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Der israelitische Lehrer · 1865-04-27 · 17 (27.4.1865) · p. Seite 66

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
17 (27.4.1865)
Date
1865-04-27
Page
Seite 66 (sequence 2)
Language
German
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Gewölbe einzuschließen, unbekünimext darum, ob die Kunden herdeigezoq.n werden, ob er die Waare an dem Orte, an dem er sich befindet, verwerth'en kann., — Darum sehen wir, daß so oft die geträumten Erfolge fehlen; daß gute Elementarschüler schlechte Studenten werden; sie „verstecken," es fehlt die durchschlagende geistige/ Anregung^ Darum — erst planvolle E^mentar'chulbitdung, bis "zu einer gcwisien Verstandesreise, dann Studien. Erst gehen, dann lausen. Erst Heimatb, dann jjtVmbe. .Erst Reise, dann Genießen der. Früchte. 2) Das Herauc-rerßm der Schüler aus der jüdischen Volksschule ist schädlich für die religiöse Durchbildung. 'Tie öossnung des Judenthums, das Heil und die würdige Stellung des.Juden im Weltleben liegt unstreitig in der Heranb.ldung un'erer Ju-enb. . Wenn Jeiaiae vor Jahrtausenden schon dem Volte' zurief: c*scn,- iomeinte er mit.den „Kommenden" unsere Kinder, das kommende Geschlecht. Diese junge Genertttion will er tlcs murz'ln sehen :m Boden des Ju denlhums. damit durch sie Herl und-Segen hervorbreche. Wie kann aber solcherweise-' Herl und- Segen eriprießen, wenn Eltern ibre Kinder dem Bo.<n - des Judentbums — der Schule uuö Synagoge entziehen. die unmündiger: Kleinen auf andern Boden verpflanzen, und sie etwa im Fr-.nzösiichen, Lateinischen,/n der Geschichte der Griechen und-Römer kundig iverden, llhe sie in der heimathlicheü jüdischen Geschichte., die dort fast ganz ignorirt wird, fest begründet und? Seht, Ihr Eltern, Ihr entfremdet Eure Kinder den herllia.en Giundsätzendes Judenthums, Ihr beraubt sie der würdigen Stellung als Juden in ihrem ipüt-'rn Leben! Ihr wollet vielleicht emmenden: „Unsere Kinder besuchen doch zweimal in der Woche die Religionsstunbru" — Wißt Ihr nicht, daß der Rel.gionsunterricht von d>n in Re Stadt - gekommenen Knaben als Nehen'ache betrachtet wird?' Was kann der fruchtend! Und wie werden in vielen, der erwähnten' Anstalten diese Religionsunlerrichtssiunden benützt?' Seicht und ooerflächlich, zumal der Unt-rricht m den misien Fällen.aus dem bloßen Her sagen der Antworten im Religionsbuche bestehen muß, njul zu tiesserem Eingehen die Zett mangelt. — Seht, Ihr lieben Eltern, Eure jüdischen Kinder sollen eiirft jüdische Männer geben; daher ~y: laßt den Knaben Knaben sein! Laßt ihn zuerst die jüd. Schule, die jüd. Kinderdie Voltsichute dilichmachen' Gönnet den Kindern Zeit, um zu erlernen, warum sie jübiiche Kinder sind, zu erfassen die Lehren und chun Geist ihrer Religion. Lasset Volksschulunterrichte, so versäumt es die stützenden Elemente - jüdisch-religiöser Bildung für sein ganzes Leben und religiöse Versunkenheit kann sicherlich nicht ausbleiben. Darum, Ihr Eltern, um des Gesetzes, um unserer heiligen, mit vielen« Blute theuer erkauften Lehre, um des künftigen Glückes Eurer Kinder willen, lasset Eure Söhne unter der geübten Hand'Eures jüdischen Volksschullehrers, der sie einführt in die Schachten des wahren Judenthums, einführt durch die Lchrmeisterin, die jüd. Geschichte. — Der Geschichtsunkundige muß gar oft mehr oder weniger schweigend Israel verdächtigen und über seinen Glauben nach der Lebensweise