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Der israelitische Lehrer · 1863-07-16 · 29 (16.7.1863) · p. Seite 112

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
29 (16.7.1863)
Date
1863-07-16
Page
Seite 112 (sequence 2)
Language
German
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«erde. Aboth 5,6 r3’-iy3';rxn ryy:vs . . rvjpj minrr 3Pn nraa D’nrr 4) Beobachte beim Unterrichte eine logische Reihenfolge und halte auch die Schüler in ihren Fragen und Antworten dazu an. Taanith 7: Pn23-vpy ntr-p nia^-ur n'n rrsn ax mma nr«p :n:ra P’ara Aboth 5, 7 3«ro' -aya W pnx pnx Pp prx~ pspx" py.noxn ,,~3Pna 5) Halte die Schüler zu eignem Denken und Selbst- . lernen an. Aboth 2, 17 nr>p- -r>xermn napp -josy;pnn ■p das. (>, 6 apn ru’33 . . . . . topp3 nap» mim 6) Betrachte die Wiederholung erst als die Ernte des Unterrichts, sei daher unvsrdroffeu im WiederholenJ). Pa'px nsrip -j*sr ymsrr a-vxP nSn rhmnrx! mir loPon P3 7) Stelle deine Hebungen laut und ausdrucksvoll au, dadurch erleichtern" und befestigst hu das" zu Erlernende. ap3 n-ar mxar c*-c* na"-i: 773-y ax miorpd3 nany 3P3 m«ar ixp ax* 8) Halte erst zum Lernen und später erst zum Restectiren des Erlernten an. Abodoh Soroh 1‘.»: DPyP x3-> -ick rurr p-rw mxiap' •- V Hüte dich aber auch./daß' der llisterricht nicht bloß Gedächtnißiache werde, habe vielmehr die Bildung des Berstandes und des Herzens als nächstes Ziel vor Augen. Aboth :i, 23 nra rx T.yn -nv ox: Der talmudiiche Ausbruch : na-3 xp3 na^na .1^33 aya"' 31a findet auch auf den Unterricht reine Anwendung^ ' im Beranlafie die Schiller sich, über das Gelernte mit einander zu unterhalten, denn Hierdurch gelangen sie erst zu lichtvoller Einsicht über dasselbe. P 10« xan P nax Tina *nx n: -ra na p- -oxV Pn* pnaa ppa n'v x:»jn n"3r3 x3~ -"rx pa'na n:? P>: ‘rnna n'n »32» *)X nan nx *n ax; rx3 man na x?n nax;2r rxa nnp nan 02»a: nap pc-pna rx ppt •~3i ix 'irr .-ppn nj»x tut na V nax- »ttp2 Taanith 7. - I i) Als das höchste Ziel alles Lernens und Lehrens betrachte die Gottesfurcht und Tugend, pixtp nabn jy aP nrx map! »yae»» iyrxp -us»x on’jano’DYi pa mPx 'nix C'2*r '3 aan-rx 'n nxnxp'b Deutr. 31, 13. (Fortsetzung solgt-i «- . ■ -1- - Ä f f 19 t ni e i n e.s. Korrespondenz Aus Baden, 6 Juli. Zn unierm'Baden herrscht gegenwärtig unter den Lehrern ein regetz Leben. Unser fteifinniger Oberschulrath hat nämlich zum Behufe der bevorstehenden Revision des Schulgesetzes einen aus der Mitte der Lehrer von ihnen zu. wählenden Beirath von 12 Mit- ÜiiCfrbclun<mi mütien vorgknsolmni ftftCcn: unmirtf Iwu nad> dem Berirszc. nack Vollmrung eines ganze» stbscknilres, am S«bluffe des ^.uarea'.s, «»wie i>,nivt«akbli^> am ^abres'ibluile. gliedern heranzuziehen beschlossen. ES und auch bereit» College» unserer Eonfession, worunter Ihr wackerer Cocre-- spondent R., vorgeschlagen und von vielen Bezirken bereits gewählt. Dieser Umstand dürfte den guten Willen dieser Behörde und die Toleranz des Lehrerstandes unsere» Laubes beweisen und zu den besten Hoffnungen berechtigen. Aus Bayern, im Juni. Es dünkt mich einZeuzniß des guten Geistes (?), daß Keiner von Zhren Correspondenten Ihnen Ritthellung niachen wollte von der Entschließung in Betreff der Religionsschulen, die unlängst hier getroffen wurde. Sie ist wahrlich nicht der Rede werth, und diese Lerhältniffe sind hinreichend, das ohnehin zerriittete ReligionSschnlwesen Bayerns dem innern Verfalle vollends entgegenzuführen' Was soll — unter de» jetzige» Verhältniffen — eine Erhöhung des früher festgesetzten Gehaltes von st. 150 auf 200? Wohl haben die Religionslehrer nur täglich 2—3 Stunden gesetzlich zu unterrichten: aber" iie unterrichten, besonders im Sommer, dennoch 4 und inehr Stunden — und was kann der arme Lehrer ans einem - obicuren Bauerndo.se (Mittel- und Unterfranke») mit «einer übrigen Zeit amangen, wenn er sie nicht seinem Berufe entfremden will? Freilich, ordentliche Religionslehrer wird'« da bald gar nicht, mehr geben. Hiergegen sorgt die Würzburger Brcherlichfabrik für Stellvertreter, die sich auch mit geringem Gehalt begnügen, dafür ^Scheinoth" verkaufen, „Schiur" lenren, „M'.schrberach* machen, auch bei Hochzeiten den Poffenreißer spielen und sich ans solche Weife gar nicht übel stellen. Was thut di» Würde bei der Sache? Ich iah unlängst einen älteren, sehr tüchtig-gebildeten Lehrer, der auch ein vorzügliches jüdisches Wissen hat, und an und für sich durchaus nicht zu dieser Sorte zählt; der stellte sich bei einer Hochzeit in einem Gasthause beim Mischeberachmachen auf eluen Stuhl, — auf der anderen Seite des Saales wurde bereits getanzt, — und der Mann, desse» Wissen und Berus mir doch hätte liebevolle Achtung einstößen müssen, erniedrigte sich io, vergaß so seine Würde, daß er, nachdem er den von profanen und selbst obscö!z» Witzen unterbrochenen Gesammt-Mischeberach gemacht hatte, mit dem Hute in der Hand von Tisch zu Tisch, von Man» zu Mann ging, um seine Schnudergelder zusammen p betteln; und unter den Anwesenden waren viele seiner ehemaligen Schüler! Ich mußte den Mann verachten, der sich so vergeffen konnte, und dennoch konnte ich ihm nicht so ganz Unrecht geben; denn wie soll er sich mit seiner großen Familie ohne diesen Verdienst durchbringen? Er hatte ein sehr erkleÄiches Sümmchen zusammengebettett, et war mehr als ein Monatsgehalt — er hals mir nachher mit Lust erzählt; man ist's eben hier nicht anders gewöhnt. Sie fragen mich: wenn aber die Gemeinde in solcher Weise zahlt, waruin gibt sie nicht einen großen» Gehalt? Da» wäre doch würdiger! Ir wohl, es wäre würdiger; allein — wolle»» die leitenden Autoritäten einen in innerer Würde und durch achtungsvolle Stellung gehobenen Lehrerstand? Und dann, Sie vergeffen die Stimmung! Bei Simchoch, da ist man in gehobener Stiinmnng, man kann sich über seinen Nachbar erheben, dem Lehrer gegenüber, den Splendiden, den Mäcen, den Gönner spielen, ihm hiergegen cuuh seinen Aerger »üblen lassen durch Entziehung des Schrmder-

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