Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Lehrer · 1863-09-17 · 38 (17.9.1863) · p. Seite 150

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
38 (17.9.1863)
Date
1863-09-17
Page
Seite 150 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/4896751-5428748-5431284--0607-4897254
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

durch rein praktische noch durch persönliche Rücksichten von ihrem festen Gange abbringen ließ, sondern einzig die menschlich-sittlichen Zwecke im Auge behielt. Und wahrlich! nicht leicht wurde ihr diese Festigkeitdenn wie falsch beurtheilen oft Ellern das Leben in der Erziehungsanstalt! So lange freilich die Untugenden der Kinder ihr Herz noch mit Sorgen erfüllen, so lange die Trennung ihnen erleichtert wird durch da? Gefühl freudiger-Hoffnung, wird auch ihr Bertrauen nicht wankend. . < Schluß, folgt.) Ums eh a u. Rack dcni neuesten Gothaer genealogischen Kalender betrüge die Zabl der finden in Europa. etwa ^,6(X<»X». Die Angaben sind aber tbeilweise unvollständig^ tbeilweise sehr ungenau. So wäre nacb dieser Ausstellung .die Zabl der Juden in. Rußland nur etwa 2<*Mkn». Dieselbe beträgt sedoch nach Schnitzlers „russisches Kaiserreich- I Million i mal Hunderttausend — also gerade I Million mehr. So wird die Zabl derJuden im ganzen Erzherzogthum Desterreick aus V« M K > angegeben, während in Wien allein etwa >mal so viel wobnen. Wenn, wir diese Angaben mit andern statistischen Mittbeilüngcn zusammenbältxn, dürste die Zabl der Juden in Europa, wohl mehr als 4 Millionen und .'> mal Hunderttausend betragen. — Die ickäramontane Minderheit des großen Ratbes in Aargau bat gegen den Beschluß dieser Behörde in der Judenfrage folgende Protestation ru Protokollgegeben: Die Unterzeichneten Mitglieder -des aargauischen Großen Ratbes - verwahren biemit feierlich die souveränen Volksrechte, die dem aargauischen Volke laut s» 4S der Verfassung mürben, und welche nach ihrer > Uekerzeugung der heutige Großratbsbeschluß beeinträchtigen könnte. - — In deraargauischen Militärschule sols unlängst eilt jüdischer Soldat 'J4 Stunden Arrest, bekommen Jigben, weil er in der Mene im Augenblick der-Elevation deni Altar den Rücken kehrte. . _'. - — Die böbere Töchterschule des.Herrn Dr. Leopold Stein I in Frankfurt wird jetzt bereits von ->> Schülerin besucht, worunter etwa Gant-Pensionärinnen. Gewiß ein überraschend! günstiges Resultat, nachdem.die Anstalt.erst seit einem Jahre j. besteht. Es ist kies ein wobltbuendes-Zeügniß ta'ür, daß wirt- > liche Verdienste und ein etlerEdarakter-sich in allen Fällen unk! Stellungen des Lebens Achtung zu erwerben weiß. % n } t i.g e n. ( . » i Die Mitglieder des „Lebrerleierereins in-Rbeindefien' werj den wiederbolt gebeten, ihre Beiträge für das Jabr ein zusenden. Da ohne dies die Rame» der sticht zahlenden nicht mehr in den Lauizettcl ausgenommen werden, würde der-Bibliothekar vor Beginn des nächsten Monats zur Erhebung durch Vostnachnabme gezwungen sein. ' - ' Alsheim und Ddernbeim, «>. Sept. lS<i3. Das Bureau.d. isr. L.^V. in Rbeinhesien. St. Marx, Präsident. 3- Kiinqcnsteist» Bibliothekar. Der arme, kranke nnd blinde Lehrer, j für den wir um Unterstützung baten, ist gestorben. Er hieß | Sckwab, war aus Burggrcppack in Bauern gebürtig und hei- | r„atbberechtigt, und Lehrer in Robrhach bei Büdingen, eine Ge- > meinte von nur 7 und nur;um kleinsten Tbeile, bemittelten Familien. Die Gemeinde bat ihre Schuldigkeit an ihm getban. Ebre ibr darum. Sckwab war ein bober Siebenziger. Aber auch der Greis «ahm noch regen Autheil an allen Bestrebungen der Leb- . rer; er war ein wackerer und braver Mann, tüchtiger Lehrer und edler Berussgenosse Ehre seinem Andenken! Indem wir nun die Sammlung als g^efchlossen erklären, bemerken wir, daß wir die nickt verwendeten Suntmen an ihre Adressen zurückgeben lassen, wenn dieselben im Laufe von 14 Tagen zurückverlangt werden. Andernfalls werden wir dieselben in ähnlichen oder -gleichen Verhältnissen unter Eontrole zur Verwendung bringen. Die im v. Bl. hier ausgesübrten Gaben batten wir jedoch bereits verwendet. Die weitere Spendenliste folgt dann nach 3 Wochen. Die Redactivn Ve» isracl. ikrhrer. A n z e i g’ e. Die israel. Gemeinde Hillesheim, Kreis iJppenbeim, nickt einen Lebrcr und Vorbeter, Gebalt zweihundert Gulden, freie Wohnung und Heizung und Accidenzien. Ein junger Mensch, der etwas für seine Ausbildung zu thun wünscht, sinket schätzbare Gelegenheit. Räbcres her dem Vorsteher Gabriel Eahn. Bei Moritz Jourdan in Mainz ist erschienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen: Die Eingangsfcicr -es vers-hnungstagcs. Ein abgedrunger cs Wort der Belehrung und Beruhigung an seine Resigionsgemeinte ' von I»r. Aub, t^roßberzoglich Hessischen, ersten Kabbiner. Preis 4'^ kr. Von Simon Krämer, Lebrck in Alkenmubr bei Gunzenbausen in Mittelfranken sind folgende Schriften erschienen: 1, Schicksale der Familie Hock (Tünkelsbübl IkV.i, Pr. Vi kr. bei Malter, l - z Ho'agcnt Mei r (Rördlingen bei Bock, IK-i-i, Pr. '.>4 fr.) li Bilk-." aus dem jüdischen Volksleben (Selbstverlag, IK4si, Pr. i^tr. — vergrisidn, -soll jedoch neu aufgelegt werden.) i> Gebetbuch von L. Tesiauer u. Krämer «Ernst in Quedlinburg, ixssi. Pr. .'>4 fr 4 ) Jüdische Erzählungen (v. Ebcriscke Buchhandlung in illiirwberg, IKsil, Pr. 36 kr.) 6) Israelitische Erzählungen (Fürtb, > H u*, bei Gunkorser, Pr. 36!fr.) , -• zu beziehen kurck jede Buchhandlung oder bei srankirter Einsendung des Betpages,vom Herausgeber. Briefkasten. Herr Louis Lebmann in H. p. d. H. Dankend erhalten, stiäheres späte: brieflich. — Herr W. in D. Stellen und Verordnungen. Ehrlicks Gesän. e sind durch den Herausgeber (in Berkack bei Meiningen) selbst zu beziehen. eranrircrrliiber Retakicur: I. Klingrnftsin.in Odernbrim in Rbeinbessen; Selbstverlag der Redakrion. Für den Bucbba'kcl: in Commnsie« bei-C. 8. Fritzsche-m Leipzig — Druck von I. KottSleben in Main,.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.