einzelner, schlechter Individuen (an denen cs in keiner Eonsession und Nation fehlt) ungerechter Weste urtheilcn hören; denn es fehlt ihm ja die genauere Kenntniß seines Judcnthu.ns als Waffe zum Entgegnen. ' Sehe« wir auch ab von dem ansg.vrägten Consessionalismus, den, oft diese „höheren" christlichen Lehranstalten tragen, nstd der allo unsere Kinder dem Heiligthum ihrer Vater in ssroselytischcr Wesse entsreindet, so haben mir doch Gründe, gchiug um Euch zu nlahnen, Eure Kinder zuerst in der Volksschule, so lange sie schulpflichtig sind, zu lassen midiste weltliche und religiöse Borkenntnisse sammeln z» lassen, damit sie mit guten« Erfolge dann eine böhere Anssalt besuchen können. Dann wird es weit besser um sik stehe». Sie kommen, in w'.ssin'ckastlichen Gegenständen besser »nd schneller fort, haben das Judentbum und seine erhabseueii Grundsätze mit Herz und Vernunft ersaßt, Ihr, Ihrj Eltern, habt den .Kommenden" Zeit gelassen Wurzel zu fassen im Bode:: des Judenibum? nach dem Ausspruche! des Propheten: »r lh 1-l "'e.- rar er ixrcde-—.- Corresponden;. .•«2r i L ihnen Zen, danett sie den Ursprung unserer Sabbate und Feste kennen lernen, deren Heilighaltung Ihr von ihnen wünscht! Lasse! sie in der Volksschule, Eure Kinder, aui daß sie die Geschichte ihrer Väter kennen lernen, dieser Väter, welche für ihre Religion o't Hab' und Gut, ja sich selbst geopfert. Von dieien ihren Almen laßt sie zuersi in der Schule Treue und Stärke in der religiösen Ueberzcugung lernen, Gewiß erübrigen sie dann mehr, mls wenn sie mit mangelhaften Voikennlnlssen d, i. mit schlechten Schulkenntnissen eins Fortbildungsanstalt betreten.- Das Judenthum achtet hoch Re Schätze ver all gemeinen Bildung, oenn das Juhenthum wird von dem Fortichreite» der Wissenschaft nicht geschädigt. Entzieht man über das Kind dem jüd. r« d. w d f r ii r T T l 1 D«sr bereits von unS ang'tjünkigt< Artikel! d,s Prazer „Abendland" über tinsere .Achawa^ lautet: Nickt blos ein liier irisches Erzchgn.ß sehen wir in diesem Buche, sondern eine glücklich vollkübrtr und höchst erfreuliche Tkar begrüßen wir in demselben. Durch die edessten Mittel wird bier Ver heiligste Zweck erstrebt und muß erreicht werten, od-r-man müßte rcnweüeln am Sinn >ür das Gute in Israel. Ern Buck wie diese-, berrorgeganger aus der Beremiguna von Kräften, durch deren Wirksamkeit die Zukunst des Judenthums gesichert wird, käs nickt wie jedes ai kere blos. durch seinen In« balt, sondern vorzchssiL durch seiner Ertrag der wa'.r.n.Re- Iioiositäl zu Gute kianirzt, bei dessen i Entstehen weder Habnoch Ehrsucht, noch irgend ein selbstsüchtig-r Beweggrund mitwulten, ein solche-Buch ist epechemackeod in der jüdischen Literatur. — WaS ist gtfcheben, daß dief-s Buch erscheinen konnte? — Es rst der alte Fluch — oder richtiger der fluchwürdige Zustand, den man, weil man seine wahr? Ursache nicht verstand, oder nicht verstfhrn wollte, daher nicht bessitigen konnte öder wollte, aui daS Psairiarchenwrrt (Ten. 49, 7:): „Ick will fix vertheilen in Jakob »nd zerstreuen in Israel" zurücksührte — gebannt und in Segen verwandelt. Der isr. Leb rer, der stets bejammerte und beklagte, und darum meist jämmerliche und klägliche ist verschwunven und ein Leb erstand als festgeschlossene Körp.-rschast steht vor »ns. Semes Werth-s sich bewußt, darum stolz auf seinen Beruf fordert er unsere Achtung, macht geltend sein Recht

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