Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 18 (5.5.1864)
- Date
- 1864-05-05
- Page
- Seite 71 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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71 oder „der Heilige Israels" die Treue B. 16: Gehe und versammle die Aeltesten Israels Md sprich zu ihnen: „Der Ewige der Gott euerer Vater ist mir erschienen, der Gott AbrahamS, Isaaks jund Jakobs und hat gesprochen: Bedacht habe ich euch und das an euch Verübte in Mizrajim. 17. Da sprach ich: Ich will euch hinaufführen aus dem Drucke Mizrajimp re. 4 M. 6. 21. 1 Sam. 10. 18 Jes. 43, 1—5. , u M s «h a «. Hamburg, 14. April. In der gestrigen Sitzung der Bürgerschaft wurde zu dem Berichte, deS Ausschusses zur Prüfung des Antra s des Senats bete. Gesetz über die B rbästn sie der tuest,en israelitisch n Gemeinde übergega'gen. Das Reiu tat war die du chgängi w A »ahme der Ausschußanträge. Das Gesetz soll nach dem Vorschläge deS Senats gleichzeitig mit d n drei Gesehen, betr. Staatsangehörigkeit, Bürgerrecht rc. in Wirkjam'eit treten und! wurde dasselbe in d«ser Weise definitiv genehmigt. Hierdurch wird d r alte jüdische Gemindev rband in Hamburg lakri'ch auf ielöst. Es steht Jedermann frei, a»s dems lbcn ouszutsrcten. Jedeck ba'en die Austretenden ihren Austritt vorher anzuseigcn, nnd e n Austr jtksgeld für ihren Theil an den Gemcindetckuld n zu .ablen Wije^ sich die D nge in dies r großen Gemeinde gestatten w rden, wie unter diesen Verhältnissen die Zukunft der G m ind anstaltjen und das Ar-, m nwesen einer so großen jüdiich n.G m inde gesichert ist, bleibt dem rel giösen Bewußtsein der Gemeindeanzehi rigen anheim gegelen. — Es scheint, als habe da' von uns in der Corresvonden; „ans Ra.i»Hessen" in Re. 1«> u >seres Blatt s!bericktete Faktum, laß.H >r Dr Retvfchild. tliabb ner aus Alzey,j aus Veranlassung deS RealsckuldirektorS Dr. Wintcrstein (Katholik) die tiesiäbrige got esdienstlicke Schlußfeier des Schulja res abhielt. den Zorn der Ultramontanen erregt. Weni> in Aizey selbst davon, daß der Realsch zur Rechenschaft g zogen werden sollte, und schon in der dess. Landeszeitun, und d m Fr. tct werden. Sobald wir Näheres cr ahren, u berichten. , sten» spricht man lbirektor darüber st auch derartiges Journal angebeucrden wir darüber Die Lehrerwaise« ♦ z> görn mehr Auswahl an Waaren werden; wenn Du nur immetr ja nicht, liebe Mutter, ich bin für Euch thun kann. Aber, sich etwamehr Erholung ausgehen!" Gudu'a legte ihr Stickzeüz Sinnen schmerzvoll zu ihreas „Komm, Bruder, ich habe wii' ein wenig, denn es ist schon müde?" „Nein, ich werde mit frischung gereichen." — besitzen, wird esicher bester ganz gesund bist. Gräme Dich ja ganz glücklich, wenn ich etwa» meine arme Gudula — sie sollte en. Komm, laß uns ein wenig nieder und blickte mit einige» Bruder aus. Dann sagte ste: rklich etwa» zu bolen, begleite mich dunkel. Doch, Du bist wohl za l)ir gehen. Es wird mir zur Er» Die arme Familie war ■ lach einer beschwerlichen Reise von mehreren Tagen, deren Antri t wir früher berichteten, an ihrem Bestimmungsort angekomm n Es war die Heimath der Mutter. Dort hoffte sie im Kr ise vieler ihrer früheren Freunde und Bekannt n auf Unterstü >ung zum Beginnen eineS kleine» Geschäfts und zur Unterbringung ihrer Kinder in guten Schulen. Zazenv betrat ste biej Wohnungen