Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 17 (27.4.1865)
- Date
- 1865-04-27
- Page
- Seite 67 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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67 #itb wir können beides, ohne uns selbst verächtlich zu machen. Ihm nicht versagen, du er es sich *anch lohne uns zu verschaffen weiß. I Das Jabrbuch »Ackawa« ist dawirksamste Heilmittel gegen den Schaden, woran die jüdische Schule bisher kränkelte, gegen den Mangel an tüchtigen Lebr rn. Beruhen kühlte sich gar manche Jugendkrast z»m Lehrfacke; aber wenn der Le ufeae da« Schicksal seiner Slandesgenossen überdachte, so mußte er -sich zurückgeschreckt unk zu jeder anderen LeNenSbahn e.er, als zu der des Jugendunterricht's angetrieben füllen. Seine Et llung war — wir sagen nicht — eine verachtete; denn wir glauben, daß' die Seiten, ,n welchen dies der Fallwar, längst hinter uns liegen, aber doch die a.bä^igste. Die Mittel, die sie bot, -reichten nothdürftig mm Letzejzeunterhalt, seien auch zur Ersbaltung e ner Fawili hin. m-nen Spa pienizg zu erübrigen, daran war nicht zu denken. Was hatie er zu! erwarten, wenn seine Kräfte zu der, körperlich und geistig so lau-reibenden Beschäst'gung nicht mcbr ausreickten? Was sollten seme Hinterbliebenen anfan en, wenn der Tod ihn abruf ni wür'e? — Aber würde sich kenn die (Gemeinde -icht der Wittn» und der Warfen des Mannes aniebmen. d.r ihnen im heiligsten Berufe seine Kräite cpserte? Di Gemeinde lab sich vor, mckt in diese 'Arth w ndigkcit zu gera'b n. und bewilligte niemals die definitive Anstellung Also Aengstlichke t hüben und drü en, und daher wählten nur die den Lehre stand, dre zu keinem andern, und da'nm zu diesem am w nigsten tanalich wa-ctr - Der Berein, dem das Jahrbuch lein Mritstehen verdankt und dem es seinen Bestand sickern bellen ltll bebt diese Bedenken. Der Lehr-cr. der diesen» Berejne »mgebört, darf ebne Zagen seinem Berui-- sich ganz hingebe- , mek»r er, noeli ieine Lieben werken verlassen sein, wenn e nicht mebr tbätig sein kann. Die G meinde, welche durch den Berein k!c Zukunft »eS ihm ängebörigen Lehrers gesickert w.'ß, wird eilten guten Lebrer dadurch zu fesseln suchen, 'aß sic ibn defi i'ivlanstelli. Indem durg' d»n B.rein der isr Lcbr f aufgcbört bat, ein vereinzeltes, be>ma'blos s,' von Gemeinde iw Gemeinde hin- und hcrgeworsenes Suvject zu sein, steht er mi it da als ein unentbehrliches, gerngesebenes, sich eng anschlie sendes Mitglied der Gemeinde m welcher die Pflänzlinge, die w in feiner Jugend gepflegt, zu kraft', en Bäumen h rangewachfl n, idre Aeste liebend über fein Alter ausbr.iten. So rss ibm eie Achtung aller Guten gesichert. Davon gibt nun schon der Berein elbst das sprechendste Zeuaniß.. Wäbr^nd trüber ein Rabbiner rs tief unter seiner Würde gehalten hat, mit dem Juaendlthrer ptlmeinlckaitliche Sache zu ma en, seben wir im Ber-ine die Scheidewand zwischen Bolks- und Jug-adlehrer aukgeboben. Wahrlich, sie haben sich. Nickis vergeben. die Herren Rabbinen uiid Doctercn Stein, Phi ippson, Rothschild rc., daß sie mit denlHerren Lüß, Fleischhack r, Plaut :c. zusammensteben, zusammengeben, zusammenrathen, zusawmrntboten. I Ein Ziel, die E'baltung der Rel>gi«r, die Erziehung des Meisichen baden sie alle. Sieben dem gelehrten Rabbinen mehr Mittel zur Erreichung desselben, mehr K nntnisse zu Gebote, so hat dagegen der Schullehrer mehr Fertigkeit rn der Anwendung seiner Mittel, seine Arbeit ist andaltm er und seine Erfolge sind weit gesickerter. Wir b'bcn daher in der jüngsten Zeit die Koryphäen der Gelebrsamkeit »ine Ehr' darin suchen geseh n, auch da« Sckulme sterawt zu verwalten, so Geiger, Sachs^ Saalsckitz, andere sind, von ihren Lehrtan eln herabgestiegen und haben sich auf den Schulkatbeder me'erge lassen, so Frankel, L. Stein. W nn jetzt Joseph Thecmim Bers isser des p»r> ,»»^adi„>, .noch lebte, so würde