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Der israelitische Lehrer · 1863-05-21 · 21 (21.5.1863) · p. Seite 83

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
21 (21.5.1863)
Date
1863-05-21
Page
Seite 83 (sequence 3)
Language
German
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84 der kleinen Stadt Edenkoben durch ihr religiöses und bürgerliches Verhalten die Achtung und die Freundschaft ihrer christlichen Mitbürger wirklich verdienen und auch genießen. Möchte der Jsraelile überall sich durch sein Verhalten solcher Theilnahme und Achtung Andersgläubiger würdig erweisen. Dasiftlwahrer □$n nur so wird das Vorurtheil gegen Jude und Judenthum immer mehr schwinden und bald die volle! uneingeschränkte Emargcipalion, als reife Frucht, von selbst uns! zufallen! Aus Rhseinhesfen, Mitte Mai. In wenigen Tagen werden die allgemeine deutsche Lehrer-Versammlung in Mannheim unddie Versammlung israel. Lehrer aus Rheinland ustd Westfalen in Cöln stattfinden. Indem wir der letztgenannten nur unseren brüderlichen Gruß auS der Ferne Zurufen können, erwarteg wir mit Gott des Vergnügens theuhaftig zu werden, unter her gewiß großartigen Menge deutscher College» in Mannheim guch eine ziemliche Anzavl israel. 'Religionsgenossen zu begrüßen, Fassen wir nochmals darum kur; zusammen, was wir gleichsam nebenbei unseren israel. College» zur gefälligen besonderes Berücksichtigung empfohlen haben möchten. ' 1) Die Beschaffung billiger und zweckentsprechender Schulschristen. — GS möchte dies insbesondere eine! wichtige und nach verschiedenen Seiten bedeutsame Frage für die Cösner Versammlung sein. Unsere CMeg.n in Westfalen und Rheinland, die mit hingehender BegeMrung ein großes Werk gegründet, die den ersten UnterstützungsOcrein rür israel. Lehrer errichtet haben (wie sie« so viel wir wissen, auch die ersten wcren, d:e sich in regelmäßigen Conferenzen versammelten), haben :ine Kode Ausgabe nicht allein für sich, sondern auch für andere Staaten und Provinzen zu lösen. Sie haben eine höchst wichtig: Anstalt zu erhalten, damit die LebenSkrästigkeit solcher Vereinbarungen nicht mebr angezweiselt werde. — Die Musteranstalt kieser Art in D utichlands der Pestalozziverein in Sachse» erlangt aber den größten Theil seiner Einnahme durch Herausgabe von Büchern: Sollte sich etwas Aehnliches nicht auch bei unseren Vereinen durchführen lassen? Sollte nickt die Herauszi.be eines „Kalenders und Jahrbuchs für Israeliten" zu Gunsten des Vereins, dessen Colporteure die Lehrer würden, einen! Gewinn für den Verein! abwericn? Sollte nickt eine größere Mibe von Schulbüchern aller Art, durch einen Verein von Schulmännern herausgegebcn, und zum Besten der Kasse verkauft werden können? Wir werden auch in Mannheim darüber mit uniern isr. College» sprechen, erklären uns jedoch im Voraus bereit, mit ganzer Kraft mitzuwirken und jedes persönliche Opfer!an Zeit und Arbeit ganz gerne zu bringen. Wir haben dadei durckaits keine Rebcnabsickt oder selbstsüchtigen Grund, und nur ras Heil der Schule und unser Collegen im Auge. Eine solche Bemerkung ist leider nothwendig, weil in Israel bisher bei ähnlichen literarischen Unternehmungen immer egoistische Gründe mit unterlaufen sind, und die leitenden Persönlichkeiten nur angeblich dem Allgemeinen dienten, während sie ihren „stutzen" nicht vergaffen. Die Lehrer sind an's Opferbrinzen gewöbnt. Sollte sch nicht eine große Zahl der tüchtigsten, strebsamsten Lehrer zu ämmcnschließcn. um gemeinsam ohne andern Lohn als den der Unterstützung ihrer Vereinskasscn, die Sckule mit guten Lehnnitteln zu versorgen? Wir sind gerne bereit, den schwersten Theil, die Leitung des Ganzen auf uns zu nehmen.