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Der israelitische Lehrer · 1863-07-02 · 27 (2.7.1863) · p. Seite 105

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
27 (2.7.1863)
Date
1863-07-02
Page
Seite 105 (sequence 3)
Language
German
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105 — Ji [ ( y .e iii e i ii ( 6. Eorrespondeuz Odern heim, 22. Juni. Als wir im Interesse der von uns als heilig und wichtig erkannten Zwecke, insbesondere der Berbesserung der Religions-Lehrer- und Gemeiiideoerhältnisse in Hessen einigen Correspondenten Raum gönnten gegen das Gebühren des „Israeliten", des bekannten, in Mainz erscheinenden Schmutz- und Schmähblattes, geschah es nur mit Ueberwindung eines begründeten und gerechten Eckels und Abscheus. Wir dienen nur der Sache;° kämpfen nie gegen Personen. Wir haben das Glück, für unser Blatt allzeit so wichtiges, für Schule und Iudenthum bedeutungsvoües Material zur Verfügung zu haben, -daß wir den, heiligem Zwecke geweihten Raum, nie durch sachlich unnütze Angriffe auf Personen entwechen, die dabei fo bekannt und doch wieder >o unbedeutend sind, wie Herr De. Lehmann in Mainz der sich gut genug durch sein eigenes Wirken charakterisirt. Rur wenn solche Personen das uns Heilige zu schädigen drohen, suchen wir sie unschädlich zu machen. Nichts liegt uns ferner, als «in Angriff auf die Orthodorie (die Gesetzesrreue. wie Herr Dr. Lehmann zu sagen beliebt), als Prinzip. .Wir schätzen und ehren die ehrlichen Octhovoren, aber wir verachten Heuchler; wir sind selbst von der geschichtlichen Rothwendigkeit der orthodoren Anschauung in der Gegenwart uberzeugt. Und wenn wir auch thcoretüch und selbst theilweise — insbesondere in gottesdienstlicher Beziehung — in Prari der gemäßigten aber kräftig fortschreitendem Reform angehören ■ io gestatten wir doch! genie auch orthodoren Anschauungen, sich in unserer! Zeitschrift anszusprechen. Unsere Schulschrift ider Unter \ richt im Hebräischen und das dazu gehörige Lehr- und Uedersetziingsbuch), sowie alles, was wir schon hir die Schule gethan habeit, ist daraus berechnet, auch den strengsten Anforderungen aller Religionsparteien im Indeuthumc in Bezug ans den Religionsunterricht gerecht zu werden. Einige unserer liebsten uild besten Freunde stehen mit ihren Gesinnuilgen und in ihrem Leven aus orlhodorem Stqnd punkte, und das Leben eines Lehrers vom Lande läßt ihn gleichsam praktisch aus dieste Richtung nur in sehr unwesentlichen Dingen herauskommen. Warum wir dies hier berühren? Rur um unseren Freunden und Lesern zu erweise», wie unangenehm es uns sein muß, in un erer Zelt'christ wiederholt ein Blatt zu nennen, das durch seine Gesammthaltung den heiligen Rainen „Israelit" entweiht. Wir bitten ob dieser wiederholten Entweihung Gott und unsere Leser um Entschuldigung; wir werden für weiter diese Polemik mit einem für unsere Leser wahrscheinlich gar nicht vorhandenen, unsichtbaren Feinde einstellen. Rur heute Einiges, zum Schluffe. - In Rr. 2:1 zeigt der „Israelit" ein ihm zugekommenes Probeblatt einer neuen jüdiich-pädagogischen Zeitschrift, die „Jüdische Volksschule," heransgegeben von M. Eyrentheil, öffentlichem Lehrer in Arad, in Ungarn, an. Wir begrüßen diese Schwesterzeitschrift mit Freude, obwohl uns kein Probeblatt zugekommen ist, und reichen