Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Lehrer · 1864-08-11 · 32 (11.8.1864) · p. Seite 127

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
32 (11.8.1864)
Date
1864-08-11
Page
Seite 127 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/4896751-5428744-5431402--0856-4897456
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

127 Die hervorragendsten Pädagogen der Jetztzeit setzen „Anthropologie" und „Gesund heit sichre" als für psychologische Erkenntniß grundlegend voraus, und verlangen vom Seminar, daß es eine ausreichende Zeit dieser Wiff nschast widme. Und das mit Recht. Diese Schrift führt uns in die Erkenntniß von den Funktionen des Leibes an der Hand der-Naturwissenschaft ein und lehrt uns unser Leben schonen und erhalten. Es spricht v)m „zu langsamen und geschwindem Lfbm." Wachen und Schlaf; Luft, Licht Leben Wasser und Stoffwechsel; die Kunst richtig zu effen und zu trinken :c. G wtß, die Leser werden viele und vielfach heilsame Belehrung daran finden. 3) Land und Volk des alten Bundes. Geographisches Handbuch beim Bibcllesen und beim Unterrichte in der -bibl. Geschichte, mit einem bibl. geograph. Lcri •'Oit rc. von F. A. Garbs, Hannover und Dresden Louis Ehiermann 1858. Bibl. Geographie. Hilfsbuch beim Bibellesen rc. von F. A. Garbs. 186?. Ebendaselbst. Beide Schriften sind für jüdische Schulen ein oft noth wendiges H.lssmittel. Ersleres — wenn auch vielsgch unjüdisch und den jüdischen Anschauungen wie der jüdischen Wissenschaft widerstreitend, wird doch dm Lehrem will kommene Bt lehrung bieten; letzteres ist für die Hand der Schü - lcr sehr gut zu gebrauchen. Korrespondenz. Kacsfalu m Ungarn 3. Juni. Wir fühlen uns verpftichtet, uns bei unser» Brüdern im großen, gebildeten und freundlichen Deutschland zu vertheidigen, weil wir den Anfang machten, in diesen geschätzten Blättern die die jetzige Verwaltung der ungarischen Musterschulen leitenden Principien anzugreifen; wir wollten damit jedoch gegen das Bestehen der Musterichulen überhaupt nicht auftreten, eS ist vielmehr unser Vorschlag von jeher gewesen, und selbst als der pyar ir -»bl.' noch über den Schulsond schreiben durste, hab n wir oft angeregt, daß die Schulen, die aus dem LaifeSsäckel gezahlt werden, vermehrt werden ''ollen. Gar oft haben wir lins freundlichst mit einigen Freunden der Pesther Musterschule besprochen, und diesen die Ursache.angegeben, w.ßhalb wir diesem Institute unser Ber träum nicht schenken können. Ost versprach man Abhülfe zu leisten; aber, da wir sahen, daß jede Stunde des Wartens Verdeiben bringt, sahen wir uns gmölhigt, unserer gepreßtm Seele Raum zu verschaffen, und fanden es sehr an gemessen, bei uniern freundlichen Biüdem in Deutschland anzusuchen, daß Sie die Spalten Ihres Blattes uns öffnen mögm. Kaum erblickte aber unser erster Brief das Licht der Ocffenllichkcit, wurde der Strang der großen Glocke angezogen, ilnd nran entblödete sich nicht, eine Periode gut zu nennen, wo der Terrorismus herrschte; uns weil hie und da vereinz« lte Willkühr geübt werde, die Ge'ammtheit unsrer Glaubensgenossen zu verdammen. Allein sollte Ihnen nicht die Vertheidlgung Israels bekannt sem: j*Drv to zrxn nspr n;yn Pd Pyi. Das ist es ja, was wir anstrebcu wollm;' ein Judmthum, welches auf Grundlage der BidÄ seine progressive Bahn