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Der israelitische Lehrer · 1862-11-15 · 22 (15.11.1862) · p. Seite 168

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
22 (15.11.1862)
Date
1862-11-15
Page
Seite 168 (sequence 6)
Language
German
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168 Came.i tzWestphalerk). Leider, ist anch diese Session dahinzeganzcn, ohne daß unsere Petition vor das Plenum tcS Hauses gelangte. Wir hätten einer bereitwilligen Unterstützung .fest versichert sein dürfen^ dafür bürgte unS die ganze Haltung dcS Hauses, dafür bürgten, uns die Zusagen gar mancher Abzccrviwten, worunter sogar einzelne nickt den liberalsten Fractionen Angehörige waren. Mögen die College,:, die ihre Deputirten um Förderung unserer Angelegenheit angegangen, solche nicht verloren geben, ■ wir klopfen abermals au und — endlick siegt das Recht. Ein ganz nclhwcndigcs Requisit fehlt uns indeß zur gründlichen Motivirung unserer Eingabe, cs ist pics-^in statistisches Material über die jüdiscken Ange'.rgcnheiten beider Provinz .n. Auf diesen Punkt wurde ich nöD jüngst aufmerksam. aemacht durch den braven Verthcidigcr unserer Sache, Herrn Recktsanwall Metz zu Werne, der auch Verfasser ' unserer io gediegenen Tenkickrift-ist. - Er theilte mir mit,. daß er bei Ausarbeitung jenes Schriftstückes dieses Material, er dürfe wohl sagen — schmerzlich vermißt habe, und daß vor abermaliger Eingabe ein solches-dringend nothwendig sei. Wir haben einmal ein Zeitalter der Statistik, auf , Zahlen wird großes Gewicht gelegt überdies muff aber jeder Gesetzgeber über das 'rhatsächlichc Berhältniß derjenigen Gegenstände, über welche sich ein neues Gesetz verbreiten ■ soll, genau unlerricktct seiru Man erinnere fick nur an . die im voriacn Zabrc ergangene, jetzt auch dem neuesten En wnrf des Unterricklsgcsctzes einverlcibte Bestimmung, wonach die Teffentlickkcit einer jüdischen Schule reu ciucr Zabl von :"kj Schülern abhängig gemacht wirr. Wäre es ca nickt von großer Wichtigkeit gewesen, nachzuweisen, daß bereits eine Anzahl öffentlicher Schulen bestehen, die nicht alle eine solche Sckülcrzah: anizuweisen hätten? Tic in urscr.r Tcntschriit ausgestellte Behauptung, raff die Zahl 20 eine argemeneue sei, würde sehr durch den Nachweis uureiüützr werden, daß ln einer großen Zahl von Gemeinten nur dieser Schülerzahl scholl seit längeren Zähren fortwährend eine regelmäßige Schute mif einem approbirten tzehrcr bcffai.oen har: Uebrrhaurr wür^ den zum Thcil mit den jüdischen Verhältnissen uubclanutcn Adgrortnelen die ganze Sache erst rann wirklich wichtig erscheinen, wenn idnen gereiz: wird^ wieviel von Seiten, unserer Glaubeusgenossen für den Scknlnnlerrick: geschieht, eine wir große Zaht regelmäßiger Schulen von den oft kleinen Gemeinden mit großen Lpfern unterhalte:: rvird. 'Uur nun zu der in der '.iächsten Session wiederum cinznrcrchendcn Petition besser ausgerüstet.zu fein/ werden die geehrten College:: dringend ersucht, .nachstehende Fragen innerhalb etwa 14 Tage,: auönibrliev uns wahrheitsgemäß zu beantworten, äußerte::: neck diejenigen Bemerkungen hingufügen, die ihnen für räthlich erscheine» und das Ganze dann einem der Vorstandsmitglieder cinzusenden. Es bedarf wohl kaum der Erwähnung, daß die eingehenden Antworten keineswegs für die Oeffentlichkcit bestimmt find, vielmehr verbleiben solche dem Archiv unseres Vereins behufs Verwerthung z»: allgemeinen Zwecken, z. B. bei'PetitiouSangelegenhriten. Wenn es schon ohnchin für jeden denkenden Lehrer von besonderem Zntercssc sein muß, über die Lage des iSrael. Schulwesens in unseren Heiden Prooeuzen c.::e genaue und detaillirte Kenntniß zu erlangen, um. wie viel mehr dürfen wir! dann auf die Willfährigkeit der College,: zählen, da es sich bei zugleich um unsere höchsten Güter, die inickre äußere Hebung unseres Schulwesens, handelt. B. A l S b a! hieruud ch. 2) chnitt Ele- (;ragebogen.) 1) 9tamen der Schulgemeinde Welche Ortschaften gehören zu derselben? 3) Zahl dcc rsr. Familien in! jeder dieser Ortschaften. 4) Wie vieE von diesen Fav'.ilien steuern zum Lehrergehalle bei? 5) der Besoldung des Lehrers a) gegenwärtige, I») der Durchschnitt der letzten 5 oder 10 Jahre. 6) Wie wird diese Besoldung aufgebracht (ob nach dem Steuerfuße, rurch freiwillige Einschätzung, oder wie sonst?) 7) Hoho deS Schulgeldes für jedes Kind. 8) Bezieht dies der Lehrer als Zugabe zum festen Gehalt, oder zieht es dir Gemeinde ein? 0) Zahl der Schüler, a) gegenwärtige, b) Durchs der letzten 5 oder 10 Jahre. 10) Ist die Schule ein mentar- oder bloße Religionsschule? 11) Ist der Lehrep zugleich Eantor und Schächter, und bezieht er birrfnf ein besonderes Gehalt? 12) Zs: die Sckulc eine öffentliches (im. Sinne des Gesetzes vom 23. Juli 1847.) 13) Wann ist sie für eine solche erklärt? 14) Wie stark war die Schüterzabl zur Zeit der Oeffentlichkeitscrklärung? 15) Seit wann besieht die'Schule als eine regelmäßige? l6) Auf wie viele Zahrc ist mit den: Lehrer ein fester Vertrag gcschtoffca und mir welcher Kündigungsfrist? 17) Eristircn in! , der Gemeinde noch außer der Gemcindeschnle Privatschulcn? (Privatlehrcr bei enizclsten Famlicn.) 8 Speyer, Mitte Oktober. Wenn auch ein Streben nach Berherrlichunes unseres Gottesdienstes in der ganzen Pfalz bemerkbar ist, so läßt eS sich doch nicht verkennen, bas! wir in vielen Gemeinden Gegner finden, die diesem Forlsthritte hindernd cntgogcntrctci: wollen und ihrem Uumuthe Luft zu schaffen suchen. Nicht selten kömmt es vor, daß solche in ihrer Kurzsichtigkeit Störungen durch vorlautes Beten, durch Aus- und 'Eingehens während des Vorlescnö der Thora., durch Mitfüdren von noch nicht schulpflichtigen Kindern verursachen, dir sie nur als eine Agitation gegen den Voland

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