Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 3 (1863)
- Issue
- 39 (24.9.1863)
- Date
- 1863-09-24
- Page
- Seite 153 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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153 mich nur als igrcuub zu betrachten, der lj umj das zu ringen ich nie unterlassen werde. Aus der hr Bestes will, wie wenig ich sollte ich solche Anerkennung, die Sie wir bringen, sehe ich gethan und wie bescheiden Sie sind. Und verdienen, so hätte ich gewünscht, daß nidjt Sie, sondern die Gemeinden hier ständen und sie brächten, denn was ich Ihnen gethan/habe ich der Jugend und den (Gemeinden gethan. Diesen gilt es . weil den Lehrern wohlthun, den .hindern wohltyun ist. Ein Samenkorn ausgestreut für die >Lehrer reiit zur tausendfältigen Frucht für die Kinder. Versorgen doch auch die Eltern die Amme ihres Säuglings mit ausgewühlter Kost zum besiern Gedeihen desielben! Besserstellung der Lehrer ist Besserstellung der Kinder. Ich habe mich aber auch heute wieder überzeugtwie Roth es thue, Ihre Stellung zu verbessern, und ich wiederhole hier, ich habe nur Steine zuiammengebracht und zusammengefügt zum großen Baue, noch steht aber derselbe nicht unter Dach. Zu diesem Baue, meine Herren, hat jener Mann den «Grundstein gelegt, dessen Aachfolger zu fein ich stolz bin und desien würdiger Nachfolger zu sein ich mir zum höchsten Rubine rechnen werde!. Indem Sie' heute noch ein dankbares Andenken dem iel. Herrn Oberrath Epstein bewahren, j ehren Sie sich -selbst, und indenr Sie mir Ehre zollen, ist! mein wirken nur ein Folgen in den Fußtapsen meines > würdige» Borgängers. Allein selbst meine Tbatigkeit wurde j nur dadurch mit dem wirklichen Erfolge gekrönt. daß die verehrten Mitglieder des Kollegiums, dem ich anzugehören die Ehre habe, mit Rath und That mitgewirkt und die hochzuverehrenüen Herren Ministerialräthe mit ihrer Unter-, stüvung mir jeder Zeit wohlwollend bereitwilligst beistanden." Diese Rede fand begeisterten Widerhall in einem Zmaligen Hoch aus den Redner. Das gemeinschaftliche Mahl wurde durch verschiedene Toaste gewürzt, von welchen wir den aus Se. K H. den Großherzog, aus den Gefeierten, den Ober > ichulrath und das Kollegium des Oberraths hervorhcbcn. i Insbesondere war es der von Haupt-Lehrer Weil in; Feudenheim ausgebractite Toast, der mit Zugrundelegung - der Worte ■'nrn t *:~*r idie er bctnlbm Obeiralh in den Mund legte) -zlii'ic'x x^ ■'ox'i dessen segensvolles Wirken schilderte und hieran als die Gesinnung i der sämmtlichen hehrer - den Wunsch knüpft^: der Segen! seines Wirkens möge uns auch fürder durch i/iiic dienstliche \ Stellung, da ja auch dia Haupt-Lehrer Lehrer, der Religion : und als solche noch unter ihm stehen, zu T steil werden." 1 Herr Oberrath entgegne-e mit z'irc ro-c, welches hier, da er -~r ist, sich trefieuh aussühren ließ und mit der \ Mahnung schloß oirzx mx, vx^-' by -am rx iciri. — I Rlcht nur die Religionslehrer, sondern auch kleine, \ durstige Gemeinden erhalten 'aus der isr. Ceirtralkasse zur! Bestreitung -ihrer Religic nslehrergehalte Unterstützung und! werden beide zahlreichen Gebrauch davon machen, xv! -g'xri z-?