Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 8 (25.2.1864)
- Date
- 1864-02-25
- Page
- Seite 30 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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30 folgte nun eine Corresp. „Aus dem Gr. Hess " in Nr. 5 d Blüber „dieLetilwn rc. rc./'.abermals mit Umgehung des Urhebers derselben. Es sei! Jndcff.st der Sache willen, damit meine College» im Gr. Halfen, welche soviel Geld in dieser von mir vertretenen Angelegenheit geopfert, wissen, wie der Be-schlnß vollständig lautet, muß ich die verehrt. Red. d Blätter in Befolg der Tendenz derselben ersuchen , den Abdruck der betr.' landtägl. B rhandlung v. 20. Nov. d. Darmst. Zeitung Nachfolgen zu tasstn; (Wir haben'uns bemüht, das'Blatt nachträ.ilich zu beschaffen, fanden es. aber nirgends mehr.vor. ..Kann uns vielleicht Herr O. dasselbe zugänglich machen? Red.^ Dadurch-wird cs klar werden, daß eine peilsöwiiche und eine sch restliche Anregung bei höchster Staatsb. Horde.emtret<-n muß Nicht aber durch eine kostspielige OeiwrälversaMmlung, sondern durch eine Deputation. Eine Massenversammlung erscheint als Presston und wird nicht beliebt. Eine Deputation, bestehend aus je einem Lehrer der drei Provinzen,*) welche um eine Audienz bei Sr^ Kgl Hoheit unicrin allcrgn. Groß Herzog und Sr. Erellenz dein Herrn Mimsterprüsiventen nachsuchen, unter Uebergabe. einer Zsdresse, gestützt auf den laiidtäglichen Beschluß, wird jedenfalls von Nutz.» sein. D.cs zur Antwort aus die Correfp.' ,>Äus denr Gr. Hessen" in Nr. 5 d. Bl. Indessen müssen die Depu'tatiönskosten ini Voraus gedeckt werden. ' Auch -dieses ist nicht schwer. Jeder L.hrer im Lande sende 24 kr., 'bestehend in Freimarken, zu diesem Zwecke an die Redaktion pes „Isr. Lehrer". Was übrig bleibt, wird zu ähnlichem i Zipecke aufbewahrt. Aber nur bald, ehe der Schluß der Landtagssession eintritt - . Otbenjoicr, Lehrer. Homburg v.. d. H., im Febr. Vor einigen. Wochen feierte der hiesige Privatlehrer und Vorsteher eines .Knabeninstitnts, Herr Jo eph Rapp, seine silberne'Hochzeit. Eme Deputation seiner früheren Schäler überbrächte demselben ein Geschenk, bestehend in mehreren Staate-Loo,,n im Werthe von l00 fl. — Dex Unterzeichnete, der den „Ausruf" hiesür erließ, überreichte dabri, eine Adresse mit 5 > Untmckrr ften, sprach einige herzliche' tuse Rührung ausdrückende und hcrvorbringende Worte, die der geehrte Jubilar ebenso erwiederte. Möge'die Ailerkennnng und die Liebe für und zum Lehrer stände immer mehr wachsen in Israel und in d>r Men chheit; die Früchte davon werden Glück und Segen, Bildung irüd Wohlstand sein. Louis Lehmann. Pcfth, Mitte Januar-leitss. -Lange schon, Herr Redakteur, habe ich Ihnen keine Nachrichten aus meinen« lieben Väterlande zukominen lassen; und.lag dies erstens ivohl m dem Umstande, daß ich Ihnen Eriremliches'nicht inittheilen konnte; '"712 , z.'722.7i72 überhaupt, das^Iinmeiwähnnde Klaipn ist eben nie ang.nchiii; zweitens hoffte ich, daß man bei uns die alte Zeit zu Grabe tragen würde, und moituis niliil ni»i st, n--,^ darum ichwieg ich volle zwei Monate. Nun erlauben Sie'mir, daß ichstn den Spalten Ihres Blattes mein gegebenes Versprechen einlose. Ich werde heute •> Tesiznirt von der Redaktion d> Jsr. Lehrer. Eins. jedoch minder persönlich seinV) Sie werden wohl die Grabrede unserer „Volksschule," die in Arad erschien!, gelesen haben, aber das