Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 3 (1863)
- Issue
- 38 (17.9.1863)
- Date
- 1863-09-17
- Page
- Seite 149 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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149 — 149 — pflichte, Daß das Vorhaben auch im Rathe von einsichtsvollen Freunden als gut und ausführbar erklärt worden; daß wir aber späterhin wohl noch Männer erwählen werden, die das allgemeine Vertrauen genießen, um das gesicherte Vorhaben zum Abschluß ju bringen. Wir erklären also:; 1) Die deutsch-israelitischen Lfhrer geben geineinschartlich vom Fahr rfm.-fn an jährlich einen Kalender und Jahrbuch heraus. j 2) Es soll derselbe nebst ausführlichem Kalender enthalte: Gedichte, Abhandlungen, Erzählungen unterhaltenden und belehrenden Inhalts, eine Umschau der Jahres- Ereignisie und der neuesten Literatur-Erscheinungen auf jüdischemj und pädagogischem Gebiets. 8) Alle, die sich berufen fühl!en, sind zur Mitarbeiterschaft eingelaven. Honorar wird jedoch nur in besonderen Fällen garantirt, und mir hoffen mit Sicherheit, daß Alle zur freiwilligen und freien Mitarbeilerjchaft gerne bereit sind. 4» Die Manuscripte müffen bis zum t. Februar 1dlG4 eingesendet sejn. ' 5) Der Herausgeber dieser Zeitschrift wählt, nachdem die Manuseriüte vorliegen, ein RedactionscomiW, das die Auswahl feststbllt. Das Ueberbleibende oder ungeeignete wird — wenn es sich nicht etwa zum Abdruck im israel. Lehrer eignen sollte und hiefiic uns überlaffen bleibt, franko zurückgesendet, wie wir auch um ftankirte Einsendung des Materials bitten. j 1 G) Ueber den Rein-Erlös wird noch vor der Ausgabe von einer größeren Besammlungl vou hierzu von dem Re-- daktionscomitö berufenen Lehrern aus möglichst verschiedenen Gegenden und Ländern zg Gunsten der Unterstützung von hilfsbedürftigen Lehrern und deren Relikten Bestimmung getroffen werden. Selbstverständlich sind alle! bereits bestehenden Unferstützungsvereine (der rheinisch^westphälische Lehrerverein, > der Epsteinverssin in Baden, der würtembergische Unterstützunßsoerein für bedürftige Lehrer er. sowie die in Heffen und Naffau etiva sich bildenden), insofern sie sich an der Eolportaäe zu bctheiligen bereit sind, auch an dem Reinerlös betheilizt, wenn nicht ein all ge meiner Verein beliebt werden ' sollte. anheischig eine gewiffe An beisteden. I. Klingenfteiu. i Erziehungsanstalt und Familie in besonderem Hinblick auf > die SamsoNsschnle m Vlolfenbüttel. issit l»)7 eine deutsche ihrem ursprünglichen i izortsetznng.) Die Samsvn'sche Slistung, Erziehungsanstalt, blieb bis is 13 Zwecke gemäß nur für arme jüdiche Knaben bestimmt. Dann wurde die Aufnahme auch zahlenden Kostgängern gestattet. *) - Die Veranlassung dazu gab lheils der ausgezeichnete Riff des damaligen Leckers der Anstalt, theilS die verbreitete lleberzeugung, daß sie „Samion'sche Freischule" Gemüths- und Geistesbildun; mit positiv religiösem Leben vereint pflege, die Kinder da!ier hier nicht schon in zarter Fugend in religiöse Eonsliete zeriethen, sondern vernunftmäßig in coii'eguenter Einheit durch Lehre und Leben bis zur Consirmation geleitet würd,n. Diese und die seither angedeuteten Gründe waren duichweq bei den Meldungen maßgebend, seltener das Verlangen nach verbessertem Unterrichte, wie schon daraus erhell:, daß sowohl in älterer Zeit als seitdem die Tamson'si chulc i. ,J. 18581 die weiten wohleingerichteten Räume ausnahmslos Pensionäre aus griff ein .Städten, in denen es an guten Schulen nicht fehlte, z lgenihrt wurden. Hier nun erwächst von vorn li 'rein aus der zögernden Bedenklichkeit vieler Ellern ein wesi ntlicher Rachtheil. Das Bedürsniß nach der helfenden Erzu huiigSaustalt wird nämlich erst dann erkannt. wenn die K naben im Alter zw weit vorgerückt, deren Fehler daher ichor stark, oft zu stark eingewurzelt sind. Je frühzeitiger di Krankheit erkanin, der Arzt gerufen wird, desto sicherer ist die Heilung!/ Mit Kindern im 9. oder in. Lebensjahre beginnt am zuverlässigsten die Wirksam!eit der Erziehungsanstalt, weil dieselben daun woßl zu einer gewissen körperlichen Selbstständigkeit gelangt, aber iir den schlimmen Angewöhnungen noch nicht allzusetr erhärtet sind/ Hat in'essen die Samionsschr le häusig auch etwas äl tere Zöglinge ausgenommen, ja iclbst den iogenasintkn verwahrlosten Kindern***» sich mit Eifer und Liebe igewidmet; hat sie überhaupt ohne, Unterschied Reiche und Arme mit zogen hat, **) ihn fast gleicher Gerechtigkeit erzogen und um sie am die günstigen Erfolge einer' önjährigei Wrrksamkeit mit Befrie- 7) Alte Lehrer machen sich zahl des Jahrbuches zu eolportjren. Wir l ehalten uns vor, weitere Mittheilungen über die ses Vorhallen in diesen Blättern zu machen. Wir bitten nur die geschützten Leier dieser Zeitschrift, um die weitgehendste Veröffentlichung dieses unseres Vorhabens, und wir hoffen mit Gottes Hülse, daß aus diesem unserem Plane der Keim zu einer segensreichen allen wackeren Lehrern zum Trost und sur Beruhigung gereichenden That sich entwickeln möge. 'Wir ,Hollen nicht müde werden uns zuzurufen: Wir wollen und m ü s s e n uns selbst helfen und Gott wird uns digung zurückbleiben: io verdankt sie diese Erio vorzugsweise dein Ilinstande, daß s.e unabhängig,genug war, ihrem Programme getreu zu bleben, daß sie nicht unge wieder sich weder *) Fst hier vorzugsweise von tz e schieht dies einzig deshalb , weil in i besprechen will/am schärfsten sich an prägt, Obgleich inderbäusl. pebenswesic und der ganze» »rziehn geringste Unlerichi.'d ziviichen l-ensioi sindel, fb treten die letztem doch ior "'emeiiischasl zu der tinnali. daß ib: lic ÄlleS (auch .Nleid.>ng> frei gelie nionären die Kode, >o genen das Berbäliniß, das ich >g ielb'stverüä >dliw nicht der ären und. sirenögl! ngen statt nell dadurch in fine innigere en wie in der eigenen .ramirt wird. “i lieber das Local und dessenj-ininveibniig vergl. A. g. deS I8Ö9. K'.'i. '->3 ii. ,' l. ***) Grnndsätzlich werden.nindcj mit körperlichen und g.sisiigen Gebrechen zurüctgewiesen.