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Der israelitische Lehrer · 1862-09-15 · 18 (15.9.1862) · p. Seite 134

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
18 (15.9.1862)
Date
1862-09-15
Page
Seite 134 (sequence 2)
Language
German
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134 Dritter, tj, 7, daselbst II, 19 hin Steine von allen Tilgenden , wodurch unser Erzvater Abraham so glanzvoll strahlt, ward ihm so hochangerechnet, und von Gott hervorgehoben, als gerade die Unterweisung und Gewöhnung seiner Kinder zhm Rechten uno Gilten, worauf die Stelle Gen. 18, 19. dsutet. Es war somit eine Sache der Eltern, ihre Kinder über Gott, seine Eigenschaften und Werke zu blchrcn. Als aber Israel ein Ackerbau treibendes Volk ward und dadurch alle Zeit und Kräfte den Feldarbeiten zuwendcn mußte, .wurde der Zugendunterricht vernachlässigt und Unwissenheit riß ein. Um dieser Schranken zu setzen, faßte der sromme König Iciaphal!, der die Wichtigkeit des Gegenstandes erkannt harte, den edlen Entschluß, dem Volke Lehrer zu senden, die cs unterrichten und so dem Uebel steuern sollten. *) Von da an ward cs allgemein, daß Lehrer als Stellvertreter der Eltern, ausgenommen wurden.- Man darf cs drein aussprechcn,, ohne für ruhmredig zu gelten und cs wird solches'auch allseitig anerkannt, daß unsere Glanbensgcucsscn in idreir' Dpfcrungssähigkeil in dieser Beziehung mit oben emftebeli. Ja, die Ehrsnkcht gegen den würdigen Lehrer würde vdn.uuscrn allen Weisen der 'gegen Gott gleichgestellt (Aboth 4. 1I.) Jndeß wird die Wirksamkeit des Lehrers ohnx die ibrgebührende Unterstützung von ~ ‘‘n weit hinter den Erwartungen znrücknun die- Beantwertnu; der Fragen: In .y steht die Schule zum Hause-uns .zunächst :v: was hindert die gedeihliche Wirksamkeit?, und 3) was muß geschehen, um alle.. Versen, die ans das Kind, dieser zarten und eklen Pflanze, eine schädliche Wirkung hcrvorbriugen, mit Erfolg zu b.-gegroen? Wir baben hier blosdie zweite Frage im Auge.; Eö ist nicht wcgzuläugnen, daß eie nächste Umgebungen, die Außenwelt^ wovon ja das Kino lücht ganz abgeschlosten werden kann nicht Abgeschlossen werden soll, auf dasselbe in vielen Fällen sowohl vortheilhaft als nachtheilig einwirken. Das erste Stadiunr der Erziehung des Kindes fällt gewöhnlich den Eltern ganz anheim. In den ersten Jabren liegt es hauptsächlich allein der Mütter oder den ihre Stelle vertretenden Ammen oder Wärterinnen ob, die nölhige Sorgfalt auf sein Wohl zu verwenden, -und cs. hängt viel davon ab, wie das unschuldige Wesen-gepflegt wird, denn der zukünftige Mensch bildet uns cütwrckell sich daraus. Würde das Kind, bis'zur *> Dock Weinen ric Br.pbeiensck'ulcn, die bei Lamüel unt Eliab kiwäbnt tr^rocn, nucl>'nick>ts anceres, als Änstalccn zur Erzicbunz und zum Unttriilkte ü,.-iamer Iünzlinze arwesen zu sein, die den Ummanz Hund die llnkerweisuna) der Besten ihrer Zeit, der an rer Lptxe der rcligiöien (rmwick ung. irtt-cnx.n dem ihrer Eltern vorgezezen. ' ' Die Red.; Zeit seiner Schulpflichtigkeit nur eine gute Umgebung gehabt haben, wären alle Einflüffe nur wohlthatige gewesen, so könnte der Lehrer auf dieses feste Fundament seinen er habcnen Bau aufrichten. Bedenken wir inoeß: die Schule empfängt zwar das Kino noch jung, aber nicht unberührt von den Einflüsten i des Lebens. Die Eltern haben selten gethan, was die Schule gethan haben würde, wenn sie Elternstellc zu vcr treten gehabt hätte.- Auch hat die Schule nicht die ganze Leitung des Kindes. Die Eltern üben in der Erziehung . und durch diese auf den Unterricht eine Macht aus, welche > den Einflüssen der Schule meistens widerstrebt, selten wenigstens dieselbe kräftigst unterstützt. , Eben so wirken die Beispiele der übrigen Umgebungen größtenthcilS den sittlichen Anforderungen der Schule ent gegen. Endlich werden auch die meisten Zöglinge der Schule vor der Zeit ihrer Reife entrissen und gerathen in solche Lebcnsverhältnissc, welche das in der Schule gelernte Gute bald ganz oder größtentbcils vergessen; ja sogar oft hassen und verachten lehren. An diesem Ucbcl leiden beinahe alle Schulen, auch jtic besten. Die Schule ist ihrer Natur nach nur die Ergänzung dcrKindercrziehung in der Familie. , Die Aufgabe des Lehrers ist nun keine klcilte, vielmehr eine sehr umfangreiche. Er soll iu den Zöglingen gllc für das Leben unentbehrlichen! Kenntnisse, Geschicklichkeiten und Fertigkeiten so Hervorrufen, daß sie für immer zum wahren freien, frei vcrwcndbarcit Eigenthum werden rucd der Akt dieser Erwerbung soll eine so naturgemäße Hülfe für die sich selbst von Innen heraus entwickelnde Kraft, eine so wohlthätigc Nahrung für das beginnende Leben dcö Geistes fein, daß derselbe, einmal erwacht, auch unter dem Drucke der äußeren Berhältnissc nie wieder zur nr-fprünglichcn Rohheit nutz Thierheit zurückkehrt, sondern seiner ewigen Bestimmung sich immer deutlicher bewußt wird und derselben immer näher kommt. Der Lehrer soll indes; nicht blos erziehend durch Mittheilung von Kenntnissen, Geist und Kraft entwickelnd uno bildend unterrichten, sondern auch ncbctl der Ausbildung des Erkcnntnißvcrmögenö den ganzen Menschen eriasicil und auf das Höhere richten, den eignen Willen dcS unsterblichen Geistes frei machen, indem er ihn auf im mcr für das Unvergängliche gewinnt. Von der Schule erwartet unsere Neuzeit am meisten die Entwickelung des Volkes zur höheren Gesittung, von dem iu ihr gepflegten Geiste der wahren Religion hofft sie am meisten segensreiche Wirksamkeit zur Erhebung de» Menschen aus dem tiefen Standpunkte vergangener Jahrhunderte. Die Gisgenwart erwartet chic Rückwirkung der Schule auf das oft.'gesunkene Leben des Hauses, damit dieses in jeder neuen Generation bildungsfähigere Schüler ihr zniLttteu cer vsuei bleiben. Es wn welchem Verhält:; beschäftigenz tan des braven.Lebrer dcrblichcu Einflü

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