Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 3 (1863)
- Issue
- 49 (3.12.1863)
- Date
- 1863-12-03
- Page
- Seite 192 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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192 Wir spreche» daher die Erwartung aus, daß die geehrten Leser dieses Ausrufs sich als thätige Agenten dieses Vereins der Mühe unterziehen wollen, alsbald aller Orten Subscriptzonen z» veranlassen. Die Namen dieser Beitretenden und Agenten und die Zahl der Eremplare, auf welche sie subscribffen, soll durch den „isr. Lehrer" veröffentlicht werden. Wir erwarten ferner, vast es mindestens theilweise gelingen möge^ soweit als die Bestreituugder Drucktasten es durchaus nöthig machen, Pränumeranden zu gewinnen und den Ertrag bis zum 15. Februar einzusenden. Ferner hoffen wir aber insbesondere: es möchte edle« Israeliten gefalle», die Begründung diese» segensreichen «nd für die. Zukunft I»rael« . Kedentnngsdallen Institut« durch einig« Spende« zur Decknng der Drucktssteu für da» erste Jahr zu unterstützen. Wir werden solche Gaben sowohl im „isr. Lehrer" als auch im ersten Jahrbuch veröffentlichen, und so allen Spendern ein Denkmal setzen, kommenden Geschlechtern zum Zeugniß, wie in unserer Zeit Israel' immer wieder zu geben bereit.ist,' insbesondere wo es gilt, das zu kräftigen. was uns am Heiligsten ist, unsere heilige Lehre und die Bildung kommender Geschlechter. Alle Anfragen, Anmeldungen und Einsendungen sind vorläufig zu richten an den provisorischen Geschäftsführer, Z Alingenftem in. Odernheim in Rhernheffen. An Euch aber,'Ihr Kollegen und Freunde aller Orten und Gegenden Deutschlands, Euch und Eurem Wohle insbesondere gilt dieser Ruf; laßt ihir nicht uügehört verhallen. Zeigt, daß Ihr Männer seid, die mit Begeisterung und Kraft das zu ersaffen im Stande sind, mias sie zu-einigen und was sie innerlich und äußerlich zu heben und selbstständiger zu machen bestimmt ist. jn; epp een. ' Hier. habt ihr die Grundlage für eine kräftige Förderung unseres Standes, den Samen eines Unternehmens, das unendlichen Segen in sich birgt, und für das nichts verlangt wird, als guter Willen. Mehrere deutsche Lehrerunterstützungskassen sind aus solchen Mitteln aufgebaut worden. Ihr Kollegen aus Baden und Bayern, Naffaü und Preußen, Kurheffen oder wo ihr auch sein möget, — es ist Euch anheüngestelll, entweder mit den. aus diesem Vereine Euch zufließenden Mitteln Euern engeren Provinzial-Verein, wo Ihr einen solchen habt, zu kräftigen, oder Euch nur dem allgemein deutschen Unternehmen anzuschließen. Schließt Euch aber im Jntereffe des Ganzen auch dann nicht aus, wenn Ihr glaubt, Eure persönlichen Verhältniffe oder Eure iu anderer Weise gesicherte Stellung mache eine solche Unterstützungskaffe für Euch unnöthig. Was Ihr aber auch beschließen möget, zweierlei ver geffel nicht: — denket an die'Tage-, von denen wir sagen, daß sie nicht gut sind, und die nur Wenigen geschenkt werden im Leben; denket — an die Wittwen und Waisen. Der Herr, der Vater der Liebe, leite Eure Herzen und oie Herzen aller edlen Israeliten und schenke uns leinen gnadenvollen Beistand «mo un> ntrya:. Worms, den 15. November 1863. Das prooisoriHe Redaktionsand Verwaltungs-Lomite - und in besten Auftrag der provisorische Geschäftsführer: ... I. Miugenstein, in Odernheim üu.Rheinhessen. Gott mein Licht. Ehanukkalied von Stein, nach derMelodie -ns myc zu singen.*) 1) Gott, mein Licht, mein Schutz und Hort, Sei von mir erhoben! Dich im Sturm mein Zufluchtsort, Dich will stets ich loben. Was nützt rings ihr Toben, Schirmt mich- Gott von oben? " Nahet Er, . Feindesheer Ist wie Staub zerstoben. 2) Seufzt' ich je in dunkler Nacht, Schmerzten meine Wunden, Mich mit Licht hat Gott bedacht Und mein Herz verbunden. Wie in trühen Stunden Wird ein Freund erfunden, War des Herrn' .Hilf nie fern, Wann mich Schmerz umwunden. ' 3) Pharao traf seine Hand,' Als mein Volk verzagte, Hamans stolze Größe schwand, ' Als vor Gott ich klagte. Wann ein Feind mich plagte, Niemand Trost mir sagte, Trost und Licht Fehlte nicht, So an Gott ich dachte. *') Wir geben fciea Sieb, ba» an uib für fi» ein echtes Ehanukkatieb, voller Weibe, prüft und Lickt, .noch wertbvoller wird, da es nack rer so beliebten und allbekannten Ehanukkavotksmelckdle gesungen werce» kann. Obwobl dasselbe sckon mehrmals gedruckt, glaubten wir dock unfern Lesern, denen die Quelle sSteins - lvebetbuch) nickt zur Hand 'ein dürfte, biemir vielleickt ein nickt NnlubeS Tbanukkafcstgesckenk zu ' macken. Ein weiteres ebenfalls sehr sckötres neues Ehanukkalied wird uniere näcküe Nummer bringen.. 4) ' Einst fluch in des Syrers Zeit Trat der Gott der Heere Meinem kleinen Heer zur Seit', Daß dem Feind es wehre. Für Gesetz und Lehre, Für des Herrn Altäre Floß mit Muth Heldenblut, Froh, dem Herrn zur Ehre. 5) Und durchgküht von heil'ger Flamm, Uud von Gott durchdrungen, Hat der Hasmonäer-Stamm Hoch die Fahn' geschwungen. Da ward Ruhm errungen Mächt'ger Feind bezwungen, Und voll Lust Aus der Brust Siegeslied gesungen. 6) Bei geweihter Lichter-Schein Froh im Tempel stellten Sich zum Dienste Gottes ein Fromme Priesterhelden. — O, Du Herr der Welten Laß in unseren Zelten Stets wie heut Licht und Freud Deine Größe melden. Correspoudeuz. Aus dem Nassauischell, '23. Nov. In unserem Lande herrscht wieder Ruhe aus jüdstchem Gebiete. Es ist dies freilich nur Rückwirkung des politischen Lebens, Ab-, forbtion des Interesses durch Landtagswahlen, Schleswig- Holstein und europäischem Congreß.