-; 2) Stützen Sie unser Organ, das für die Würde, den Beruf, die Stellung und die Wirksamkeit des Lebrers und der Schule sreimütbig und hingebungsvoll wirkt. Sorgen Sie für dessen weitere Verbreitung auch unter Gemeindegliedern — in V weinen, Cbebras u s. w. Wir haben nie einem oder dem ander t Lande Vorzuq gegeben; die Interessen Aller werden allzeitig gleichmäßige Berücksichtigung bei uns finden. Wenn cs den Angckein bähen, sollte als berücksichtigten wir eine oder die andere Provinz oder Gegend vorzugsweise, so geschah eS nur notgedrungen, peil »nS von dieser und nicht vou anderer Cor:esponden;en zukhmmen. Beachten Sie mein aus täglich was send er Erfahrung kommendes Wort: Wenn irgendwo, so heißt beim Lehrerstand: :'b ’D 'b ’JN;\x ex Vielen, die dies Wort factisch SingliUrik auffassen, rufen wir auch das zweite Wort zu: , ’jx ne ’najrt ’jxaoi ' , ’ und uns Allen gilt auch die Mahnune: ’no’X lEOy »xV DXi Daß es uns nicht an gutem! Willen fehlt, haben wir dadurch erwiesen, daß es ains unter endlesen Opfern gelungen ist, unser Blatt, trotz der ihm entgegen tehendcn Hindernisse und Anscindungen, trotz verschiedenartiger schwerer Unfälle bis hierher zu leiten, und in seinem Bestände zu festigen. Vergessen Sie nicht, welche Bedeutung ein durch :infi lbstsrändiges Organ zusammengchaltener Lehrerstand gewinn n kann, und welcher Segen für Schule und Lehr r daraus erwachsen muß, wenn ein solches Blatt und die von ihm vertretene Idee An< rkennung findet in Gemeinden und Familien. — Dankbar würden wir cs insbesondere auch anert. nnen, wenn uns dix Ansichten t er Lebrer über die gegenivärtige Veranlagung des Blattes kund würden, und ob feine theilweisc Gestaltung als Volksblatt ix» Beiiall der College» findet? — | Und nun, Euch Lehrern von Rbe nland und. Westfalen, die Ihr nach Cöln am Rhein wandert, und Enck Ankeren aus allen Gauen Deutschlands, die wir zu Mannheim zu begrüßen gedenken: Glück!luf die Reise und ein fröhliches gesegnetes Zusanrmentreffen. LI. Umschau. — Das soeben in der 2. Kamme: der Hess. Stände durcbberalhene Religions-Gesetz wird zweifelsob ne auch Rückwirkung haben auf israelitische Verhältnisse Jedoch ist nur mehrmals vorübergehend der Juden speciell Erwähnung geschehen. Im Allgemeiiien sollte mm sie —■ da das Gesetz mmer von Kirchen- und Religionsgemeinschaften, spriclt, als bierdurck in allen Beziehungen vollkommen gleichgestellt betrachten. Es werden jedock die Gesetze über Ehe, Unterricktswesen und dgl., sowie die Ausführungsgesctze abzuwarten sein. Ulm, Mai. Es wird erzchlt, daß der Vorstand des Stiftungsrathes dem Obmann d>s Bürgcrausscknfses auf Grund einer gesetzlichen Bestimmung a ifgegeben habe, ein Mitglied des Ausschusses nickt mehr zur Th, ilnabm.' an den ftittnngsräthlichen Sitzungen einzuladen, weil > er Mann ein Jude sei. — Das Collegium des Bürgeraussch lsses wird, durck seine» Obmann veranlaßt, die geeigneten Schritte thun,, um einem Mitglied sein Bürgerrecht in vollem Unfanz zu wahren. — Aus der Pfalz schreibt man uns von den Anstrengungen , die die meisten Gemeinden zu ‘ Hebung ihres Gottes- - dienftes machen. Ucberall 'stickt man gute c:in, führt Orgel und Chorgesang ein k. Wir sind n ei: t solches Bestreben rühmlich, solange cs mit der inneren Hebung und insbesondere mit der Förderung der Schulangelegenheitin Hand in Hand geht. Wir dürfen auch die Befürchtung als , ine grundlose betrachten, welche man daran knüpft: daß nämlick mehrere-Gemeinden den selbstmörderischen Gedanken hegen, ihre Schulen aufzulöscn. Das wäre ein Rückschritt, ein Sichsclbstausgcbcn der Gemeinden,, und würde den Beweis liefern, daß der Aufdruck „Musikschwindel" und „Schein statt Sein" manchmal fei i Bewegung im Cultus. r zu herber ist für die Irrweg e. K. Ein Lebensbild von P. (Fortsetzung.) Im Miffissippitbalc, nicht sveit Vwn der Mündung des

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