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Der israelitische Lehrer · 1864-03-10 · 10 (10.3.1864) · p. Seite 39

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
10 (10.3.1864)
Date
1864-03-10
Page
Seite 39 (sequence 3)
Language
German
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39 « Leitfaden zur deutschen Literaturgeschichte für höhere Töchter- und Bürgerschulen von W. Dietlein, 2. verheuerte Auflage; Quedlinburg 1863. Verlag und Druck von Ludw. L. Franke. Wenn der Sprachunterricht in seiner Vollendung und Erweiterung in den oberen Klassen der Volksschule das Verstcndniiß der hochdeutschen Sprache in Wort und Schrift zum Zw cke haben soll, .so kann er seine Vollendung/nur erlangen durch übersichtliche Kenntniß der Entwicklung der Sprache, und so ist Literaturgeschichte eigentlich Abschluß des sprachlichen Unterrichts in der Schule. Sie lehrt uns mit der Form. welche liniere Sprache im Laufe der Zeit unter den Händen der edelsten Geister deutscher Nation erhalten hat, zugleich diese Geister selbst kennen. Aber auch in der Lberklasse der guten Volksschule dürste zuweilen eine Notiz von diesem und jenem Schriftsteller und seinem Leben und Wirken, iowie eine Betrachtung der Verschiedenheit in der Form der Lesestücke, die nach unserm Dafürhalten eben nur Mnsterstücke aus der. deutschen Nationalliteratur sein spllen, nicht fehlen. Dieses Büchlein wird daher, sowohl dem Lehrer, der einen geordneten Unterricht in der Literaturgeschichte zu geben hat, sowie dem, der nur, wo sich eben die Gelegenheit bietet, etwaige Andeutungen geben will, die erwünichten Fingerzeige bieten. Der Sprach und Nechtschreibschnler. Von Gg. A. Winter. Leipzig, Verlag von Tr. Wöller. ' Der Verfasser ist ein Methodiker durch und durch, ein methodischer Kops. Das haben wir ftüher schon zu erkennen * Gelegenheit gehabt. Auch in diesem schriftchen fehlt es nicht an Beweisen hiersiir. Es führt in lückenloser Stufenfolge analytisch und synthetisch — vom einfachen Satz zum Wort, zur Sylbe und Buchstaben, dann an der Hand der verschiedenen Wortarten wieder zu den Satzarten, immer zu-' gleich das Orthographische mitbetrachtrnd. - Viele Wege fuhren zum Himmelreich; die Wege beim Unterrichte in der deutschen Sprache sind sehr verschieden, selbst im Zwecke des betreffenden Unterrichts geht man noch vielfach auseinander; mögen sich die Gegensätze reiben, und jeder wählen,' was ihm zusagt. Ob jedoch das vorliegende Material in einer einsachen Volksschule zu bewältigen ist, ob der Aufgaben nicht zu viele, und ohne Schaden für den lückenlosen Fortschritt Manches hatte weghleiben dürfen, was ermüdet, ist eine andere Frage. Man versuche csl Irre gehen wird man nicht, und überschlagen ist auch eine Kunst. Naturgeschichte des Mineral-, Pflanzen^ und Thierreichs; von H. Kaiser. Zweite Ausgabe, durch gesehen und vermehrt von T. A. Lieget. Langelialtza, Perlagsbomptoir 1M>3. Ein in 84 Lektionen eingetheiltes Lehrbuch für den gesammten Unterricht inderNatnrge'chichte — Mineralreich, Pflanzenreich, Thierreich.' 