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Der israelitische Lehrer · 1863-10-05 · 45 (5.10.1863) · p. Seite 178

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
45 (5.10.1863)
Date
1863-10-05
Page
Seite 178 (sequence 4)
Language
German
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Tine Herren Lehrer-entblodeu sich nichi zu behaupten, daß sie der Bildung bei uns setzen Boden' sichern wollen icr n« jrr> to nc cyi ircr' *nn. ri-v-Ä Vrxnc ~\iy Die Inspektoren-Frage wurde in ein breite? und langes Gezanke gezogen; Niemand verstand die Losung '-=r nur unser biederster und gelehrtester- „Ben Changnjq" - selbst. Daß es aber bei uns viel Volk d. b. „Plebs" gibt, weiß Jeder, und man war io dreist, gegen Low auszutreten — denn die Opposition ist ja Tagesordnung.. Leider brachte diese Opposition viel Unbeil, und wird uns noch manche Wunde schlagen. Der Wille der h. Regierung ist, stets der beste: aber oft bleibt der Wille unausgeführt. Ende Oktober sollen nun zehn Vertrauensmänner-, die sie berufen hat, in Pest tagen, und über die. isr. Schulfrage eonferiren, Nachdenken, wie-denn eigentlich möglich wäre, ihr zu. Hellen; sie aus der Krankheit zn ziehen. Zu beoaueni ist, daß die Glieder der Commission kein«. Lehrer sind, sondern Männer, die wieder loyal s?) sind und Geld haben, wenn auch Löw dabei ist; aber wir wissen, er wird stets m der Minorität bleiben. Tie Ortbodorie faßte durch die Behauptungen mancher Leute, die sich berufen glaubten, für uns zu sprechen, io starke Wurzel, daß uns heute der Preßburger Rabbiner eine Bibel enipsiehlt, natürlich mit Unterstützung der h. Behörde, die voll von Lprach- und orthogravhischen Fehlern »st. lieber diele Ortbodorie nebst ihrer Bibel die einen Tesiauer O. zum lieber,etzor hat, nächstens mehr. C. Po.llät, Rahbinalseandidat. u IN f «h a u. - 'üiM’t'ii Leihen mif 'Verdächtigungen unsere Glaubensgenossen gegenwärtig in Tölen ausgeieri sind.. läüt sich wobl begrciün. ui'tm sie ui denjenigen Klanen der Gksellscba't ge hören. die die Auimerk'amfeik und die 'Wntb. beider Parteien oit uniückuldig rege macken; io wird bruie aus Leiniz berichtet, daß ein Iudenknabe aus dem Wege. nageinem , benachbarten Crt einen ilm detannten :is.iäisteig düra> einen Wald einig'lug. Hier trat er aur Im urgenten, von" eenen er unter Prügeln rurüekgejagt wurde. . Er begegnet e. noch blutend, einer ruisi'chen Patrouille, der er das Begebuiß erzählte, >voraui 'Vater der Wald von russischen Eolkatew durchsucht wurde, raas daraus fand man den Knaben im. Gebüsch' erbangt mit einem Zettel im Mund, der. die 'Work^ .entbie.lt' „Heute Verratb. morgen der Tod." Aueb von einem andern r rt ber wird die Ermordung eines Juden gemeldet,, der den Russe» Nachrichten überbracht baben soll. — In der erüen Veriammlwng des religiösen Reiormvcreins. welche am Ocl. zu Frankfurt im Eaalbau eröffnet wurde, wurde folgender Antrag gestellt, unk ohne T ebatte angenommen: „Angesichts eines zweiten Kiziderrauoes,- der in Rom zum Zwecke der Tau'e geübt worden ist unter dem Schutze der dangen Geistlichkeit, erklärt die Vermmmlung 11 daß sie solche Gewallkauw als Verletzung der heilig» Reckte der Familie namentlich weaen ibrer büraerlichen Folgen ich Kirchenstaate betrachte und als Ausstuß barbarischen Fanatismus, der im Wider-! jpruche mit dem Geiste aller wabre» Religiosität steht, verwerfe; j 2) laß wir uns zu vorstehender Erklärung als Christen unt als Deutsch« verpflichtet erachten und glauben, laß »ele christlich«, Namentlich deutsche Regierung, die Ausgabe habe, ihren Einfluß gellstnk zu machen, um solchen Uebergriffeu sqnatijscher Gnstlichen stu Eule zu macken; 3} daß der Vorstand des religiösen Resermvereins diese Erklärung in alle» eivilisirten Ländern bekannt macke uild den Regierungen aus geeignetem Wege inittbeile." 