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Der israelitische Lehrer · 1863-04-23 · 17 (23.4.1863) · p. Seite 67

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
17 (23.4.1863)
Date
1863-04-23
Page
Seite 67 (sequence 3)
Language
German
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67 Verwaltern der Gemeinden berufen; so namentlich zu: Edcnkoben, Ingenbeim, Leiningen, Winnweiler, Vockenhausen. Altenbambcrg, Germersbeim, Tbermoschel. Speyer. Die Jdifte kann lange nid't auf Vollständigkeit Anspruch machen und wir möchten unsere Vcfer uni Ergänzung bitten. — Wer es weiß, wie trotz allem Fortschritt und aller Aufklärung das Vorurtheil gegen den jüdischen Mitbürger in den untern Schichten der Gesellschaft — in allen vielleicht — nur sebr allgemach und langsam schwindet, der wird mit diesem sti.snltate sehr zusriepen sein und in demselben e,n ehrenvolles Zeugnis; für das rechtliche und tadelfreie Benehmen unserer Pfälzer Glaubensgenossen erblicken. Möchte diese Erfahrung die Israeliten immer mehr anspornen, sich die . größte Gewissenhaftigkeit und .Niedlichkeit im Hantel und Wandel zur strengsten Pflicht;u machen, und sich namentlich durch tüchtigen Unterricht und Erziehung ibrer I Fug.nd immer mehr auf eine Stufe zu. erbeben, wo innen Achtung und Anetkennung gesollt werten muß: kenn zwingen müssen wir unsere Gegner, vorgefaßte Meinungen und mittelalterliche endlich einmal fahren zu laifenl — Es sieben die Landstantswablen vor uns Israeliten und der ganzen Pfalz zur dieselbe linler ihren Vertretern auch eine» Israelit n na-b München üorurtheile gegen »ns :er Thüre. Es würde Ehre gereichest, wenn der zu einem solchen schicken würl4. Jeder P-älzer Israelite, Resultate in irgend einer Weife beitragen, könnte, ^ist jdies sich, seinen Gaubensgenoffen. feiner Religion schuldig!; sti e n si a t l a. k. H. Ter Jute wird nicht müde im Geben und seine Tpferbereitwilligkeit für geistiges und religiöses Interesse verdient gewiß die Anerkennung und Bewunderung jedes Men schen'reundes. — Tie hiesige Gemeinde Familien bestehend — hielt vor wenigen lung, um über den Ban einer neuen Synagoge zu beratben. Es wart die Frage nicht nur einmüthiw bejaht, sondern es wurden auch zur Stelle von sist Anwesenden ein Beitrag von •>45ofl. gezeichnet. Ter Ban ist gesichert und durch einmiithiges Insammenivirlen von Jung »nd Alt ein würdiger, der Ieit und ihrem Fortschritt angcmefs.ner Gottesdienst verbürgt. — Wohl der Gemeindej die durch '.Nachgiebigkeit und Versöhnlichkeit sich die Eintracht sind den Frieden zu wahren weiß! — aus Tagen noch -nicht ."»ii sine Versammob sie nicht durch Beruf»», i einer aus G c m e i n d e v o r st ä wd.e n und Religionslehrern zu bildenden, durch diese selbst .zu wählende Eommission eine Berathung und Festfelzung der geeigneten Reformen vermitteln wolle." Auch erfahren wir aus authentischer Quelle, daß Hoffnung vorhanden,' „daß die hohe Kammer und Regierung auf den Antrag eingeben werde." — In Hermannistetz (Böhmen) fand am I. und 2. d. M. aus Anlaß des bei einem dortigen Bäcker wodnenden Juden Markus Baß ein Auflauf statt Gegen :>i»> Menschen sammelten sich vor der Wohnung des obigen Israeliten, beschimpften ihn und schlugen die Fenster seiner Wohnung eiu, »vorauf sie unter Absingung eines Iudenliedes sich zerstreuten, um den folgenden Tag diese Temockstration zu wiederholen, indem zwei . in Hermannisted ansäßi.w Inden, als sie am 2. d. -Mts. vom Edrudimer Jahrmärkte zurückkehrten, au' der Straße zwischen Billan und Hermannistelz von beiläufig Ist dortigen^ Infassen aiigedalten und mißbande wurden jedoch bereits artitirt und der