Glockengeläute haben Sie Gottlob nicht gehört, weil der Schall keinen Wirderhall fand. Dieses Blatt, w lches zur Aufgabe sich stellte, den Frieden in der jüdischen jSchule herzustellen, warf sich kaum nach seiner Geburt in die Arme der bei uns verhaßten Hyperorthodoxie-) die von dien auch hier geschätzten wirklichen Orthodoxen auch bei uns gehaßt werden. Herr Moritz Ehrentheil dachte nur darast, sich einen Namen, d. h. besser gesagt Geld zu schaffen. Deshalb waren ihm der unübertroffene Ben Chananja sammt Magyar izraelita, die im Lande erscheinen, im Wegs; er wollte mit einem Schlage beide vernichten, glaubte; allen Parteien Rechnung tragen zu können, und seilte eigene Tendenz verlor er aus dein Auge. Co mußte er zu Grunde gehen. Keine Prinzip haben nnd im Dunklem fischen wollen, damit kann im heuti en Israel ein öffentliches Unternehmen nicht weit kommen. lU-rpii-.-nr-. t in paco. Leider haben aber auch in jetziger Hnngersnoth unsere Lehrer kein G. ld zum Pränumerlren. — Der ung. isr Lehrerpsnsionsfond ist wieder angeregt worden, indein sich säinmtliche Herren Lehrer der Scstwesterstädte Pesth, Oien, Altosen! verständigten, einen derartigen Verein im „Kleinen" zu bilden, und, wenn dieser ersprießlich sein würde, einen allgemeinen isr. ung L.hrerpcnsionsfond daraüs zu machend) Es fragt sich leider nur, wo der Fond für die drei Städte, herkouistien soll, da die Herren Genieindelehrer kaum anständig leben können von ihrem Gehalte. Womit also einen Fond 'bilden? Und ist ja einmal ein Lehrer bemittelt, dies zu thun, wofür hat er dann eine Sparkasse? Zwar P,sth, jdic größte i-sr Gemeinde in O sterreich, erlheilt ihren Oeinui'tigiil•»•») eine Pension, aber Ostn nnd Altostn sind das schon deßhald nicht im Stande, iv.il die Gemeind,» keinen derarngen Schuliond haben! Ferner erlauben wir uns zu bemerken: cs ist schön nnd löblich, daß die Muste, Hauptschullehrer uns dabei'unterstützen, allein man erlaube uns jeoochjdie Bemerkung, daß in Ungarn die Juden einen Fond haben, wie >onst:n keinem Staate! >60:) 000 fl. ö. W. ist eire hübsche Summe; warum regen! die Herren dieser vier Musterhauptschulen nicht an, daß eine 2. allgeineine Lehrerversammlung zusammenkomme, wo man Gelegenheit hätte die Mangel der Schule bei uns zu besprechen und bei der Regieruilg Schritte zu thun, daß von dein 1)-Lo ist S^uch »ns reckt; auch vieles Ihrer früheren Bchanptui,i«cü schien von jedenfalls einseitiger Auslassung z» zeug.»! Wir wollen ivohl zugeven, daß die s. g. .Autonomie" ein sehr schätzbares j Gut ist Aber wie wert man >n uiigevildeten Gemeind n damit! kömint, uno waü dabei aus den Lchnlen werden würde, wissen wir leider auch.. R.d. 2^ Dieselbe stlique, we'cke eben gegen den Prozeß .üompert,' die Lerjüngung des jüdischen Ltamin.S b.treffend. Protest erhebt, weil ne bchauplet, daß der Jude nicht der Messias'der Zeit'sei, wo sie dock den Propheten Jesaias leugnet, d.r den Erulante» zurnft: t<^p' ’mirc -jopp 'n rc V7d!i. Eben kam mir ein derartiacr Aufruf ans Preßburg in die Hand, »atürtick mit Aufsoiderung deö Ur Hildesheimer. Eins -) Ließ sich ein solcher nicht etwa mit uiiserem Perein verbinden? Wenn auch nur durch Aiijckl ß an daS Iah» buch, und wenn auch bei selbstständiger Be,walln»g: '- Red i Es wundere nickt den lieben Leier, daß «vir den H Lehrer üuuj,atiqui.- nenne»; unser geadelter Porstand nennt jeauch den der besoldet wird. Eins.