derselben^ nach dem Ranze, den ste ihnen in ihvem Herzen gab. Doch, ihre Hoffnungen schlugen fehl. Die E nen waren gestorben, die anderen von der eigenen Familie zu sehr in Anspruck genommen, die anderen wollten sie nicht «ehr kennen. und so g>ng eS fort. Für ihren Sohn hätte sich wohl ein Unterkommen gefunden, aber unter Awprücheit, deren Befriedigung^richt zu der Kraft der armen Wlttwe waren. Ein Freund ihres verstorbenen Mannes wollte für Gudula etwas Großes thun, weil sie das .leibhafte Ebenbild seines dieselbe — als KindSma erstorbene« Freundes" war, er wollte;d zu seinen vier kleinen Kindern ausnehmen; natüelich unentgeltlich. Ein anderer sehr, reicker s. g. Lehrer das Schicksal der Armen, re und bedauerte mit Worten sehr chimpfte auf die Regierung, daß diese nicht voriorge, — und wo Ite der Wiltwe — ein Fünsgrosckenstück in die Hand drücken zurück. einer kleinen Dachkammer, saßen sie eines Abends, gen; als die T üre sich ös : sie zog die Hand natürlich schnell So waren einige Tege seit ihrer Ankunft verflossen. Ja wenn ich sehe, Deine Geschwister Eine Erzählung aus dem keben. (Fortsetzung.) „Warum wir weinen? Kannst Du fragen, mein liebes Kind, wenn Du weißt, wie es mich schmerzt wie Du, mein lieber Sobn, für Mich uni Dich abplagest^ wie Du, seit wir hier sind, für Dein Alter und Deine Neigungen ungeeigneten Befchäst guagen Dich h ngibst, um un» zu ernähre». Warum soll ich nickt weinen, wenn ick bemerke, nue auch Gudula über iore Kiait! sick anstr ngt, um etwas beizutraigcn, wie sie den ga >z n Tag und halbe Nächte lang kaum veil der aufreibend.n Stickarbeit aussckaut, nur um auch ihrerseits etwas zu verdienen; ja w e selbst die kleinere Bella schonb«i dieser Stickerei witwirkt; and das Alleohne Ausstckt, daß es bald besser wer'e , wer n nickt ... .* Die Stimme verfemte der liebenden, geängstigteii Mutter. „O, schweig, lieb' Mütterchen, sei ruhig," sagte Jakob,'und ließ sich zu ihren Füßen nieder. „Es wird wohl schon besser werden; wenn im älter bin, und einmal so viesl erworben habe, »tm die sich die Armen gemietbet halten, raurig und verzweifelnd, was ansannete nnd ein ihnen unbekannt r Mann beremiral Er war n ctit wohlhabend, aber wo.Ithätig nach seiner Kraft und innen '} nschauungen; ein einfacher Packträger, der mit seinen K einw laren Jahraus, Jahrein im Lande herumzog. Er bä te von den Verh ältnissen der Familie gehört, und da er di- Eltern früher, wenn auch nickt genau, kannte, dachte er, sich derselben in seiner Weise anzunehmen. „Was soll aus die' em Burschen werden?" fragte er auch kurzer Begrüßung „So l er slud.r n , auch Lehrer pnd so ein armer Schluck r w rden wie sein s-liger braver Vater war? Ich will Ihr etwas sazen, Frau Waller: ick will Ihrem Sohne einen Pack von n^ in r Waare — zum Einkaufspreis — überlassen; da ist ihm die Welt offen, er kann noch ein großer j Socher s) werden wenn! er Glück hat, cin Kozin 2) pn’ 3) i — sie kanns in ihrem A t r noch gut haben " reundl che und gutgemeinte Anerbieten, t wurde. Und mit blulcndcm Herzen zes die Bucker zurück, und nahm den Bündel nnd nebenbei der Lumpensack! Zuerst ging er mit dem i neuzesundenen Freunde Uiap.r einige Tage in Gesellschaft, dann Es war das erste das den Armen gemacl legte Jakob ander n Ta <) Kaufmann. 2) Ei» reicker Mann '3) Vielleicht ist der kwlge gnädig.