-: Hn\ Dem Vernehmen nach geht es jetzt doch an die Ausführung der schon Jahre lang eingelciteten Reform, denn es seien lö Beiräthe, be/reffs der Reorganisation der jüdischen Religionsgenossenschaft von der obersten Kirchenbehörde ernannt werden. Mögen die Lehrer-Vorsänger hier nicht den günstigen Augenblick ver äumen, um den ihsien verniöge ihres Berufes gebührendeu jEinfluß geltend zu »lachen, und-sorgen, daß es ilmen nicht wie ihren College» bei jener Versa, unlung der hessischen Israeliten in Mainz ergehe. Das isr. Institut zi Weinheim unter Direktion des Hrn. l)r. Plato siedelt i n Oktober nach Karlsruhe über, ans Mangel einer geeigne er Wohnung zu Weinheim, indem es in K. eine solche, kaufst h erworben. Ob das mit >de>nsel wn bisher verbundene Seminar dort erstarkt oder sich aufloßt, da unsere Landesseminarien nach der Schulreiorm eine zeitgemäße Umgestaltung bekommen mit 3—4j(it)r. Seminarzeit, mag die Zeit lehren. (Mehreres über die badischen Schul- und Lehrerverhältnisie in» nächsten Blatte. Red.) u m f rf> o m. In LudÄtigscun ut i'iecflcnbiiro wirk nächstens ein isr. Lehrerseminar crstcbcnj zu svetckzem Zwecke ein vor einiger Zeit verstorbener ekler Israelite daselbst die Summe von IO,OOO Gulden tcstirte. i Dem Religionslebrer Gottsckall zu Griesheim wurde das dortige Ortsbürgerreck» von dem humanen Ortsvorstank gratis ertdeilt. Das bezügliche Eiuzugs.wld, das sonst jeder Bürger zahlen muß. veträgt Io fl. Es ist dies um so mehr ein Beweis toleranter und lebrerireundlicbcr Gesinnung, als das Religionslehr-Aml eigentlich ein rein religiöses, durchaus mit der bürgerlichen Gemeinde in k.iner Evnnerion siedendes ist, und man sich sonst im Hessischen leider wenig genug um die israek. Religio »slebrer und Restgionsschulen kümmert. Wir dürfen dabei freilich nicht vergehen, daß Herr Gottschall auch ein Mann von seltener Tüchtigkeit an Charakter, Wissen und eben so edler Berusstreue ist; hoffen wir, daß auch die isr. Religionsgcmeinde den Wertb eines in jeder Beziehung so ausgezeichneten Lehrers zu würdigen weiß, 'und in der Anerkennung desselben nicht hinter dem Orlsvorstandc zurückbleibt. . Im Seebad-Orte Reukubren'starb am 22 August der Prediger Saalschutz aus Königsberg hauch Proiesior an der Universität daselbst). Derselbe bat sich durch seine für die jüdische Wisscnscha't schätzbaren Schraten, insbesondere durch seine ausgezeichnete „biblische Archäologie" und „mosaisches Recht" einen bekannten und geachteten' Rainen erworben. Die von uns neulich gemeldete Cvnserenz der Radbinen Würtembergs fand am 12. 'August statt, und bat die vorauserwarteten Erfolge gehabt. Es wurden ihr vom Ministerium durch den Oberkirchenratb •"> Fragen vorgelcgt. deren Gesammt- Inhalt eben sich in dem Latze znsammendrängen läßt: Hat der Inden-Eid im isr. Religions-Gesetz Begründung, oder ist jeder Eid unter Anrufung Gottes für Israeliten verpflichtend und ein gültiger Eid? Die Antwort der Rabbincn konnte eben nur dahin gehen: Daß jede Anruiuna des göttlichen Ramcns vollkommen verpflichtend und bei den Israeliten keine andere Eikessörm; lichteit religionsgesetzlich oder notbwendig ist, als bei den andern Staatsbürgern. Der besondere „isr. 'Eid" wird also auch in Würkemberz baldigst ad ge schasst werde». Wir geben beute, um unseren in voriger 'Rümmer angcdeuteten Plan nicht außer Auge zu lassen, noch einzelne Eommentarien, unk weitere Andeutungen. Zuerst über Ausmbrbarteit und Erfolge — Rechnen wir I»oo Lehrer, die sich zu dem Zwecke der Selbstdülie verbinden — ob dies;u einem gemeinsam :n Vereine oder zu Speeialvercinen mit - auseinandergehendcn Verwaltungen, die sich nur zu gemeinsamen Unternehmungen verbinden, ist faktisch einerlei — und mir die Länder aus unserer Nähe in Süd unb West Deutschland: l'Rassau, Gr. i