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Der israelitische Lehrer · 1865-02-02 · 5 (2.2.1865) · p. Seite 18

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
5 (2.2.1865)
Date
1865-02-02
Page
Seite 18 (sequence 2)
Language
German
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18 I Leben, und da» Leben der Menschheit nach seiner geschicht, lichen Entwicklung, iosj nx jn.*) Die Beobachtung der verschiedenen Lebensfunktionen, wie Verdauung, Sthmung, Nervensystem, Sinnes- und Bewegungsorgane, Stoffwechsel kann dem werdenden Lehrer nicht erspart werden. Ebenso ist die Kenntnißnahme von den verschiedenen Gattungen des Menschengeschlechts und der diese Verschiedenheiten bedingenden Einflüsse nothwendig; dann die Temperamente, Empfindung, Gefühls Gedächtnis, Organe des Denksystems. JdealischeS Leben, Dollen, .Neigung, Trieb, Begierde, Leidenschaft. — Reize, Empfänglichkeit, Spuren u. s. f. Die Wissenschaft der Psychologie (Benekel) als Naturwissenschaft ist der herrlichste, edelste Lehrstoff, und wird in der Hand eines tüchtigen Lehrers das vortrefflichste Element zur Heranziehung tüchtiger, strebsamer, denkender und begeisterter Lehrer. Nächst diesem sind.es die Grundgesetze, der Erziehung und des Unterrichts, ist es die praktische Pädagogik, welche die Seminaristen beschäftigen müssen. Wir 'würden diesem Unterrichtszweige erst das letzte Seminarjahr widmen, nachdem durch die vorausgegangenen, eben von uns besprochenen Fächer für dieselben eine gute Grundlage gegeben ist. Die ausgezeichnete« Schriften der neuen Zeit, dis wft sowohl für die allgemeinen Unterrichtsgesetze, wie für die Methodik besitzen —wir nennen hier blos; Die st erweis Wegweiser, und Lutz „Methodik" — worden für diesen Wissenszweig die geeigneten Wege und Ziele andeuten. Nachdem die allgemeinen Erziehungs"- und Unterrichtsgesetze vorgeführt find, — und theilweise wohl auch in Verbindung mit den betreffenden Fächern selbst, — ist es die Methodik der einzelnen Schulfächer, in welchen der Seminarist auf sicheren Boden gestellt und ein geübt werden muß.' Zu diesem, zum Einüben, dient die Seminarübungsschule, in welcher-ein jeder Seminarist in einer Klasse oder Abtheilung einen Unterrichtsgegenstand selbstständig betreiben, und wöchenttich ein- oder mehrere Male im Beisein eines Seminarlehrers und der Seminaristen unterrichten muß. Es kann unsere Aufgabe nicht sein, hier in die Details der Gegenstände, die wir heute unseren Lesern vorgesührt haben, einzutreten, so gerne wir unS gerade mit diesen Fragen beschäftigen. Das ist nicht die Aufgabe einer Zeitschrift. Aber ihre Ausgabe ist und muß sein: W eder und immer wieder auf. das Eine, was Roth thut, hinzudeuten: die jüdischen Lehrer sollen Lehrer sein im Geiste des Judenthums und im Geiste der Zeit; um has zu werden, trachtet vor allem darnach, sie zu erstllen'mit der echten Geistesnahrung für die Lehrer des Volkes: mit der Pädagogik und ihren Hilfswissenschaften; und sagen wir's, damit man uns ganz verstehe, offen: wir wollen bekannt werden mit der von vielen gerühmten, von Manchem gehaßten F o.rtschrittspädagogikl ^Jmmer. rastlos weiter schweifen!" - ' (Fortsetzung folgt.) Necenfko«. Die biblifch-reine Glaubens- und Pflichtenlehre des Juden-! thums, gegenüber dem Un- und Aberglauben, von Dr. .1 B. Hochstädter, Bezirksrabbiner zu Bad-Ems. Ems 1864. Dazu N. Religionsphilosophische Erläuterungen. Das. 1864. Wenn wir mit einem Religionsduch vor das Forum A der Oeffentlichkeit zu treten wagen, so wissen wir, daß wir manchem Achselzucken begegnen, denn die jüdische Literatur '! ist mit Religionsbüchern reichlich bedacht. Doch das genannte verdient, vor anderen den Vorzug, dadurch, daß der Herr 2 Verfasser so manche von der Zeit hervorgerufene Unter- 7suchungen dem gewöhnlichen Lehrstoffe beigefügt. Wir kön- '-j nen dasselbe allen College« auf's Wärmste:ju empfehlen - uns veranlaßt fühlen. Schreiber dieser Zeilen ftequenttrte 3 Jahre lang das vom Verfasser dirigirte Seminar und hatte somir Gelegenheit, denselben als einen tüchtigen, bewährten Schulmann kennen zu lernen, als welchen er sich in dem angeführte« Werkchen wohl auch zeigt, das gewiß Niemand unbefriedigt zurücklegen wird. Ich glaube daher den Dank meiner Kollegen mir für diese Empfehlung zu erringen. Die Schriften sind zu beziehen sowohl durch den Herr« Verfasser selbst; * als auch durch die Kirchderg'sche -Buchhandlung in Bad - Ems.*) \; Das II. Heft, das der Verfasser in tiefster Trauer um einen vielgeliebten Sohn, dem auch ich ein warmes Andenken als Freund bewahre, schrieb, ist mit Subventton des Instituts zur Förderung der isr. Literatur erschienen und durch dieses zu beziehen. Ruppertshofen, im Jan. 1865. Friedberg. Corresponden;. Aus Bayern, im Januar. Das Jahrbuch hat sich - auch bei uns der' besten Ausnahme zu erfreuen und die Ihrem Agenten übersandten 137 Exemplare sind vergriffen, so daß einige Nachbestellungen unbefriedigt bleiben mußten. Auch in christlichen Kreisen, namentlich in Schullehrervereinen, fand es anerkennende, willige Ausnahme und wird so zahlreiche Vorurtheile zerstreuen und ihnen den Unterbau entziehen. Desgleichen zollt chm die Presse ihren Beifall, wie die „Fränkische Zeitung," die „Bayrische Schulzeitung" u. A. Die ^Augsburger allgemeine Zeitung" und der „Correspondent v. u. f. Deutschland" denen man Exemplare übermittelte und die man um Besprechung des Jahrbuchs bat, konnten sich bislang nicht dazu entschließen und «erden es auch wahrscheinlich fürder! unterlassen **). Von ersterer, deren Richtung Sonderbar! Man rübmt am Weisesten der Weisen — Sokrates — diesen Ausspruch; und doch bat.der jüdische Weise ibn ebenso ausgesprochen, jedenfalls — o6n< von dem griechischen Phtlosopben je etwas ^fahren zu baden. •) In Nr. 20, Jabrgang 1864, der „Allzem. Z. k. I." wird,7 dasselbe bestens recensirt unk soweit auf's Wärmste empfohlen Nicht - minder wird ts in Frankels Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft von Dezember 1864 fs 476—182) einer tiefgehenden Eritik unterzogen, cimn Resultat zu Gunsten des qrehrten Hrn. Verfassers ansfällt. EbkN'o anerkennend ist es im .Ben-Ghananja" besprochen. —) In diiescm Falle bitten wir, die betr. Exemplare zurückzufordern. Wir haben nicht 1 Exemplar zu verlieren. — Rer. 1

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