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Der israelitische Lehrer · 1863-09-24 · 39 (24.9.1863) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
39 (24.9.1863)
Date
1863-09-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jährlich 22 Nummer». Preis deS Jahrgangs t Lblr. — Ist. 45 h. Bei frankirter Zusentung unter Kreuzband 2 fl. 12 kr. Bestellungen nehmen alle Postämter «nd Buchhandlungen an. Der IsrMrt«Ile Anzeigen zu 1 Lgr. die Petitzeile. Aufuabme in die LehreroacanjeMiste2>^bgr. Einsendungen -m weder direkt an den verantwortlichen A.dakteur oder an eie VerlazShandlung. Organ für die Schule, die Familie und das (^emeindeleben des Zudentbums. i ' Hcrausgegc,bcn vorj Je Klingenstein, Ignaz Lehmann und A. Treu. rv\M:4 i\° »;> Mainz, den L4. September Id>63. Driltzer ^s.kr§s.nx.) Mit dieser Nummer schließt das dritte Quartal und bitten mir um umgeh _ ments. Diejenigen Herren Abonnenten, welche das Blatt durch Kreuzband bezi Quartal bezahlt habe», bitten wir um (Einsendung des Betrags (in Freimarken), oder, wem um alsbaldige Nücksendung dieser oder der nächsten Nummer. nde Enieuerung des Abonnehen, und blos für das III. sie nicht weiter lesen wollen, Der .Herausgeber. Erziehungsanstalt und Familie in besonderem Hinblick auf f dir Samsansschnle ju Wo Isenbüttel. i (Schluß.) " I ( Mit Befriedigung und^ Dank verfolgen sie die ersten Schritte ihrer Kinder aus per neuen- Bahn. Kaum aber hat die Freude über den „neuen Menschen" die Erinnerung an die allen Fehler verdrängt, so beginnt oft ein absichts loser, inuner verderblicher ungleicher Kampf gegen die Wirk samkeit des Erziehers. Durch llrtheile, Fragen, verzärtelnde Behandlung untergrübt die Familie, was Monate lang müh iam aufgebaut worden/erregt Unzufriedenheit und Zweifel, weil sie vergißt, daß der Einfluß des Lehrers vornehmlich am der Achtung leruhet, welche er bei den Zöglingen erlangt hat, und daß die Besserung, al'o das Glück der Kinder nur dann gesichert bleibt, wenn die Familie durch ihren Einfluß, durch unbedingtes Pertrauen der Er ziehungsanstalt zu Hülse köistmt. Selten aber wird solche Hülse geboten; vielmehr bleibt man häufig bei solchen mehr indirekten Einwirkungen nick t stehen, jund allmählich tauchen Anforderungen auf, so thörichter Art, daß deren Erfüllung der Erziehungsanstalt eben das rauben würde, wps ihren eigentlichen Werth aus macht: die conicquente Einheitliche Durchführung ihrer' Grundsätze, die feste Gliedeirung des Unterrichts, den uitqe störten Fortgang ihrer Thätigkeit überhaupt. Wollte ich alle diese oft sich wiedersprechenden Anforderungen auf zählen, der Raunl würde nicht hinreichend Nur das Wesentlichste sei angedeutet. Man wünscht die Familienliebe recht lebendig zu erhalten. Auch die Erziehungsanstalt wird dies eifrig fördern; aber sollen die Kinder in dieser ihren Halt, eine Heimath finden) so muß ihnen zuerst das Gefühl, dauernder Angehörigkeit, persönlichen Anschließens erwachsen, und das ist nur möglich, wenn mindestens ein Semester hindurch jede Störun Wie können sie den Sinn fidi innig, für Fleiß, für einfach? gesunde Lebensweise, wenn heute ein Besuch sie dem Unt« Nichte und der Hausordnung entzieht, morgen ein anderer fuhrt, wenn noch häufiger ih Liebeszeichen zugesandt wird '< Abhärtung und Kräftigung des Körpers wünschen wohl alle; aber dem einen ist andern die Decke zu leicht, da > Badwasser'zu kalt. Gründlichkeit des Wissens fordert daß damit kein Nebeneinander der der Lehrgegenstände sich l sorgfältig vermieden wird.*» aneigneu für gesetzliche Qrd sie gar aus der Stadt entnen Naschwerk als trauriges doch das Lager zu hart, dem Mancher, begreift aber nicht, sondern nur ein Nacheinanvcrkrägt; daß man erst der denljchen Mutteriprache mächtig sein muß, ehe man das Französi'che oder gar daL^E iglische daneben gründlich zu erlernen befähigt ist. — Net giöse Erziehung wird allerdings allgemein vorausgesetzt; aber wie weil gehen da wieder die Ansichten anscinan >er! Tcnr einen sind äußere Gebräuche und die hebräische Sprache überflüssige Tinge, währeud ein anderer die Uebrng aller Eermoninlgesetze und neben der ganzen Bibel anck Raschi und sogar Talmud stndiuni fordert Endlich noch ein Wort rbet denjenigen Eingriff in die Erziehung, dessen Folgen u n so verderblicher sind, nie demselben eine natürliche Berechtigung zum Grunde zu liegen scheint: ich meine die ivrzeilige Sorge um den künftigen Beruf des Kindes. Haben die Eltem nicht schon im Voraus, unbekümmert um des Knaben Anlagen und Neigungen — wie leider häufig geschieht — über dessen. Beruf verfügt, so treibt sie loch die Ungeduld und drängende Hast längst vor beendigter Schulzeit zu der Frage: Was *) Niemand wähne, daß d Lie werden >m Eegenlheil durch die j ähr lieben mehrwöchcnll Während dazwischen fallende Bef sucht (das Heimweh) der Kindlr ziehung leicht verderblich cingr ‘ durch die Familicnbande sich lockern, regelmäßigen Briefwechsel und durch chcn Ferien nur inniger geknüpft; sfiche der Angehörigen wohl die Sehnerrcgen. aber zugleich in die Srl gen t

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