Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 2 (1862)
- Issue
- 21 (1.11.1862)
- Date
- 1862-11-01
- Page
- Seite 162 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/4896751-5428752-5431158--0372-4897061- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
162 heuilc dahingestellt, werden nns-jedoch erlauben auf diesen Gegenstand in diesen Bl-lkern zurückzukommen.*) i Indem wir schließlich mit Hochachtung von Herrn Migei, dem Verfaffrr vorliegender Broswüre scheiden, wünschen wir, daß die vpm Herrn Cultusvorstchcr Or. Hirschlcr in Pest angeregte Notablenvcrsammlung bald zum Heile Israels Zusammenkommen.möge. X. AuS der bahr. Pfalz. Das Resultat der diesjährigen Prüfungen am prdtcstantischen Schullehrer-Seminare zu Kaiserslautern läßt uns mi-t Vergnügen wahrnchmen, daß bei lisraclitisel'en Füngliugrn-oiuc neue Lust, sich dem Lehrcrbcrnfc zu widmen, erwacht, sein mag. Unter den imKrcis- Ämrsblatte aufgczählten 78 Candidaten — 36 Schnlcrspektanten und 38 Seminaristen—, rvdlche die betreffenden Prüfungen erstanden haben, finden wir Neun Israeliten, im Bcrhältnißi zur Gesammtzahl wie etwa 1 zu ö‘>; während die Zahl der Israeliten zu der der Protestanten der Pfalz siet' etwa wie 1 zu 24 verhält.' Nur noch Ein solches rc“2 P-li* und der Lehrermangel «-wird bei uns ald nicht mehr so fühlbar sein. ■ Ihr aber, Ihr wakkeron Jünglinge, dic-Ihr mitMuth und, Hingebung Euch einem «Berufe widnrct, der so wenig der materiellen Zektrichtung huldigt, — ein Beruf, dessen Träger immer arbeiten l - immer hoffen , immer iorgcn, und rcnin mau die bekannten alten Worte zürnten kann: - 7tnt pID' glahbt fest au ein Bcfferwcrdcn; schon leuchtet mancher strahlende LichtWult am.Himmel der Gcgcnwarr, gewiß d-ic ^Zukunft — und sollte' sie auch im NU“ liegen — brinzcr Euch den wohlverdienten Lohn. — Wie bei d.cm -5jährigen Tienstjubliänm des Herrn Lehrer Dal; aus Kaiserslautern, von dem in diesen Blätterst berichtet worden, Herr Advokat Irenkel in begeisterter.pRcde die Dichtigkeit, aber auch das Mühevolle des Lehfcrberufes schilderte und andcutete, wie Opfer.riUizrcit von -Seiten der Gemeinden.nöthig sei; 40 bar in nicht minder trefflichen Worten. sich 'irnlängst Herr Or. Eiulherz zu chudwigshaien bei der fcicrlichcu Installation -kcS dortigen Lehrers Herr Stern geäußert.- Wenn Männer der Intelligenz. die ££71 ’E'^N, fr der Jugcndbildung und den! Jugcndbilenern das Wort, reden, wird nicht blos in ibrer 9labe das Gute gefördert-, ihr Beispiel wird auch in anderen Gemeinden Nachahmung 'finden. Nr «*?'■ fNr' VSN PN ~N“r N'm '21 Der jUfhrtf Herr Verfasser wird uns hier mit Rclk'l entgegnen, die Ocmcii-.ccn Ungarnsdi« Derwalrüng dieser (Äelccr selbü Als crf«ulichcs Omen dürfen wir vielleicht «euch das sich bekundende Anstrebcn isracl. Jünglinge zum höheren Studium begrüßen, indem an^dn verschiedenen Lateinschulen und Gymnasien der Pfalz im abgclaufenen Schuljahre 45 Israeliten inscribiret waren. £ternf|ciiii, im Oktober. Wir wohnten der am 13. Oktober in Neustadt stattgefundenen pfälzischen Lhrcrvcrsammlung bei, und werden wohl im nächsten Blatte einen ausführlichen Bericht über die wichtigen Verhandlungen derselben bringen. Schon heute jedoch wollen wir nicht verfehlen, das hier auSzusprcchcn, was wir auch heim Avschiede ron dieser Versammlung andeulcten. Für die neuere jüdischen Schulgcschichte dürfte bisher kein Tag von höherer Bedeutung gewesen sein, und cs ist ein Zeichen von dem Werthc solcher Versammlungen^ daß hier ein Werk vollbracht wurde, das chls Arbeit eines, Tages unsere Bewunderung verdient. Die Versammlung shat nämlich über die erste Frage ihrer Tagesordnung ihr! Votum abgegeben: . in dieser Fassung: „Das soll Gegenstand des ihr. Rcligionsuntcrrichts sein, und in welcher Ausdehnung kann derselbe in den verschiedenen Klassen betrieben werden und hat nach fast 7stündigcr eingehender Debatte, nach vielen, mitunter warmen pro stnd contras ein Material auf gestellt, wie cS eincsthcilS jede einigermaßen gute Volks- Schule bewältigen kann und muß, nud wie cö andere; c.-.x wür: 8'-' n nid t -u tfanürcrtcn. feitS zur religiösen Befruchtung des Geistes und GcmüthcS ausreichend ist? Dieses Votum wird und kann nun gleich am den Stamm bilden, aw welchem sich die Bestrebungen der jüdischen Schule und Lchrervcrsammlungcn anschmngcn; cs werden die dort ausgestellten Grundsätze die Grundlagen aller ferneren Strebungen für die jüdische Schule abgcbcn. Wenn auch hier und da Einer oder der Ander,! Etwas auszusetzcn haben wird, — und wir selbst sind mit manchen der Beschlüsse nicht ganz einverstanden; desto i'<sscr! — Die Männer, die dort tagten, sind viel zu sehr von ect'tem Schrot und Korn sals Lehrer und Israeliten, als daß sie sich nicht freuen sollten, wenn durch ernstem Einspruch das Gute, das sic ja nur änstrcbtcn, gefördert wird.. <Sti: wissen, daß Alles, was wir anbaucn, eben darum S am c n für die Ewigkeit ist, weil der forlswrcitcndc Geist sich.an ihm entwickeln muß. Sie wissen darum doch, — und das ist die Bedeutung jenes Lchrcrtaqcs, daß sie die Basis gegeben haben zum Weiterbau, daß sic der jüdischen Schule Maas und Ziel gegeben. Und das war ein ernstes scgensvollcö Werk. Ein heiterer Abend beschloß den dnrch ernste Bestrebungen ausgezeichneten Tag. Bis zn den letztest Eisenbahnzügcn. blieben fast alle gcmütblich bcinandcp. Dag 4«n Wir zl.ir.bca dich, ob-brr nick-t titb«r"manck>c «tmkindk ein ststkid Abend werden für das beginnenden Winterhülbjahrr cndar.in'rcrl: als crrre Scvule mrt diesem Helte erkalten .rird, rer» „ ' L ’ , l4 r /' liebe Erinnerungen bieten, und dem Lchulleben einen ^eme