t. k. Behörde übergeben. | II m f cb o «i. — Ter Senat der freien Stadt Frankfurt hat in. seinen lebten Berathungen über Verfassungsveränjerung folgende Fragen erledigt: „Tit bestehenden Beschränkungen der staatsbürgerlichen stiechte der Juten sollen in die einzusübkende neue Perfassung nicht mehr auf genommen werden." — Und ferner: iDie Bestimmung der alten Verfassung, gemäß welcher immer mehrere Mitglieder aller drei christlichen Eonsessionen im Senate sein sollen, soll 4da die staatsbürgerliche Gleichstellung!. der verbürgerten israelitischen Religionsbekenner grundsätzlich ausgesprochen worden ist, — in Wegfall kommen. — Der Sultan bat den Vorstehern j der jüdischen und ankeren religiösen Genossenschaften Ordensaüszcicknungen verlieben und bei diesem Anlässe erklärt, daß er keinen Unterschied unter den Religionen mack e. — lieber die Petition des Lehrers Ottensofer aus Büdingen, die .Religionslebrerverhäcknissc im Großherz. Hessen betreffend, ist die Berichterstattung des Herrn Dekan Thudichum aus Rödelheim, Mit stieb der '2. Kammer der Stände und stteferent in dieser Angelegenheit für den 4. Ausschuß erfolgt. Wir hören, daß der Ausschuß die Beschwerde für gerechtsertistt erklärt, und beantragt: „Die hohe Kammer wolle der Gr. Regierung diese Angeleg, nheit empfehlen, und ihrer Erwägung anheimgeben, Die Veranlassung zu kiesen- Ercefsen soll die Zurückhaltung der Israsiiten bei den nationalen Best.'ebun zen der. Ezechen sein. — Wie^die Ieitungbn berichten, ist der unlängst aus Ferrara in Italien gemeldete Vorfall, vin der Einfperrnng einer jüdischen Mutter und d, ren zwei K.iker noch nicht geordnet; vielmehr Mutter u>lt K »der auck' h:ute noch in klösterlichem Gewahrsam. — In Polen sind fast «f» >,'»"» lsraeliten, >o daß >. der Bevölkerung unseres Glaubens ist. — Gegenüber der Bestimmung d'r Kurfürst. Regierung in Kassel, bezüglich der Begleitung von christlichen gleichen wivd uns aus Treuchtlingen in Bauern gemeldet, daß bei der Beerdigu.ig des dortigen G richtsvorsta»! s stRüller in P.appenbeim (in Folge eines Sturzes vom Pferde» von dem damaligen Gerichtsverwescr Herrn Greiner, uunme! rigem llautrickst r sin Heidenheim, neben den kath. und prost, t. Gemeinkeveriv^ltungen, auch die jüdische G.in.siitdeveriracknn, von da mit-dem Herrn Rabbiner an der Spibe Ungeladen >v ir, midi Leichenordniing so sest.eselzt war, daß sick, Herr Babb. Skukfch dev übrigen Geistlichkeit, die jüdische iEultnsveriva tnng den ankeren Kirck'enverwaltungdn anzuschließbn batte. Tic Sache ging auch ganz glatt und hübsch von Satten So in Bavern, wo »noch vor Kurzem das größteherrschte. Ta sieht man, was der humane Einfluß von oben vermag. Wenn Du mühsam Dick, statt dessen nun e und Wolken sich zu Dei r t hi c Ein Lcirnshild uoj (Forisebung.) »*• H J. einen Berg erstiegen hast, um Tick einer Dir längst gerüh» ten Aussicht erfreuen zu können, und n-Eisesbauh, takte stiebe! empfangen. ien Hupen Blick in die Ebene verfügen; wie ist daiin Tein pell betrübt üo,r verloraie Hoffnung link Müde. .Und so oft geschieht^ im Leben daß wir ein Augen stelle», und mir ganzer K aft darauf losisteuern-; jetzt hast Du's erreicht; Du glaubst Tics» sicher, geborgen, . . ack, es war nur eine Täuschung! .. an dem Schicksale der Wohl'fchen Fachhinen, und der Mutter und den Geschwistern Rekas selbst schien der alle Kampf ailsgekämp't, war eine große Sorge vom Herzen genommen; — Reka erhob ihr Haupt wieder so frei, sc ruhig un sicher, Ehristian ging eben Uns allen, die w» milie innigen Antheil n luftbüriiu'u. e T ir jeden Aemüth kopstiel uns vor

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