Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 3 (1863)
- Issue
- 45 (5.10.1863)
- Date
- 1863-10-05
- Page
- Seite 177 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Da nun sämmtliche.Sprackei wohner ibr Denken schon vor pflegten ■ jetzt noch äußern und äußern werden, als Töchter ein sind, io muffen sie natürltch weniger ähnlich sein. (Schluß 1 in welchen die Erdbe- Uralten Zeiten zu äußer» nach Jahrtausenden noch er Mutter zu betrachten ■ Krer Riutter mehr oder folgt., Z s t g e ui e Corresponden;. j Olnhaufen in Würtemberk, 1i>. Oct. Zu der flons-^ Mission, welche vom Chef des w irttemb- Kultministeriums ' zur Nevision unseres Schulgesetz'» und zur Besprechung verschiedener die Volksschule betrer enden Fragen nach Stuttgart berufen wurde, wurde nicht Lehrer Liebmänn in Eßlingen, ioudel-n Lehrer Weil in Kichendorf, der seit vielen Fahren die Interessen der isr. Lehrer WürtembergS bei den höheren Behörden vertritt, einberilfen. Nachdem derselbe schon 1858 durch Einreichung ein«r von ihm verfaßten und von iämmtlichen isr. Lehrern uni erzeichneten Bittschrift an Regierung und Stände, und durch persönliche Verwendung bei hohen Personen zur Gleichstellung der isr. iKonfessionsschultehrer Vieles beigetragen hat, hat er auch dieses Jahr zu den von isr. Lehrern zu ihr :r Befferstellung gethanen Schritten den -Impuls gegeben, i nd da derselbe in dieser Wirksamkeit, sowie in vielen 'B eiträgen in pädagogische Journale viele Erfahrung in allen Verhältnissen der isr. Schule und ihrer Lehrer zeigte, o wurde er >zu den Berathungen der Schulkommission ion Herrn Kultminister v. Golther einberufen, und hat die Interessen dyr isr. Kon ressionsschullehrer auf's Kräftigste vertreten Ohne Herrn Liebmann, de sich als Seminarlehrer um die Äusbildung der isr. Lehre" viele Verdienste erworben hat, zu nahe zu treten, kann doch mit Gewißheit behauptet werden, daß Herr Weil die Vcrhältniffe der Lehrer auf dem Lande, (und deren sind es bei uns die meisten,) bester kennt und daher zu vertreten gee gnet war, als Herr Liebmann, der als Lehrer in der Stedt und an einer geschlossenen Anstalt nicht so gründlich weiß, woran es uns auf dem Lande fehlt. Herrn Weil gebührt aber auch die öffentliche Anerkennung, daß er jederzeit für die Lehrer in die Schranken getreten ist, uud stets mit Erfolg, und der Dank der isr. Lehrer WürtembergS wird ihm stets blöden. Seine Gemeinde hat ihn vor einigen Ja,ren an jeinetzr 25jährigen Jubiläum durch Uederreichung «ines silbernen Pokals geehrt, und auch dieses Jahr, als ihm die viel einträglichere Stelle Oberndorf übertragen war, durch Aufbefferung zum Verbleiben auf seiner Stelle.verc nlaßt. Unser Uüterstützungsverein ist seit Monaten ganz in's Stocken gerathen, da die Leite r der Sache bedauerlicher Weife in Uneinigkeit gerathen sind; auch die projektirte Versammlung sämmtlicher Lehrei Würtb. unterblieb. Aus das längst verheißene Lesebuch für isr. Schulen Hanen wir immer noch. Die Arbeit, welche von der K. isr. Oberkirchenbehörde schon im Jahre 1859 den Doktoren Waffermann, Jost und Stern in Frankfurt übertragen wori n e 8. den war, läßt inlmer noch ans für evangelisch« eignete enthält seines Preises führen läßt. Aus Unc trotz mancher sich warten, Schulen vielfs und das die Hand! ür <5t fl lagen in unseren trotzdem das würtb für die iSr- Sch ern'sche Lesebuch Schulen nicht so ' »er traßburger, Sck ullehrer. Journalen Lesebuch ule Ungc sich wegen leicht null r n, Anfang October. (Die Schu Izustände * > Fortsetzung.) Ein allgemeiner Uebel, woran die isr. Schule in'Ungar« lei »etist besonl ers, daß es hier an guten Schulbüchern n angelt. Die h. Regierung hat ein Schul-. lso eine Veran taltung, die der S lbstentwicklung, mithin dem Geiste, den Fortschritt, einen Hemmschuh anlegt. Stauuenswertb ist eS, wie seit I»em Jahre 18-48 der geistige Aufschwung in fast allen Bezic jungen des bürgerlichen Lebens einen riesenstarken Rückschritt machte. Das freie Entwicklen der Schule ist schon deßha b bei uns unmöglich, weil der Wirkui gskreis des Lehre» ein beschränkter ist, indem er auzer der ihm vorgrschriebenen Gränze sich nicht bewegen d«rf. Bei uns ist «in Büchermonovol vorhanden, wo diuchgehend» für die vier Hauptschulklaffe» in der ganzen oft« rreichifchen Monarä ie ein und dieselben Bücher genommen werden müssen. E» ist keine Auswahl vorhanden, und twtz dem Sprachengei rische, das bei uns ist, sin>en wir ein u ld dieselben Leieuid Sprach bücher in alle Landessprache i übersetzt. Wir n ollen nicht sprechen gegen die Einrichtung dieser Bücher, weder von den sehr wenigen Licht-, mch von den vielen Schattenseitenderselben. Bedauernswe eth ist es nur, daß die von der h. Regierung angestellten Lel rer diese Uebel nicht einsehen wollen, ja sogar sich Illusionen über ihren Wirkungskreis machen, um zu herrschen. D e Schulzustände sind auch deßhalb sehr schlecht bei uns bestellt, weil die Antinomie uns mangelt. Diese» Gemeingu Israels, welches jeder Zeit auf jüdischem Boden gedieh ist uns seit 4!» genommen. Die h. Regierung errichtete Musterhauptschulcr., verband i mit einer sogar eine Präpaandie, aber — diese' Muster sind durchaus nicht immer n rchahmenswerth. Wir besitzen zwar auch in diesen Muste Hauptschulen einzelne tüchtige Lehrer, aber im Allgemeinen ifi Unwissenheit vorherrschend, und der Bornirtheit und der Äm raßung ist Thür und Thor geöffnet. Es bestreben sich vi!le Lehrer gegen „die Autonomie" der Gemeinde bei der Regierung Schritte zu thun: so hat auch H. A. L...... die isr. Gemeinden denunzirt, daß sie nicht im Stande feien, dieses Gemeingut derigebildeten Welt zu handhaben. Er behauptete dies sogar! öffentlich im „Wiener Botschafter."! )ie hohe Regierung batte den Willen, isr. Inspektoren ai jüdischen Schulen anzustellen; ' diese Herren fürchten dadur« > der Stellen verlustig zu wer-! den und bestreben sich da, um der Regierung gegenüber j loyal zu sein, und äußertei sich: der Jude in Ungarn ist zu starrer Patriot, er ist dir Autonomie nicht würdig: er könnte dieses Geschenk «d. Mißbräuchen u. s, f. *) ES ist selbstverständlich alle Verantwortlichkeit iür feil: h. sein geraubtes Eigenthum) daß wir ilnsenn Korrespondenten « Mittheilungen überlasten wüsten. Redattion. i. i