Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 48 (1.12.1864)
- Date
- 1864-12-01
- Page
- Seite 191 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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191 klären zu muffen. Wir meinen 1) die Mädchen brauchen da- Hebräische nicht grammatikalisch und daS »Din gar nicht zu lernen, da eS genügend ist, wenn sie die Hauptstücke der Gebete wie bisher übersetzen lernm und dm Inhalt des rem durch biblische Geschichte und Religionsunterricht erfahrm. Das weibliche Geschlecht ist in der Regel nicht befähigt, das Hebräische gründlich zu erlernen, es fehlt ihm die Ausdauer dazu und wird dem ganzm Gottesdienste in hebr. Sprache mtt n'p nicht folgen. Deshalb sehm wir die Frauen schon im jüdischm Gesetze so nachsichtig hierin behandelt. 2) Die Mädchm dürfen das mm nicht lernen, denn der Inhalt mehrerer Stellm der Thora ist durchaus unpaffend für sie und beim n"p wird gar kein Wort überschlagen. Daweibliche Geschlecht erfordert in diesem Punkte mehr Berücksichtigung als das männliche. 3) Die Mädchen können daS Hebräische nicht in dem Umfange lernm, wie-die Knabm, da hierzu durchaus nicht die Zeit reicht Sie müffen während ihrer Schulpflichtigkeit auch die weiblichm Handarbeiten erlernm, da diese für ihr Lebm nothwendig sind. Uebrigens findm wir gediegene sittlich-religiöse Kindererziehung auch in nicht jüdischm Familim, *) also ganz ohne Kmntniß des Hebräischm. Stolz und Luxus warm zu jeder Zeit in der menschlichen Gesellschaft und werden eher durch gutes Beispiel und Belehrung beseitigt werdm, als durch die Kmntniß des Hebräischen und des mm. Verderbliche Romane könnm allerdings durch gute Bücher in deutscher Sprache verdrängt werden und vor Lockungen der bösm Gesellschaft sollen Mädchm wie Knabm durch Religionsunterricht und gute Erziehung bewahrt werdm. Hingegm wäre eS zweckmäßig, wmn die Mädchm zur Theilnahme am Eynagogmgesang angehalten würdm und an allm Sabbath- und Festtagen im Gotteshause erscheinen müßtm. Mehrere Gebetstücke, die gesungen werdm, habm sie übersetzm gelernt und das Uebrige könnten sie deutsch beim. Gebet, Gesang und Predigt find immerhin geeignet auch das weibliche Geschlecht andächtig zu erhaltm, selbst ohne grammattsche Kmntniß des Hebräischm. W.mW Umschau. seine« Gewissen. Aus diese Weise hat Pin« IX. noch eimnäl gezeigt, daß die wahre GewiffenSfreiheit, die Freiheit, die jrd«r hat, die Wahrhert .u lieben und die Befehle Gotte« und d<r Kirche zu beobachten, keineren sicheren Schuh hat als zu Rom unter der Wacht des Etellvertr.terS von Jesu Cbrist." Die Redaktion der .Alla. Ztg. d. Judenthums" iügt hur folgende sehr richtige Bemerkung bei: „Bei diesen Worten''fällt un» der Ausspruch Talleyranls ein: „Die Sprache ist da. Um seine Gedanken zu verdecken * Die „Gewissensfreiheit" ist dem „Kinde" Com gesichert, er darf „anbeten, wen er will!" Die wahre „Gew>ffeusfreiheit" hlt i:re Zufluchtsstätte in Rom! Die „Befehle GotteS und dpr Kirche' sind idmtisch. Das Wort Talleyrand'S ist aber doch nur Halo wahr; er h!t:e sagen müssen: die Zorah: wird verwendet, um sei« Gedanke» zu verhüllen, aber sie verräth doch stets die Wahrhe t. So ergeht eS auch dem ,?atr. catt.