinte fl. 2«!. 24. Ashei in in der dortigen ist. G: Jilstituisroisichir Lebmanu in Reusiadt a. d. H. (zugleit als Betrog a:s Ebreun ilgliek) r'l. b; Dr. trau in Münch» fl. 1; Dr. Hischfeik >n Auer bürg fl. I; Jackiel Landau ii Eambe g (jätil d») fl.-1; Gcbr7 Herz in Dppci beim sl. 1. @>- sammtsumme fl. l’<5. 2i ft. Jahrbücher: Tr. Reucnböffer, t. b. Bataillensarzt in München st. -- Dr. Adler, Landrabliner in Kassel st. 21; Lichtenauer in Hägenhein sl. 7». iUi kr.; Jacob in Goldberg fl. 3. 30 fr. ,4u sammcy fl. :>3. <j tr. s M i t a l i c V: r b e i 11 a g : 7) Ktllermann aus Frrckhe m, fl. 24. 30 kr. f Beramwori jchcr Ärr.-c?mr: 2- Kltngegsteln in Odcrnhitm in Rheinbrsten; Stlbstverlag der Redaktion. Für den Buchhandel: in Lo>nm:>f>sn bei L. b. Fritz sche iv Leipzig — Dampf-SchneVpreflendruck von I. Eotttleben in Mainz.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.