7 — Die Herren Rabbincn Löw, Dr. Steinhardt und Dr. Zipscr »"»beisetzen gegenwärtig den Pentateuch aus ungarisch. In Folge einer Aufforderung des „Magvar »zr. egvlet" werden nun auch hie übrigen heiligen Schwülen gegen Renmnerakion dieses Vereins übersetzt iverden. — In. L em berg hak sich ein jüdischer Verein gebildet, welcher die geistige Fortbildung ustd die gegenseitige Annäbrustg der Mitglieder, und die rege Betheiligung an allen bedeutsamen Vorgängen innerhalb der gegenwärtigen Iudenbeit beznfeckt. i — In!Ferrara bestand eine Klaffe der technischen Schule - im Schuljahre l!2'■'> aus 22 Schülern, unter welchen 7 Is- - rgeliten waren. 'Von diesen waren nur!7> nun Eramen iäbig. unter welchen sich alle 7 jüdische beianden. 'Von diesen In Erominirtea wurden 7 in die bobere Klaffe versetzt, ilnt zwar >! Israelitest und ein Christ. ,A. I.) — Die Erfolge mancher Bestrebungen könne» scheinbarer Ratnr oder wirkliche sein. Zu den scheinbaren Er'olgey geboren - gewöbnlick die der Misnonsgesellschask, die übrigens stack ibren > eigen,» Belichten mit ibren wirklichen Ersolqen durchaus nickt ' zuirieden if. Es ist aber auchaar nickt reckt, daß von der; Iudrnheit iellst und insbeiontere^von der jüdischen Presse den i „heiligen" Bcflrcoungen entgegengewirtt .wirk, und jährlich! die Liste derUebertretenen nur ein Paar „verkäufliche" Seelen , zählt! Zu ten scheiubaren Erfolgen gehört übrigens. daß der König von Preußen der Lononer Missionsgejellschait ein „am daites Geldgeschenk übengutt unt dabei Folgendes aus^ sprechen i hat: „Wie Mein erlauchter Vorgänger bin auch ick von ganzem > Herren deni Bestrebungen Ibrer Gesellscha't. das WoN Gottes' j unter den Lindern Israels;u verbreiten, zuqerban unk sichere ibr den Schutz und die Unterstützung. deren sie sich, bisher er- ' freut hat, auch fernerhin zu. ( <'„r iiofu m. ) Ter Gr, Hofmusiker Sch'löiier (Iuke'i in Tarmstadt hat vom König von Portugal den I es ns orden erbalten. j — Zur Ivorläusige» Besprechung über die Gründung' ' einer Unteifsiützuugskasie iür dienstuniäbige Lebrer und deren Hinterbliebenen oermnrelst der Hewailsgabe eines Kalenders unt Jahrbuchs, Und insbesondere;ur Enlwersiing und Begutachtung einer Ansprache an die Lebrer und Gemeinden, '.flrk ibrer 'l^er-; breitung, Pränumeration und Eiutrittsbedinaunge» baben wir cinige Collcacn aus ber nächsieu Rabe an» Sonntag den 17». ütov. d. I.. Mittags I I Uhr. in die Wirtbschaft zum wilden Mann bHerr Gabst in Worms) eingeiaden, ' Wir haben gerade Worms gewählt, weil dies ei» Mittelpunll iür badische, pfälzische und hessische Lebrer ist. Obwohl zu dieser vorläufigen Besprechung die Anzahl dieser Eingeladcnen genügen dürste, wollen wirldoch nickt verfehlen, hier öffentlich daraus im Voraus aufmerksam;n macken, damit diejenigen unserer gcick. Collegen. die etwa an dieser Vorberatbung Tbeil nehmen möcktcn, sich einnnden töstnten. Jeder Freund unserer Sache soll uns willkommen seiy. Wir werden bann das Betreffende weiter durch diese Blättes qeröffenttichen. Verannrrrtlichrr Redakteur: I. Jtlingtnftctn in Ldernbeün in Aheinbeffen; Erl Lommisfion bei <5. v. Fritz >che in Sechzig. — Druck »en entag der Redaktion. Für den Buchhandel: liiotrsleben in Main» in i

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