Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 2 (1862)
- Issue
- 18 (15.9.1862)
- Date
- 1862-09-15
- Page
- Seite 138 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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138 r Auch dir Form der einzelnen Lcsestücke ist eine mannigfache, und macht das Kind mit den Formen, in welcher die sprachlichen Gebilde W Tage treten, bekannt; es wechseln Erzählungen, Räthfcl/ Dcschrcibuiigcn, Briefe und Gcdichtchen mit einander ab. ' Das vorliegende Buch entspricht diesen Anforderungen. Taö sünd lernt "au seiner Hand lesen, 'wird eingcführt in die Bctrackrnng der Erscheinungen dcS Lebens, soweit sic in seiner Umgebung -ihm anschaulich gemacht werten. Was das Kind liest, ist seiner Anschanungs- und AusdrnÜswcisc entsprechend mid angemessen. Die Lcsestücke (besonecrs die Näldsct und die talmubischcn Sprüche) sind mitunter trefflich gcchäplt. tsinr hatten wir die Anweisungen für die Lehrer,! sowie die bl ose Auszählung der Dingeuamcn hinwegqclasscn. Zrs'' die sar Schrift ist auch eine hebräische. und deutsche Lcscfibel'erschienen.. Tic deutsche Fibel ist vorzüglich, und unserer Ansickl^nack der beste der 3. Thöilc reo Hastcr- Hcchl'schen Buches.. ES ist eine allen Ansprüchen der Lehrer 'genügende. "Schveiblcfesibcl. Auch der Anhang: Biblische Geschichte für Anfänger ist eine sehr daukencwerlhe Arbeit. Tie hehräiictw.'Lestfibrl Hechts ist zur Genüge bekannt, und ihre weite Verbreitung genügt zur Beurkundungihres Werlhcs. •. •. r.. - K. Llückar E- -J.-24 Karten von Palästina und den -.'sebenhändern. l Blüchers Verlag.) Iis einer Lchrevvcrsammlung rügte einer unserer Ecllegen die Verlegcr-fiughcrzigkeit; er habe nämlich von diesen io oft in der Ztgs P. Fudenth. annonckrten Karten vom > Verleg es ci.ige zur Ansicht gewünscht, um sie, falls sie zweckentsprechend, iu sciuev Schule cinznfübrcn. - Unser Herr Eollcge bat gewißrecht, wenn er erst sehen will, was seine; Schülers brauchen sollen: ein Verlag handelt nicht nur höflich,! sondern sin seinem lJVercsfch wenn er einem. Gesuche, obiger : Art nachkoulmt. Aber mit diesen Karten ist ps coch ganz; anders:! dir 24 Karten sind nicht, wie mail glariben könnte verschieden, sondern; sie sehen zusammen aus, wie ein Srüel Karlen,s nach .Größe. und Format, alle glesiv, etwa Zoll breit üur '4 Zoll lang, kaum die Hälfte ist rölhlich gefärbt und is sgcbört ein sehr scharfes Auge dazu,- einige Namen , aus dem Blaßrcrh herausjulcscn. Was soll der Lehrer mit diesen Blättchen tbuü? die fliegenden Blättchen an die Schüler verthcilsn, daß. sic rn irgend einen Atlas-cingcklcbt werden-? s — Sollst ballen wir ein solches Blättchen verloren für die; Kinder. Tiefe 24 gleiche Kärtchen kosten 1 'Tblr., der! Baumcr schc Schulatlas, darin die Karte von Palästina bedeutend beiier, zeigt mindestens die hundertfache Arbeit und koftrk fuim ein Drittel. c* nmcrkung) Mir wurde f.Z. ein „spürlher Tag-! blatt" mit einer Rccensio» dieser Karten wahrscheinlich zum 1 Abdruck für den isracl. Lehrer zugcsendct. Ich hrbe das natürlich verweigert, weil ich Recensionen nur aufnchme, i wenn ich das Werk vorliegen habe, oder der Nccenkcnt ein! mir bekannter und bewährter ist. 'Nun erscheint in der! allg. Z. d. I. eine Annonce, worin sich der HrrenSgtbcr bei den Herren vom Lchrfachc" bcdänlt, die ihn .riefich mit dem spcciellcn Berichte über die Zweckdienlichkeit fcrnir Karte beehrt haben, denen er nach uns nach antworten wil. Ihre Zahl muß also „Legion? sein. Klingt das nickt eit wenig wie Eharlataneric (?) X. I)r. Falk Eohn, Bedeutung und Zweck des Versö!nungstagcs, Predigt gebalten am Vorabeiree des llcrsöhunngstagcs '»622 in der Synagoge zu Köthci. Leipzig, Verlag von E. L. Fritzschc. 1862. Eine in sehr blumenreicher Sprache gehaltene llirdc, die, sich an den Vers Fonah 1, )> anschließend, die Z usgabc des Vcrsöhnungctogeo irr dem E»wachen des Gewissens, irr dem sich Empörst, wrngcn aus dem Alltagsleben gut z.ichnct. Correfponden;. Aus Klirhcsscii. Wollen wir gute Schulen kabln, so sind gute Lehrerbildungsanstalten nöthig. Tas israelitische Lehrer-Seminar zu Easscl ist rn der Thal ein für unser Schulwesen-sehr webllhärigcs Institut; und wenn c > auck van gewisser Seite verketzert worocn ist, so muß rnrn bedenken, daß dicsiS von den Freunden des alten SckttnerianS geschah. Ticse Anstalt besteht aber nur für die Provinz Niederhcsscn, so paß die Israeliten oer übrigen Prcvinzcn gar keine Anstast zur Ausbildung ihrer Lehrer besitzen. Zwar sind auck Lehrer dieser LaudeStbeile i.i Easscl bildet »erteil, dock wäre csi zur Gründung einheitlichen LchulwcscnS'dnrchaus crforec daß das ggnze Land sich in diesem mit tück Lehrkräften versehenen Seminare bcthci Die dadurch! crmögliel te Vergrößeri'ulg des Seminaofondö könnte der Anstalt jedenfalls Nutzen bringen. Es dürften dann auck von den vorhandenen vier Eommissionc» zur Prüfung iSra-l. Lehrer drei überflüssig werden.*) Jede isracl. Gemeinde — und fei sie neck so tl ausgc- : in cs r l i ch, igcn igtc. muß eine Schule haben. Dieser Gegenstand ist für llicligion und Staat so wichtig, daß man cs nickt der *) '!;cn wkichem (i eiste mid r.andc Mirglittcr riefit Sen uuifien btitfit V Dem Biineifc.-ttn 2. zu R. wurde von der Pcmniiiicn zu Äarburg sein PrüsungSzeugniß rorrenthalren, weil zwei Mitglieder der selben ldie Heiken G. und 2.) je 2 Tblr. 7> , 2gr. beanspruchten »lbrend im ttpnzcn nicht mehr verlangt werden kann. lll Will-