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Der israelitische Lehrer · 1862-12-01 · 23 (1.12.1862) · p. Seite 178

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
23 (1.12.1862)
Date
1862-12-01
Page
Seite 178 (sequence 6)
Language
German
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178 an, so daß wir zumeist eine „wörtliche" Uebersetzung des SchriftworteS haben, was zuweilen Härten und Unklarheiten im Ausdrucke hrrbeiführt. Der Herr Verfasser nimmt 3 Curse des bibl. GeschkchtSunfcrrichts an, und zwar für den ersten CursuS das Bedeutendste etwa bis zum Tode Moses, d^r zweite CursuS führt dann das Kind bis zuin Schluß der biblischen Periode; bei der Wiederholung im drittel CursuS wird größere Vollständigkeit bezweckt, und deshalb ein größeres Material mit" kleinerer Schrift gegeben. Das Ganze wird dem Kinde zu einer vollständig ausreichenden Kcuutniß der bibl. Geschichte und des in ihr waltenden Gottesgeistcs verhelfen. 2), Dr. I. H. Jacobson Die Geschichten der h. Schriften, mit vielen Nutzanwendungen für die isr. Jugend, mit einer Zeittafel und einer Charte des h. Landes, Leipzig bei C. L. Fritzfche 561G a. m.. (1855). Gin sich streng au die traditionelle Auffassung haltendes Büchlein *), das aber in seiner kindlichen Auffassungsweise »und Sprache für den ersten bibl. Geschichtsunterricht ganz geeignet erscheint. Kurz und. bündig, nur das Bcmenkenswertheste bietend, bereitet cs .für den späteren eigentlichen Bibclunterricht vor. Die „Nutzanwendungen* sind für den Lehrer geeignete Fingerzeige, wie er das historische Material zum religiös-sittlichen Ansci'auungsuittcrricht zu verwenden habe. Selbstverständlich haben diese Nutzanwendungen nur den bedingten Werth, wenn der Lehrer pädagogisch genug ist, sie zu entwickeln. Sic müssen als Stoff hierzu dienen, und dürfen eigentlich eben nur für den Lehrer da sein. Werden aber gute Lehrer nicht selbst die geeigneten Anknüpfungspunkte finden? Und schlechte Lehrer? entwickeln gar nicht! Sie lasten die Nutzanwendungen > brach liegen, oder,— auswendig lernen! Auch schon dagewesen. Darum heißt unserer sich gleichbleibrnden Ansicht : nach dies Bcigebcu von Nutzanwendungen — Eulen nach , Athen tragen. Das Düchelchen ist - übrigens mit gutem Erfolg bereits invielen Schulen cingeführt. |3) Kurze Geschichte der deutschen Kaiser von C. G. Rau, Lehrer in Göppingen. Mit 52 Kaiserbildern nach Werken deutscher Kunst. Stuttgart. Verlag der Chr. Belser'schen Buchbandlung. 1860. Ein gutes Büchelchen für solche Kinder, welche sich . außer der Schule gerne mit Geschichtenlcscn' beschäftigen, und an der Hand der deutschen Kaiser, Geschichte in die deutsche Geschichte eingeführt werden' sollen. Tie Kaisedbilder sind sehr gelungen; überhaupt ist das Büchlein sehr gut ausgestattet und als Geschenk für fleißige Kinder äußerlich und innerlich trefflich geeignet. f) Es btqinnt 5. B. sogar mit den Worten: Gott wollte »or «twl 60 00 Iobren, daß di« Welt werde;/.... Als« hat Gott di« Weitaus Nichts..... geschaffen. Correfpondenz. Speyer, 15. Nov. Herr Schloß, Lehrer der iörael. Schule dahier, feierte heute, wie bereits kurz gemeldet, sein 25jährigeS Jubiläum. Schon längere Zeit wurde in der Gemeinde der Wunsch laut, demselben für sein segenreiches Wirken eine kleine, aber warme Anerkennung zu zollen. Dem Gefeierten wurde nun beute durch Herrn Kaufmann Ferdinand Drcyfuß im Aufträge der Gemeindcgliedcr, die zur Anschaffung des Geschenkes beitrugen und in Beisein derselben, so wie vrelcr Gratulaylcn, ein silberner Pokal feierlichst mit folgender Anrede überreicht: „Es ist mir als früherem Schüler von Ihren Freunden und Schülern der ehrenvolle Auftrag geworden. Ihnen zu Ihrem 25jährigen Jubiläum herzlich zu gratuliren, und zum Zeichen der Anerkennung Ihres Wirkens während dieser Zeil an shsisiger Schule diesen Pokal zu überreichen. Je schwieriger die Aufgabe war, mit der Sic vor 25 Jahren als blühender Jüngling betraut wurden, um so befriedigender und erhebender ist für Sic, den nun gereiften Mann und Familienvater, der Gedanke, sich sagen zu können, ich habe meine übernommenen Pflichten treu erfüllt, und gerne stimmen wir alle hier Anwesenden, so wie die ganze Gemeinde hiermit überein, hegen auch nur den Wunsch, daß Sie Ihr öOjährigcs Jubiläum ebenso frischen Geistes und rüstigen Körpers im Kreise Ihrer Familie und Freunde begehen mögen, als wie das heutige Fest. Aus diesen Wunsch bringe ich dem Jubilar ein dreimaliges Hoch!" Jeder der Anwesenden war tief gerührt, und der Gefeierte dankte sichtlich ergriffen für die Anerkennung. Schon einige Zeit vorher hatte die Familie David den Jubilar mit einem sehr werthvollen Geschenke überrascht, das von beifolgendem Jubiläums-Sonnet begleitet war:,- Es rühme sich, wer aus des Meeres Reichen Die Perle holt, der Diademe Pracht, Wer sich erkühnt, in eines Berges Schacht, In's Reich der Finsterniß hinabzusteigen. Und, wo des Lebens Fxeudcnklänge schweigen, Das Gold zu rauben, das der Gnom bewacht: Dem Pflüger, der di« Zauberkraft entfacht Der Früblingserde, müssen Beide weichen. Wir aber werden stets am Höchsten tragen Des Mannes Ruhm, der das Gedankcnfeld, ' Der mit dem Pfluge der Geduld den brachen, Unangebauten jungen Geist bestellt, Den Saaten öffnet einer höbern Welt:— | Wir werden ihm di« lkrone nicht versagen! 8. D. Hierauf trat eine Deputation des (städtischen) Lehrer- Collegiumscin und begrüßte den Jubilar und seine Gattin mit folgenden Worten: „Wir haben' die Ehre und die Freude, uns als De-

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