er kein Epitheton )er B.sche'denheit sondern des Stolzes darin sehen, sich Kinderßehrer (makri dardeke) zu nennen j Begrüßen wir also das Jabrbuch „Achawa" als das Frühroth der Zeit, da nlcht mehr Einer zutn Andern sagen darf: »Erkenne de« Ewigen," denn Alle e rkennen ihn vom Kleinen dis zum Großen. Wüßten wir also nur, wie dies daS Buch bezweckk, wir hätten Grund zu wünschen, daß eS von Jedermann Inhalt zu berücksichtigen. Nachdem Puch entstanden und was genug, es zu kaufln und gekauft werde, ohne seinen wir eS aber gelesen, können wir cs, ganz abgesehen von Ursprung und Zweck, blos Inhaltes wegen auf daS wärmste emp daß e» nur ,n so wenigen Exemplar (Es folgt nun eine sebr freundliche derernzelnen Tb.'ile deS Jahrbuchs, die übergeben müssen. Eine Benrtheilung schickten Feder, tdut doppelt wojll. ein gesegneter sein, und diele Stimme Praga,.— für den Juden ein zweites bieten, daß die Lebre Israels — uta die Rabbin-n W»rk, die Einigiing des gelammter Lehreruandes z, beiligcn Bruder-uude würdigen, un bleu und müssen be 'auerif, abgezogen ist rc. ,c. , i ind anerkennende Re:ensio« n ir des Raumes Willen wohl z wie diese, aus ein^is so gell löge der Ersola-insmerdar ms k r alten, ebr Jerusalem — die mit aller Kra'l ind der ganzen Hingebung, die eineso heiligen Sacke gelübrt, unt r- Segen nickt fehlen^ Red.) st .be» und fördern. Dann wird der u itt f d» Aus dem.Herzogthum Ra Art, wies vielleicht noch nicht da; zugetragen: Dort starb v. Js. ein Herr v. Preuscken, des dortigen Archivs. Derseloe Privat Bivliotbek und als dessen R ' auch, 0dne daß Jemand vorder etwaß Gesetz olle .imer -isd zum Berkauf, einige Israel.len zugegen, die diese 'Preis aillausten; im and-.rn Fall diät ersteigert un> Einbände >ar,us gse Zu b dauern ist, daß ein L"ki;■ t urch vielleicht der Ursprung hätl seines rdrgen ewähr unser einem a U. au. Ein Ereigniß eigner wesen, bat sich in, Idstein Director ljalke auck eine : »deutende wä rrend bis er alle Nack'vr ckung. z zur Er > ttelun.» sprungs oder in w lct er Weise dieselbe n jene Famlie gekommen, verge-lich blieben. Das ieD selber leurkundet ein ziemlich hohes Alter, es sind an demselben z> verschieden»« Zeiten neue e>ngezogen worden, wie es ,uch jetzt, wem» es zum Gebrauch hergestellt werden soll, ernis er neuen kirx'N' .-ed,,r'. Obes geschrieben ward, kann nat ir ich nickt ermittelt werden; eS fcke.nl aber, daß >s roa einem Nicktisraelile» (in der Familie v. Preuscken sollen vo,: jeder bcde, itende-Gelehrte geiries n sein) blaß v.rsleigert wurde: kam tavv" gewußt dätte, eine Glücklicher Weis: fvaren be um einen seyr geringen 1e »in Buchbinder dieselbe -zt.! nickt mebr drei" ermittelt w-rken ist, wotönncn, des Urrnm Studium verwendet wurd , indem bre und da LtricheundPuncte, die als Merkzeick endie,.»n mugle», zu Ueber diese Sacke werd n 'oraussiü'ttich sicher nickt aufgekunden iverden können. Etwas Anderes kürfte eher zu ermitteln sein und das in d.er lliähe vcn öqer in Rinjgchen, ebetz sind. zellen bin gegen „Psalter (?) r.nem -Wör-> s selber: Schreiber i scs litt im B sitz einer Davi. s" herauSgegeben Marburg und Frankfurt 18tX) tn | Anhang: „lltee iiter, nützliche-Anweisung, wie alle' Gottes- Kinder den Psalter gebrauchen, und ein jedes in seinem Stand ihnen (?) sich den einen zueiznen ls'oll. Gestellt durch R Jwael Katz, weiland Predigern zu Worms. — Folgt nuiy das Berzcichmß für alle christliche Fest^und Feiertage. Ta» Befremdende an der Sache rst, daß Bor- und Zuname rein jüdische sind und doch soll Idcrselbe christlicher T rddigcrin WormS gewesen.sem. Es wäre tu wünschen, daß hieri ber^ all»>nfallS aus der Kirchen-Ebromk zu B>ermS, Etwa» autgesu l"cn würde. Ocn f)rrrcn L'thrrrn — auch denen, welche sich stedt bereits unserem Bereinie angeschlosien hatten — ist, nicht durch unsere Schuld, die Gelegenheit genommen. f.U'nigrcich. i)aurtöucr der Verfaminlun; in Sar-