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Der israelitische Lehrer · 1863-09-24 · 39 (24.9.1863) · p. Seite 152

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
39 (24.9.1863)
Date
1863-09-24
Page
Seite 152 (sequence 2)
Language
German
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152 oll mein tfinb werden; — und -ne mochten alle die Kennt niise gleichfalls im Voraus sichern, Die dem speciellen er wählten Fache dienen, möchten also Hie Erziehungsanstalt zur Fachschule wandeln°7), und-.halten sich', wo dieses mistlingt, wohl für verpflichtet, ohne Weiteres zuder wirklichen Fachschule sich zu wenden. Wie mancherKnabe ist so durch der (rltent Liebesungeduld seinem Vererben - enlgegengeführt worden, sei es durch ungenügende sittliche und wiffenschaft-! liche Vorbereitung, sei es durch einen verfehlten Berus! Tenn die einzige gesicherte Grundlage ftft das Leben beruhet in der harniom'cheri Ve reinigu n g'.der slttlichen j «religiösen) intellektuellen und körperlichen! Ausbildung, wie solche nur durch langsame, zähe Aus- > dauer zu erreichen ist. Sowie eine Sprache gründlich ' erlernt mehr für die allgemeine Sprachkenntmß und die! formale Bildung wirkt, als zehn Svrachen in oberflächlicher i Behandlung, io ist der ununterbrochene. Besuch einer selbst! minder hochgreisenden aber iestgegliederten Schule eine bessere Vorbereitung hir das Leben, als vorzeitiger Uebergang zur Fachschule oder zum praktischen Lebensherufe. Jede Lucke, jedes Vorgreiien, jede Uebersturznng in der Erziehung ist nachtheilig, bringt spate, meist , zu mit-*-ffiew Ich komme zum Schlüsse. Was ich 'either über das Verbältnist der Familie zur Erziehungsanstalt gesagt/ das ist — kaum brauche ich es zu versichern — nicht etwa dem einen Kreise, in welchem ich wirke, entnommen, sondern aus weiterer langjähriger Erfahrung geschöpft und .hebt i daher die beglückende Thatsache nicht-au/, vast die Sam,! ionsichule in dem grössten Thelle Ihrer (jetzigen und ehe j maligen, Zöglinge eineii reichen Schatz von Liede und An hänglichkeir besitzet. Das^Thema selbst ist längst nicht erschöpftaber der Raum ist beschränkt, und so sei es mir nurgestattet, den j Kern meiner Ansichten in einigen Hauptsätzen zusammen j znianen. i I« Zweck der Erstehung rsu Bildung zum ritt I i ch e n Menschen, nicht zum FachMtnichen. '! -J) Tic beste Erzieh»ng bittet die Familie,; w e 11 n die Ellern beiähigt und die Verhältnisse günstig sind.! :>) Das beste Ersatzmittel -ist" diejenige Er ] ziehungsanstalt, welche Familienleben.Und- Schule zu , gleich bietet, aber die eigentliche Fachrücksicht ausichliestt.! 4« Tie iruchtreiche Wirkiaulkert einer solchen « Erziehungsanstalt hängt wesentlich davon ab;! m Dast sie unabhängig sei und daher nur eine! mastige übersichtliche Anzahl Zöglinge aumehme;! >>) dast sie mehr aus Bildung des Herzens- und des! Eharakters als aus äustern Schein, mehr auf Gründlichkeit j des Lernens, als aus vielerlei'Wissest Bedacht nehme; , daß ne einestheils das Religiöse und gemüth liche Familienleben selbst pflege, mwerntheils die Br" «ian cuigczne mir mcbk: „Es ->>ibt iä »stnehungoanstaltcn ’tceuU iur 'Vorbereitung für das -.k-aus»llnüii<de Zack, für das tlaiu<i±'c stueium, h'ir «ricqs- und i'ürrinciue:tfte; auch sic niüjjcn srbcr ibrr Verechtigung in dem chahächlicheii Bedürfntsie haben!" erber m ix-abvbat fine tiefe 'entweder, keine t^rzichunzsanstaltcn. fendcrn m-.r siach-chulen mir t-enfionalen für ältere unabcn, oder .wiisrnu .Instalien, deren pestiripn,-,'bekanntlich erstrebt wird. Ziehungen zu den Familien der Zöglinge wahrem aber <l) daß hie Familie ihr unbedingtes Vertrauen schenke und daher nirgend in die Schul- und Haussrniung störend eingreise, vielmehr die Erziehung sr>ihzleitzg beginnen und zum wirklichen Abichlussij ge langen lasie. Diese Grundsätze zur Geltung zu bringen, ist Ziel und S t r e b e n der S a in i v n s s ch u l e. Director l)r. PH. Ehrend erg. Ä f ( 0 f iii e in p Correspondevz Aus Baden im September. Wenn ich den oerehrl. Lesern heute erst von einem Feste berichte, das die bad. isr. Lehrer mit einem Mitgliede ihrer Oberkirchen - Behörde dem Hrn. Oderrarh AllMann seietten,. fo bitte ich in Be rstckstchtigung vieler drinaen"m Dienstgeschäfte um Nachsicht, sollte ich hierdurch lueiuer glicht als Berichterstatter nicht gewisienhast nachg>.iommen sein. Ich lasse Ihnen hier den von uns in der bad. Landeszeitung dessalls veröst. Bericht folgen: Bruchsal, I. Juli. Der heutige Dag mar für Biele isr. Lehrer ein Festtag. Es waren an dem'elden 4* > Lehrer im Bruchsal versammelt, um dem dorthin geladenen hoch verehiten .Herrn Oberrath Ältmann in einer ihm überreich ten, von l Ul Unterschriften bedeckten Adresie ihre Verehrung und ihren Dank varzubringen. Es fühlten sich hierzu die isr. .Hauptlehrer gedrungen, durch das zwischen ihnen und ihrem Vorgesetzten eingetretene Verhältniß in Folge der Errichtuhg einer gemeinschaftlichen Schulbehörde, des Oberschulraihs, wodurch sic aus der Oberaufsicht des grosth. Oberraths in die des großh. Oberichillrathes bezüglich ihrer Eigenschaft äls.Hanptlehrer ubergingen. Die Religionsschul lehrer ergriffen diesen Moment, um ihrem Vorgesetzten für dessen nnermstdetes, aufrichtiges Streben zur Verbesserung-1 ihrer Stellung den gebührenden Dank aüszirsprechen. Der Akt der Ucderreichung fand in dem passend hierzu ausge schinücktcn Saale der isr Volkichule statt und machte der selbe sowohl bei dem Gefeierten, als den Lehrern einen tiesergreisenden, unverlöschlichen Eindruck. Insbesondere hob dieie Stimmung der Letzteren die durch Geist und Herzlich keit ausgezeichnete Rede des Herrn Oberraths Altmann. deren Hauptmomente wir hier wiederzugeben versuchen und die ihrem ganzen Znhalte nach von allen Jenen hatte gehört wttden sollen, die mit der Schule mehr in Berührung kommen und an ihrer Wirksamkeit das nächste Interesse haben. „Ich sehe," sprach der Gefeierte, „hier Lehrer um mich versammelt, die. io verschieden im Altcroerhältniß, alle mich ihren Freund nennttl. Die Einen, graue Häupter, von welchen einst welche meine Lehrer waren oder hätten sein können; t»ie Andern, welche ich ln angenehmer Ruck eriillierung zu.-meinen Iugeudfr,u»ve!> zähle, und wiederuni Andere, die früher meine Schüler waren. Sie Alle nennen mich Ihren Freund, und ick, bekenne es hier mit Freude, ich bin stolz darauf, Ihr Freund zu sein und bitte Sie

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