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Der israelitische Lehrer · 1862-09-15 · 18 (15.9.1862) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
18 (15.9.1862)
Date
1862-09-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jährlich 42 Nummern am 1. und IS. jeden Monats. Preis 1 Tblr. oder S4 kr. halbjährig, Ein Organ für die Schule, Der Anzeigen zu 8 kr. «dcr 1 Egr. dx Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Buck, Wandlungen und Postämter an. die Familie und das Gemeivdeleben des Judemhums. Herausg eaeben V 0 if! I. Älingenstein, Ignaz Lekmann und A. Treu. IX°. 18. ■ 1 «p— i i i Mainz, den 15. Semptember 1862. Einladung znm Abonnement. Mit dicscrNummcr schließt das dritte Quartal, und ersuchen wir unsere vcrchrlickcn Postabonnenten um ungesäumte Erneuerung deS Abonnements. — Es sind uns in letzter Zeit mehrfach Reklamationen zugekommcn, wonach Bestellungen auf unser Blatt von mehreren Postanstalten nickt auSgcsührt werden sollen. Wir erlauben uns darauf aufmerksam zu machen, daß unsererseits AlleS geschehen ist, was den regelmäßigen Debit ermöglicht, und daß, da überallhin Blätter durch Post anstalt Bestellungen annehmcn muß. — Tie von unS direkt abbcstcllt werden, wcitcrfortscnden, nnd, soweit dies nicht bereit Nachnahme erheben. bezogen werden, auf nachdrückliche Rcclamation jede Postbezogencn Blätter werden wir, wenn sic nickt ausdrücklich S geschehen, mit Rr. 19 den Belrag fürs Halbcjahr durch Die Redaktion des iSr. Lehrer Schule und .Haus. (wnfcrenzaioeit von I. Hirsch. Lehrer zu c^untersbluui, rorzcrragcn! Versuchung stnd Verführung entgehe. Freilich ist das gar leicht gesagt, aber schwer gethan. Es ist dies eine dcr schwiezu Alzen den l!>. Juni id>62 Schule und Haus find die zwei Faktoren, die den jungen Weltbürger befähigen sollen, einen höheren Standpunkt im Leben, in der menschlichen Gesellschaft einzunehmen; bereu wichtige Aufgabe es ist, die geistigen und sittlichen Anlagen desselben zu entwickeln, daß er seine Stelle als brauchbares Mitglied dcr Menschheit anstrcbc und ausfülle. Beide, Schule und Haus, sollen Hand in Hand vorwärts gehen, ihre erhabene Bestimmung, ihr schönes Ziel stets unverrückt vor Augen haben, darnach in edlem Wettkampfe um den ersten Preis ' ringen, sich gegenseitig in ihrem reinen Streben cifrigst unterstützen und so in dem Wohl eines jeden Einzelnen das dcr ganzen bürgerlichen Gesellschaft, und somit einer, höheren Weltordnung fördern. Nur dann wird ihre Wirksamkeit mit segensreichem Erfolge gekrönt werden, wenn alle ihre Bemühungen dahin gerichtet sind, jeden nachthciligen und verderblichen Einfluß von dcr zarten unschuldigen KindcSscelc stets ferne zu halten, mit wachsamem, liebevollem Blick alle Schritte und Tritte des Kindes zu verfolgen, daß eS nicht strauchle, daß die Atmospbäre, worin cs athmet, rein sei, daß nicht der verpestende Gifthauch deS Weltsinnes und der Genußsucht es reize unh verlocke nnd es so allen Schlingen der cigsten Aufgaben, die das Leben darbietct. Kindcrerzichung ist unstreitig der wichtigste Beruf, den sich Jemand nur . wählen kann. Sicherlich stehen dem Zünelingc, dcr sich demselben weiht, nicht alle Schwierigkeiten, Hiudcrnisie und Mühseligkeiten so lebhaft in ihrer Größe vor seiner ^eele, wie sic sich später einstcllen. Doch dcr Äuthigc verzagt > nicht, er fängt Alles mit Gott an im unerschütterlichen , ^Vertrauen auf Ihn, der die Zusicherung erthcflt: (Jes. 40,29), Er gibt dem Müden Kraft. Mit diesem begeisternden Ge- , danken geht der berufStrcue Lehrer unverdrossen ans Werk i und ist sich der Wichtigkeit seiner Aufgabe bewußt, die Stelle dcr Eltern vertretend. Richtet er seine Wirksamkeit auf dicse,Wcise pln, so kann cö nicht fehlen, daß sie eine recht gedeihliche werde — Zn den patriarchalischen, so wie in Mosis und er Richter Zeiten kannte man noch keine Schulen. :S lag allein den Eltern ob, ihre Kinder in dcr heiligt Religion,' in allen Sitten- und Zeremonialgcsetzen, in allen Liegenden ju unterrichten und sich bei allen feierlichen und sonstigen Gelegenheiten mit ihnen über Gott Und seine Gebote zu unterhalten und ihnen die nöthigen! Erläuterungen und Ausschlüsie über das.Bcrständniß des Einzelnen zu geben. Darauf «eisen auch die Stellen der heiligen Schrift: EroduS, 12,26.27, ebendaselbst 13,9.14,

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