Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 13 (31.3.1864)
- Date
- 1864-03-31
- Page
- Seite 50 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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r>0 I - .. > - '! vom Bekannten zum Unbekannten, vom Leichteren zum j Schwereren fort. Die Sprache sei einfach und des Gegen- ' standes würdig. Man vermeide Alles das, was von dem Gegenstände ab und auf Nebensächliches leiten könnte. Der Unterricht in der Geschichte weide. nicht verflacht durch gewiss? Reizavparate „ wodurch viele- Lehrer ihren Unterricht zu würzen streben, um bte_ Aufmerksamkeit zu erhalten (Anekdoten u. dgl.), und klebe nicht zu -lange an Aeußer- .lichkeiten. Man rege immer, die 'Denkkräft des Kindes an, versäume es aber auch nicht, das Gedachlnißmäßige, was zur Orientirung auf dem geschichtlichen Felde dient, so einzuüben. daß es unverlierbares Eigestthnm werde. Ohne diese Stützpunkte läßt sich eben der Geschichtsunterricht doch nicht treiben: ne find das Ge'.-üne worauf der Bau sich nützt. Man komme auf den späteren. Stufen der Geschichte immer iv'.eder auf die frstheren zurück., und ordne das Material >o. daß das auf früheren Stufen Gelernte in den böheren Stufen sich wiederholt, erweitert und vervollständigt :c. Wir verweilen nicht, bei diesen allgemeinen Regeln der Unterricktekunst. e^enw wie wix Den allbekannten Satz: Geschichten, nr^ t G e s chi ch te! mir andeuten, da ja dies dem guten. Lebrer bekannte Sätze nud. nud. diese nicht Gegenstand „ einer ausführlichen Besprechung in einer' Zeitschrift werden können. — Noch etwas Anderes glauben wir ebenfalls nur andeuten zu dürfen. Es kann nicht Sache des Lehrers fein, das geschichtliche Material im Sinne einer ertremen religiöien Parteirichtung auszubeuten. Der Genius der Geschichte widerstreit-.: solchem Gebühren: die Geschichte lehrt uns ebenso vac- Alte uns- Ueberkommene. schätzen und die. Bestrebungen unsrer Barer würdigen^ als.ne in ihrem steten Forticbreil.n'den Wertv des. Fortschritt,s .ans gegebener Grundiaa" -'elbst darstellend, den unleugbaren Fortschritt der Bien-clcheil, deni .nächsten entgegen, beurkundet. Der wahre Gc Änchtssorschm', der mit lcideufchaftloseni Auge die Thatiaa,-en nach ibrem wabren -Wertbe prüf:. wird ebenso wie dedenkende Geschichtslehrer vor U,deri'chreitungen gewahrt bleiben: beide w -rden.ebensowenig 'in maßloser Uebernürzuna alsi:n beillo'em'Znrückfchrauben auf überwundene Standpunkte! oas Heil der Menschbeir.erblicke». fn Wä^le die pasiendsten Stöste 'und die geeigneten ihre Exoche repräfcntirenoen- Männer: Wirgeben nun in Nachsrehendc:»' «nfer? Jsesn Zur Stost'wahl', .natürlich find wir weit entfrrnt. hierin als Muster gelten zu wollen; doch durfte eine Prüfung unserer Ansichten nicht nutzlos ''ein. Wirfetzen dabei einen zweijährigen Curius (vom 12. ' bis 14. Jahre,/ vor der Entlassung aus d,r Schule voraus, und weifen diesem Unterrichte wöchentlich eine Stunde zu. .v) Tie zweite Tempelprriode. Makkabäer (Wiedereimveihung des Tempels, Apokryphen» Antignos aus; ~ Socho (die große Synode; 'die Aussprüche der Däter, * Sekten,) Hervdes. Hilles, und Schammai. (San-! : hedrin und