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Der israelitische Lehrer · 1862-11-01 · 21 (1.11.1862) · p. Seite 160

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
21 (1.11.1862)
Date
1862-11-01
Page
Seite 160 (sequence 4)
Language
German
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160 wann. er anv leichtefrei: hervortritt und sich frei bewegt; so finden wir, daß-dies bei der Unterhaltung mit ihren Gespiele» der Fall ist: unbefangen und, ungekünstelt strömen "da durch ungesüßte Worte ihre Gedanken von den Lippen. ES liegt also der Schluß ganz uahe, daß die schriftliche Gedankenäußcrung der Kinder ebenwohl am leichtesten und besten durch eine ,Unterhaltung derselben mit'Ihresgleichen geübt werden kann: also durch Briefe an ihre kleinen Freunde. Diesen Schluß finden wir auch im Leb-en der Kinder yoch weiter begründet. Wer hat wohl nicht schon oft Gelegenheit Zehabt, zu bemerken,''wie die kleinen, Correfpondenz. Aus Ungarn, im Oktober. Der ungarisch-israelitische Landes - Schulfond. Ein Eiclus von Artikeln aus Idem „magyar Izraelita,“ von Mezei Mör. Verlag bei Moritz Rath in Pest. (Ladenpreis 20 Nkr.) j Unter diesem Titel erschien so eben vyn dem Reda tcnr die Geringerem beschäftigt als mit der Vcriveneist- Izraelitsr" Mezei Mor eine Broschüre selbst Briest noch nicht schulpflichtigen Kinder ein Verlangen tragen, an ehre Frcrmde (auch wohl' an ihre Verwandte) schreiben zu könnenEs ist daher leicht abzuschen, daß, wenn inan auf die Befriedigung dieses Triebes bei der Ucbuug in Aufsätzen Rücksicht nimmt/ also daß man dazu die Briefform! wählt, der—bdstc Erfolg zu erzielen sein muß. Ein Zufalf bat mich vor 22 Jahren auf diese Idee geführt, und mcinei seitherige eigene Erfahrung und die meiner vielen Eollegcn, denen ich davon Mitthcilung gemacht, sprechen für die Zweckmäßigkeit dieses Mittels bei den Uebungen im schriftlichen Gedänkenansoruck der Schäler. Die Briefe können zwar nur Gegenstände und Stoff ans dem Kind er kr eise errthaltcn, ^och wird man zugebcn müssezi, daß dadurch der schriftliche Gebankeuausdruck sehr geübt - wirs, unc wenn einmal eine Fertizteit hierin erlangt ist, später auch eie schriftliche Darstellung eines jeden Gegenstariees aus dem' — reiferen — Leben iricht mein schwer fallenkann. —. Auch de iciisch üblichen Aufsätze: Beschreibungen, Vergleichungen / Erzählungen, Schilderungen ec. könnest ebensowohl in B r i c ff o r-m abzciaßt werden; sie werden s« 'den Kruden: 'weit angenehmer und somit leichter. So bieschreibt z. B. mit Vergnügen der kleine A. seinem Frennide B. brieflich, waS er Merkwürdiges gesehen; und B. erzählt dem A.. wieder,, was es Neues in der Schule oder sonstwo gegeben habe.' Uebrigens muß der Lehrer diese E'orrespoudcuz immer unter seiner Amsicht' und Leitung haben. Auch ist es rathsam, daß nicht Kinder verschiedenen Geschlechts mit einander Briefe wechseln. Der Lehrer muß dies aber nicht gerade;'.: verbieten, sondern ttur suchen, cs zu v e r h in d ern. Ich wcrcrs. G. w. nächsttns eine Methode zur Ausarbcitltng eines Aufsatzes m odr Schute mitthellen, die ich seit 2!> Jahren mit dem besten" Erfolg angewendcj, — den auch andere Eollegen, welche diese Verfahrungswefsc ditrch Anschauung in meine'r'Schule gervennen, erzielt haben. Abtroe'. - .. Be Westbeim.! des „Magyar ( sich mit nicht! düng der Million Haynauische Schulsteuer. Der g< reiche Verfasser bespricht mit einem ihm eigenen Frcimuth unsere Schulverhältnissc im Vatcrlande, wirft manches Streiflicht auf die Geschichte der israel. Volksschulen Ungarns in den letzten 10 Jahren, und kömmt zu dem Schluffe, daß zur Regelung dieser Fragen eine Notablcnversammlnng dringend geboten sei. -t Obwohl wir eine größere Ruhe bei der Besprechung rein pädagogischer Fragen gewünscht hätten, sind wir jedoch ^mit der Tendenz dieser Brosä'üre nicht nur einverstanden, sondern leben in der festen Ueberzeugnng, daß bei einer rtihigen Besprechung der fraglichen Angelegenheit unser vaterländisches Schulwesen immer mehr und mehr erstarken muß. Herrn Mezei gLbührt das Lob einen Gegenstand angeregt zu haben, dessen Wichtigkeit nicht unterschätzt werden darf. Unsere magyarisch-israelitischen Schnlzustänvc harren noch immer, trotz der. bedeutenden Fortschritte, die das Schulwesen gemacht, einer Reform, und wcnn.auch durch die h. Negierung so Manches schon geschah, so konnte doch diese beim b.stcn Willen d'en so nothwenbigcn jüdischen Geist, nicht unseren Schulen verleihen.. j Hierzu kömmt, daß von der israel. Dorffchul!c angcrane.cn b'.s zu den beiden Hauptschulen der Hauptstadt des Lances dem magyarischen Elemente noch ° immer so wenig Rechnung getragen wird, und wenn auch in der Hauptstadt Pest durch die Bemühungen des' israelitischen ungarischen Vereins (Izraelita Magyar-Kgylet) in dieser Beziehung schon so manches Gute gewirkt wurde, so geschah für die Landbevölkerung doch immerhin fast noch gar nichts. '), Uno wie anders als dndi Hebung des religiös-nationalen Elements seiner Volksschulen kann unser Volk sich auf die Höhe der Zeit schwingen. Lausen wir doch Gefahr, selbst unsere wenigen Volksschulen zu verlieren, wenn anders wir noch lange! bei dem Thun'schen Systeme beharren. Es kommt nicht aus den Titel an, ob Mustcrschulc oder Elementarschule!, ob Muster-Hauptschuldirector, Volks- oder Unterlebrcr, alles innß dem Schulfreunde, wenn cö sich um *) Wir wollen hiermit gegen diesen Verein keineswegs tadelnd auftrcten; kennen wir doch sehr wohl die Verdienste des Vereins und können wir dock nicht hoch genug die Verdienste desselben um die Einberufung der erste» Landeslebrerconferen; anschlagen. Dock es mul für die Hebung der mjagn. Sprache auf dem Lande, eben vom Vereins eriras geschehen.; ' i

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