84 Lektionen, weil in den Schulen ge wohnlich 42 Wochen Unterricht ertheilt wird (10 Wochen Ferien); Kommt aus je eine Woche 2 Stunden, und in einem Fahre ist die ganze Naturgeschichte fir und fertig Die Kinder wissen voraus was in der nächsten Stunde vorkönimt; heute haben wir einfache Mineralien, morgen zusammengesetzte Fm Dezember — die Kleearten, im Juni — den Eisbar. Sie lernen — auswendig. Wie sie cs aber kennen lernen, was der eigentliche Nutzen eines so rein gedachtnißmäßigen Anlernens, wie es doch eine so massenhafte Anhäufung des Stoffes nölhig macht, eigentlich sein soll, vermögen wir nicht zu begreifen. Wir greifen eine Lektion heraus: Da wird in einer Lektion! beschrieben: Färbergiester, Bohnenbaum, Goldregen, Wundklöe, Hornklee und andere Kleearten, das Süßholz, die Bohne, Erbse, Linse, Wicke, Accacie, Indigo, Mimose, Gummibaum, Eäsalpinie (Fernambukbaum) Ehampechebaum, Zohannisbrotbaum, Tamarinde, Sennesblätterstrauch, Lupine, Mandetbaum. Pnrsichbaum, Aprikose, Pflaumen und Schlehe, alles in einer Lek. »Erklär: mir, e«rai Ocriijfcur Tiefen .Mlia>i»afch" üer Natur. Umschau. Sachsen (Kngr.) Der sächsische Pestaiozgivereiu liefert in seinem vom 3!. Oct. d. verg. Jabres batirten Jahresberichte wiederum teil docherfteulichen Beweis, was durch vereinte Kraft der Lebrerstank iu wirken vermag. Die Einnahme des abgelauienen VereinSjabres erreicht die Summe von 727» i Thlr. I l .Ngr. * Pi., nämlich 4626 Thlr. 13 'Agr. 7 Pi. an außerordentlichen Beiträgen, darunter i .'>1 ib’ir. v. königl. Haust, 2un Thlr. Geschenk eines Unbekannten, 3462 Thlr. 17» Ngr. Ertrag einer Borloosung, 7i>8 Tdlr. 2i» Ngr. 7» Pf., Erträge rc. rc. von literarischen llnternehmungen*) 6 >2 Thlr. 26 'Agr. an Zinsen. — 2472 Tblr. 7 Agr. 7> Pf. wurden zu Unterstützungen verwendet. — Trotz der bedeutenden Unterstützungen, welche der Verein (der im Jahre 1*46 erstanden ist,) nicht »ur in diesem Jahre, sondern bereits eine Reihe von Jahren gewährt bat, ist koch der Fonds des Vereins bis zur Höbe von 26,wo*i Thlrn. angewaclisen. Einigkeit macht st a r k. — Die iämmtlicheu isr. Lehrer T eutschlands werden an Zagt gegen die Lehrer Sachs.ns nicht viel zurücksteh n; dieselben und mitunter noch bedeutendere Hilfsmittel stehen auch. unS zu Gebote. Werten sie ausgenutzt werden? — An Energie von unserer Seite soll es nicht sehstn. — Die gesetzgebende' Versammlung in Frankfurt a. M. hat die 1' und 2 des Veriaffunzsentwuris, wonach die bisher noel» bestandenen Beschränkungen der staatsbürgerliche!^. Rechte der Staatsbürger isr. Religion auigeboben und die esientlick.'u Aemter iern rbin für alle Staatsbürger, welche die dazu erforderliche Qualmeat on besitzen gleich zugänglich sind, einstimmig angenommen. — Bei der Endabstimmung über das Jsraelitengcsttz in i der würkemberg'fchen Kammer der Abgeordi.eten wurde dasselbe mit 7^ gegen die Stimme von Wächter angenommen. , — Am 2t. ,vebr. war Bochina i>: Galisien der Schauvlatz i eines Judentruvalls. der zur Zeit der 2-esperandacht ausbrach,! und nach tumultarischen Scenen au' das Einfchreilen von Huiaren und Genstarmen mit der Verba'tung der ichlimmsten Er-! eedenten endete. > . . ' Ans Baden, 2*. Febr., wird uns berichte!: Der gr. Dberratb de: Israeliten bak am!l. d. M. angeortnet, daß bis / 'tzestale.'ikalender, chaleilandstiedei und Aeufabrswünfche: u ieecii, daß Oie'e lirev. lluleinebniniigen an und für. sich »ehr uiibedemend und laue: nicht fc rAilable find als die von uns >n j ein.inf» gendinnl.'nen und noch ermeglichlenl

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