dessen gesetzliche Einrichtung. . Oniastempel; die i I erste Bibelübersetzung — Septuaginta. Entstehung des l Christenthums. Jndenchristen.) Zerstörung des Tempels. I «Josephus. Jochanan von Grsccafa, die Parteikämpfe.) z \ Tie Thaünuimperüdr. Jochanan den Sakkai. (Die Gründung nud Blüche der Schule zu Jamnia.) Akib a den Joseph. Bar Kochba (Acher.) Jehuda der Heilige , iEntstehung der Mifchna) -rrvy.; :) Tie Am»rr«i«periodr. Rab Aschi, Rabbina und Rabbi Jose. (Suba und Nahardea, die babylonischen Schulen> Talmud-Abschluß; Reschgelutha und Patriarchat, a) Die Geouim. Saadja, Hai, Die Karäer. .y) Die Uebersiedlung der geistigen Mittelpunkte des Judenthums nach Eurova. Die spanischen Schule«. Chasdai (das jüdische Chazarenreich), Juda Halevi, Aden Esra. i) MaimanideS. tseine Nachfolger; religiöse Zwistigkei- - ten, Philosophie und Kabbala.) N a ch m a n i d e s. Die deutschen und französischen Schulen, Rabbenu Gerson, Raschi. Die Leiden der Inden in Deutschland und Frankreich. Die Kreuzzüge, " Die Vertreibung der Juden aus England. Die Märtyrer zu Jork. Don Isaak Abbarbanel und die Vertreibung der Juven auS Spanien und Portugal.;) Karo, Schabbathai Zewi (die Chassidim, Scheb. ter, Frankisten.)-- n) Mendelssohn, dessen Zeitgenossen Maimon, Wessely, Herz Homberg. David Feänkel. Jakobsohn. (Die neue Zeit, die Emancipationskämpse;) Gabriel Riesser.! (Fortsetzung folgt.) Umschau. — (Die Konferenz der isr. Volksschullehrer Mährens im Oktober 1863.) Am 14. October o. I. wurde im Lokale der Musterhanptschule zu Brünn unter Porsttz des k. k. Schulralhes Prausek eine allgemeine Konferenz der isr. Bolksjchullehrer Mährens abgehalten. Der Vorsitzende erüffnete die Konferenz mit Hinweisung aus den Staats-Ministerial- Erlaß vom 31. Juli 1863 Z. 735!» E U., mit welchem die Abhaltung einer solchen Konferenz, der ersten von diejer Art, bewilligt wurde, und dezeichnete auf Grund der ihm mehrseitig bekannt gewordenen Wün'che und unter Zustimmung der Versammlung als Hauptgegenstand der Verhandlung das Verhältniß des hebräischen Unterrichtes zur Volksschule. Ueber die hieraus znr Berathung gelangten 7 Fragen und deren Beantwortung wollen wir nur in Kürze berichten. 1) Die Frage, ob es nothwendig sei, daß mit der isr.- Volksjchule der hebräische Unterricht als integrireuder Bestandtheil derselben verbunden werde, wurde nach eingehender Motivirung dieser Nothwendigkeit von Seiten des Schul-" drrektors Di-. Eisler und des Oberlehrers Beran beinahe einstimmig, (nur Eine Stimme war dagegen) bejaht. 2) Ueber das Maß und Ziel des hebräischen Unterrichtes in der Volksschule einigten sich die Konferenz Mit glieder dahiil, daß der Unterricht in der hebräischen Grammatik durch alle Klassen ertheilt und die Schüler von ihrem 6. bis 12. Lebensjah e nebst dem mit dem Peutateache, den ersten Propheten und einer Auswahl der Psalmen beschäftigt werden sollen. 3) Ueber die Frage, ob außer dem hebräischen Bibelunterrichte noch ein spezieller Religionsunterricht nöthig sei, einigte sich die Versammlung dahin, das neben bem erstem auch ein Religionsunterricht in der Muttersprache der Jugend und zwar mit Zuhilfenahme der als zulässig erkannten