verfolgt. Wir huldigen ebenso dem Fortschritt, wie unsere Brüder in Deutschland und Frankreich, aber nur den Fortschritt; die Irr- und Seitenwege dürfm und können wir nicht billigen. Wir sahm zwar diese Uebel zeitig genug ein, aber die Preßzustände,. die damals wie heute schlecht bestellt warm, hieltm uns ab, ' es der gebildeten Welt anzuzergen. ,8m Chanunji“ hat wegen der Präparandie einen Preßproccß, und dl. izral.ta ging nicht deßhalb ein, weil er keine Theilnahme fand, sondern der Ncd.icteur wurde so gequält, daß im Jahre 62 Mezei zurücktreten mußte, eben weil er über dm Schul fond schrieb, und der letzte Redacteur war unter den ob waltenden Umständen nicht mächtig genug , obzwar er ein ausgezeichneter Journalist ist, das Blatt mit paffcndm Artikeln zu erhalten; weil der Polizei alles, was auf die Gebiete der Gemeindeentwicklung traf, verhaßt war. Man stutzte dem unschädlichen Journale die Flügel so zu; daß es nie ffügge werden konnte; deßhalb zog eS der wackere Herr Tmezer vor, sich lieber als Ehrmmann zurückzuzichen nnd bcsiere Ziten abzuwarten. (Schluß folgt.) u m s ch a rr. Wir baten im Auacn"ickc wieder einen eklatanten Falt, einen spr'wenden Beweis v uli gen, wie brdcutu.gLvoll ui>d dringend nctbwentig unser-' lint rstützungse sie ist Ein uns als seyr braver und tüwtigr Lehrer bekannter unv bcsreuiteter Erliege ist s. it Mondm leitend unv im Aegenblicke vollkommen di n t u-ftäb-g. Der Arzt sortert g'beeterisch eiiw Bactur. Aber eine Bad kur kost t n i-ideirenkrüm-z bis viertig dulden nnd unser Eolle,- ist mitl Uos! Die Gemeinte fca* früher >cha a Opser g - vra.l't, nnt sieht sich außer Staue. neben dem sorttau enden G hatte — für kie Er'a'run, der Fam-l e nöthig — auch noch ti' Mittel >u ein r Badekur zu erschwinien. Leider ist aaL unsere Unterstütz ing-cisie, io lange die ©tarnten nicht an rkan it Ü!i>. anß r ©tanve hier helsend-einzntr len. Uns iü es stiuner; ick, einen Min >, der immer in der Reih: der jkämpfer iüdie Bess rsiellunz der Lehrer stand, leiden zu sen, o^nc helsent und lindern) >i,tret n zu können, wenn nicht mild lhätiae Hände sich össnen und des Leidenden fick, erbarmen. Es müßte avcr aid geschehen, damit eine Bade' kur noch rechtzeitig eintreken könnte. Mehrere L-'hrer der bay-ischen Pfalz. Badens und Rhnn best n» rc. hatten unlän ist Gelewn -e:t eine S.Itendeit in ihr r, Rärmen zu bearüßen, einen ans einer giöß ren pa.ago^ischen Reise begriffenen jütisch'» Lehrer — Herr W il ans Kacken dort in W.iretemberg. Auch wir batten das Vergnügen, ihn in unseren sehr bescheidene» Räumen zu s den. Wir oattcu Ge legenheil, — so kur! auch unser Be"ammcn c en leitcr s in konnte — doch in Herr» Weil einen Lebrer ron tr,-ff!ick«n Eigerscka't.m klarem Bt>ck r-nstem Streben und edlem H rzcn kennen zu lernen, ker das Vertrauen vcrvient, das »dm seine würtkembe gischen Eollegen in reichlichem Maße zu Tgeil werken lassen. Herr Weil wird »ächst ns i.» rieten Blatt, rn die E-iahrung n, die er aus die.er Reise tammelt, mittheilen, und bat uns auch v rsprochm. in 'einem Vaterlande iür die Zwecke tes is-ae!itiscben Lehrer u' d Unte stüvu »gSrcreine thätig s in zu wollen. Möchten sich übe.all solche Männer unserer Sache an -.ebmen, und gewiß — es wird dann gelingen ~ . .

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.