“ Er spricht vom „Kind:" Coen. vom „kleinen" Mo-tara — und damit hat er seinm Phrasm von „wahrer Gewissensfreiheit" mit eigene? Hand dm Schleier abgerissen. En „Kind," rin „kleine- Knd," entrissm den Armm seiner Familie, eingesperrt in die Katechummenaustalt, und — Gewissensfreiheit, Wahl, Wille! DaS ist gern-, GewiffenSfreiheit in Rom — nun, die ganze Welt pro tftirt gegen diese GewiffenSfreiheit. Nun, das Factum ist vorüber — aber triumpdin nicht — die Welt vergißt de« FactumS nickt! (A. Z. d. I) Rom. Der „I'atriota Lattulioo" von Bologna enthält Folgende«: „Am 29. September wu-de in der St StanislauS- Kap.lle in Rom die Taufe an dem jüdischm Knaben Coen ieierlich vollzogen. Der Cardinal Cäggiano vollführte den Ritus: der Graf von Maistre, vcn der Familie de» berü,mten Grafen Joseph, war Pathe. Der Neugetauite erhielt die Siamm Stanislaus Maria Michael Jos. pH Pius Eugen. So kann nun diese» Kind ganz wie der kleine Morlara Gott andet.n und der Religion folgen, welchen er anbeten und Cer er folgen null nach ') Es ist aber auch nickt gerade v»n der sittliche», sondern von der jüdischen Linderer,iebung die Red«. Ohne exclusiv zu werken, müffen wir, da der relizt-sen Erziehung doch etwa« Eoncrete« zu Sraud« liege» muh, «ine itefgedend« jüdisch« Erziehung unfern Kindern geben. Siboa au« Rücksicht auf den immer «ebr um sich greifenden Prosrlvttsmu«! (Red.) . Gedanken über einzelne Stesse« der heiligen Schritt, von Lehrer Bttohmtnnn in SdelSdorf. VII. 15. Uebcr Sabbath und dm Psalm 92, 5. Mos. 5, 12— (Fortsetzung und Schluß.) i mev- Beobachte den Ruhetag ihn zu heiligen :c. :c. toi! dein Knecht und deine Magd ruhe wie Du. Und bedenke! du Knecht warit im Lande Mizrajim vnd der Ewige dein dich herausgeführt hat von dort re., darum hat der Ewige Gott dir besohlen; den Ruhetag zu halten. Im 2. Mos. 8—11 heißt es bekanntlich nrt Gedenke rc. und wird die r Welturheber nach Bollmdung seines Wunderwerk« beliebte Ru al» Grund der aüsabbathlichen Huldigung des Schöpfers oiy geben Ps. 111, 4. Ueber die Bedeutung diesir sinnverwandt E.ngangswörter iivru wie über dies mosaische Eardn i gef eh überhaupt haben fick die Koryphäen der Bibcler-.ese irefflich ausgesprochen, daß wir unS nur noch folgendes M beizusetzm erlauben. Wir bringen nämlich das sachor Schamor, letztereals die Hut und Observanz de- Sabboch (durch die. eigme und des Gesiudes-Arbeiteinstellung) zur d. baren Eruierung an die Befreiung au« unerträgl' Sklaverei, mit den oft wiederholtm gleichen Ausdrücken der Anordnung des PaflafcsteS, (das aber mehr der positch geistigen Schonung«- und Erlöfungsfeicr geltm soll,) in : ' bindung 2. Mos. 12, 14. 17. 24. 27. 42. 13, 1—)0. 5. 16, 1 und indem wir das Dnor «cUimnrini ale den allerhöchst Schutz für Israels Gesummig,-schlecht verheißend bctoum, wir zu deffeu näherer Veranschaulichung einen Auszug aus un! Eregese des Sabbatyr-Psalmes bei 92) 1. Psalmlic» für den Eabbatd. Als solchebesingt es die Schöpfung wie die Erlösung Tyraunendruck, was wir auSzufüdren versuchen. 2. Lieblich ist dem Ewigen danken. Höchster, deinen Ramm fingm.;mit!a§ Gott dein 20, om he. ge« n also ge ind hc nkrcher bei m Aer- M. m en shrer au»