ihr, die übrigens nur die Verhältnisse der sich kräftig und in ganz1 eigenthumlicher Gestaltung entwickelnden Volksschule im. österreichischen Kaiscrstaate im Auge hat, auis Würinste. — Die Rtbaktiou des „Israelit" ergreift diese Gelegenheit, ihr, Handwerk zu treiben, und eine gistgetrünkte Verleumdung in die Welt hinauszuposaunen. Unser Blatt ist bisher da« einzige jüdische Schulorgan gewesen. In jener Anzeige nun sagt der „Israelit.": So weit uns ein flüchtig e r Blick (man sieht wie gewissenhaft Herr Di-. Lehmann in seinen jUitf)«Ucn zu Werke geht) belehrt, ist die'es das erste jüdi'che Schulorgan, das'nicht die isr. Schule in eine Pflanz statte des Unglaubens und dejr Religiolnslofig keit verwandeln will." Uno! weiter: ^Jedenfalls erfüllt uns schon das mit Freude, daß jetzt ein isr Schulorgan eristirt, welches nicht qusschliesslich den inncrn Feinden des Iudenkhums angechört." Da nun, wie gesagt, nur wir gemeint ie n können, Iw erklären wir hiermit den „Israelit" io lang: für ein lügenhaftes, verleumderisches Schmählind Schmutzblatt, als uns nicht aus unserer Zeitschrift oder aus uiferm soiütigen Wirken erwiesen worden, daß wir die Schule .u einer Psianzstätte des Unglaubens und der Religionslost, keil umwandeln wollen, oder daß wir den innern Festigen >es Iudenlhnms angehören. Andernfalls aber machen >„r uns anheischig, zu erweisen, daß der „Israelit" vom wa )ren Iudenthum ebensoweit entfernt ist. als seine Schwester-Zeitung, das „Mainzer Journal," das Organ des Bifcho's «eitler von Mainz uns des ultramontanen Psasfeuthums, und daß in jirt)r vielen, jn' vielleicht in den meisten Nummern die'es — Blattes, (wir wissen nicht, ob x da Fama sagt, daß dex Prediger, Herr De. Lehmann ein cv, ein „Rewich" im Wissen sei. der sich in schweren r tuellen Fragen bei einem 1 wir tagen, dag fast in Gottes — sowohl derer id noch mehr derer, die arung begründet lind — nahen Anverwandten Raths erholt) jeder Rümmer gegen die Gesetze als auch derer uli in jeder Menschennatnr als Urossenbh gesündigt wird. — — Nachdem wir Diesen Artiki-1 lichon geschlossen hatten, kommt uns Rr. 21 Des'eiben ehrenwertsten Blattes zu, die voller Schmähungen^gegen Ändere (O- R. Fassel, Geiger — den sie frivol nennt. Philippion »ld Rieiier) auch uns eines langen Artikels würdigt. Herr L-, der würdige Redakteur dieses Blattes, ergeht sich da in p e r sönIichen Angriffen gegen uns, obgleich er zugmeht, daß wir nur Sach liches von ihm-zu' berichten Hallen. Wir kommen nicht einmal in unserm. sondern im Interesse der Eocrespondenten Darauf zurück, von deren Hino die betreffend.»!) Artikel ausgegangen sind. Daß Herr Zj diese Artikel der Entgegnung wertst hält, beweist, daß daren Sinn verstanden worden ist und dieselben deutlicher geschrieben sind, als die des Herrn L., zu deren Ventändnißs er verlangt, zivischen den Zeilen leien zu können. Denn! die .sinnst, einfache Buch, stabenschrift zu lesi-n, wird uns Herr.L. wohl zntrauen. Was die Mählenbesichtigung betrifft, so gesteht ja Herr L. das Wesentliche ein. Die Maile zu besichtigen w.rv man ihm und hundert Ändern nicht verwehren, nur darf er "dieser Besichtigung keine» amtlichen Charakter beilegen. In gleicher Weise verhält es sich mit den Anführungen aus denl

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