Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 3 (1863)
- Issue
- 33 (13.8.1863)
- Date
- 1863-08-13
- Page
- Seite 128 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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128 gern untersucht, vergleicht und lmtlricheidet das giüd, wie ungern lernt es Regeln auswendig! Die Si-noni-mik fordert;,ur Prüning. des Denkens auf, macht vor sichtig im Lp rechen ritn edelsten Sinne des Ausdrucks- und schärft die Beobachtung.- Klarheit und Wahrheit stinunt froh. . iLchkilß folgt.» , Iteccnstvnen!. schreib uno Lefesibcl von 6i. Gurte. Dritte Auf luge. Mit Bilden» von - Otto Sveckter. 2. Einige Worte aber den ersten Leiemikerrrch^, von deiui^ben. .Hamburg, Otto Meißner 1 1) Eine fehl gut ansgestattete und »ehr methodifch ein gerichtete Fibel, in welcher besonders die treulichen Bildchen einen »ngemesieneu, anschaulichen uud naturgemäßen Ersten Schreib und Leseunterricht ermöglichen. 2) Eine für >unge Lehrer vortheilhafte Anleitung ^ur Erlheilung dieses Unter rechts nach dc r vorliegenden Fibel. Dre r Eie sch ich t: re und. Erzählüngen aus der alte», ' mittleren und neuen Geschichte. Ein Buch für Schule I und Haus von v>. staiür. Laimensälzä. Verlagscomptoir l8t«. Eine für Kiiide», die ,n'r»e 'Geichichteil leien, vassende Unterhaltungslektüre. Das vorliegende Bändchen behandelt die früheste Geschichte —. Orientalc'ii und Griechen — _in Bilden», meist Biographien, weshalb die bibli'che Geschichte ebenfalls berücksichtiget wurde.. Dkefer Tbeil hat uns nur wenig befriedigt. Die-Sprache in weder'biblisch iioch kind lich, noch überhaupt anivr>'chenp. Die Gedichte sind meistens sehr »»«glücklich geivählt: Fn Bej'gers und Webers Gedich ten spricht sicherlich nicht die edle: Räiw'täk und Erhaben heil, die dem Bibelwort entsprechend tii, luid hatte dein Herausgeber, wenn er sie nicht ge»cheiil .hätte. die neuere jüdi'che Literatur viel Bester^ geboten. Wstiin der Herr Verfasser sagt: Unsere Erve war nach ihrer.Erschaffiing. so zu sagen, noch ein roher Klimtven, oder: Abraham war .voll Vertrauen auf Gott und guten .stitranens zu den Menichenz oder: Laß nicht 'ein .. . denn wir find Ge brüder. Steht dir nicht alles rlanp vor dir offen. Oder später: David, em kecker. Mann, der frisch in seine Schicksale binausging.— »o sind das Ausdrucke, über derer» „Teutichheir" wir. nicht streiten wollen, die uns aber in einer solchen Schrift nicht behagen ivollen. Daß auch einige'Iliirichligkeileii ruit uuterlameü, wie -,. B. daß nach Foiua's Tod die.nolrenpriesier als Stellvertreter des nn sichtbaren Gottes regierten u. A. m. »vollen wir nicht näher berühren, weil der In halt.des Kuchc-s allerdings für das lesende Kind ansprechend »ein möchte'. Praktische Violiyschiile von F. Magerslädt. Langensalza, Verlagseomptdir.- Pr. 2ä Egr. Ein sehr zwecknläßig geordnetes Werk, das in methodischer Weise Theorie und Praris aneinanderrecht, i»nd durch zweckinäßige und ansprechende. tlchnügcm zn peinlicher Fertigkeit im Spielen rühren kann. Dr. Mlchm'l ijr.ss,: > mit besonderer Benickslchtigung des denselben betreffenden Aufsatzes von I>r. Steni in Diestelwegs Jahrbuch tkl«!2. I. Es mag wohl zum ersteiliuale »ein, daß das Wirken eines jüdischen Pädagogen in einer Schläft von so Koberallgemein pädagogischer Bedeutung »vie Dieslerwegs Four buch es ist, eine verdiente Würdigung findet. l)r. M. >>cß. der Oberlehrer an der isr. Real- und Volksschule zu Frank furl . M., ist ein würdiger Genosse in der Reibe verdien ker Schulmänner, deren Lebensgeschichte seil den» Erscheine» dieses Jahrbuches dasselbe zieren. Und wohl nur Wenige konnten die Verdienste dieses Mannes, seine Bedeutung für die Schule mrd Genieinde. für die religiöse und gesellschaftliche Enrwickelung der Fsraclite» Frankfurts bessern»id ein gehender zeichnen, als D S. Stern, der würdige Rach folge»- des gefeierten Mannes, der Mann mit den» Hellen Geiste, kur Meiste»- in klarer nnd geistvoller Darstellung. Wir können deshalb nicht umhin, diese Darstellung nnd ihre Bedeutung in diesen Blätieim zu würdigen. Nachdem .Herr l>r. Stern Eingangs die ('ieidjiditr der religiösen und Kulturentwcklung des neuern Fuden lhums. auf die wir später noch zurückkontmen »verden. in kurzen und klaren Zügen zeichnet, fährt er so»-t, über Leben'und Pen'öitlichkeik »eines Vorgängers Michael Heß sich auszusprechen. Wir werdcm dieser Daistellting zn folgen suchen. Sie spricht sich etwa folgendermaßei» aus: „Heß zählt nicht zu den äniiern, welche einen nach irgend ei»»er Richtung berühmten Raiilen tragen. Er nat meinals »ach Ruhm und Ehre gestrebt. Er gehört nicht zu de» bahnbrechenden Heroen je»ler Eiltioickelungsepoche auf de»» Boden des Jitdenthilins. Seine Wirksamkeit fällt in eine Zeit, in welcher dieie Bahn schon eröffnet, dse Richtung schon bestiiiuilt vorgezeichnet war, »velche zur Erreichung des vorgesteckten Zieles verfolgt »verden iniißle. Desseniingeack let mußte cineni Jeden, der ihm näher trat. seine Person lichkeit als eine bedeutende, »eine Wirksainkeit als eine her vöriagende nnd weitreichende erscheinen. Er fand sich nmb zeitig au? einen Platz gestellt, der von der begonnenen Be ivegung jener Zeit nur wenig Ci) berührt war. nnd auf dem »ich zahlreiche und euergische Elemente des Widerstan des gegen dieselbe fanden. Seiner rastlosen Tbätigteik und »'einer ausdauernden Beharrlichkeit ist es gelungen, diefen Boden vollständig für die neue Bewegung zu ge»vinnen. und die gwaiilinte Genie»,ide mit einem Geist der BildttNg ilnd Gesittung ztl durchdnngwi, der sie zn einem der vor nehmsten Mittelpunkte des geistigen und religiösen Forlschl-itts im ganzen Westen Deutschlands mackste. — Heß hat auch nicht reformirend oder sortbildend auf die allgemeine Entwicklung der Pädagogik gewirkt und sich als pädagogischer Säurst steller keinen weithin bekannten Rainen erworben. Aber er hat auf dem Boden, aus fra er mit entsagender Selbstver leugnung und mit voller Hingabe »eine Thätigkeit beschränkte, schöpferisch gwtalkend lind organisch fortbildend gewir-kk. «Forts, folgt.» *1 Mangel an Kaum b.ii-en wir sai, itbon 2 Iabre :>arn ‘.tuf»'.-^ kis jeß» nirückbalten muf»>*?. V*b.